Kleiner Kommunikationsfehler

Weiterhin Gefahr auf der B 51 in Bergisch Born

Direkt hinterm Ortsschild befindet sich der Schacht, der alles ausgelöst hat – und nach wie vor nicht repariert wurde.
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Direkt hinterm Ortsschild befindet sich der Schacht, der alles ausgelöst hat – und nach wie vor nicht repariert wurde.

Im März berichtete der RGA über Axel Heuser. Der Bergisch Borner geriet beim Versuch, eine Gefahrenstelle auf der B 51 beseitigen zu lassen, erst in die Mühlen der Bürokratie – hatte dann aber offenbar Erfolg.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Nun zeigt sich: Ganz beseitigt wurde die Gefahr nicht. Grund dafür ist vermutlich ein kleiner Kommunikationsfehler. Heuser hatte einen Beinah-Unfall eines Motorradfahrers beobachtet und schnell einen abgesackten Schacht in der Fahrbahndecke als Ursache ausgemacht. Im weiteren Verlauf der Straße Richtung Wermelskirchen entdeckte er weitere ähnliche Stellen. Er wandte sich an die Stadt, wo er erfuhr, dass der Landesbetrieb Straßen für die Bundesstraße zuständig ist. Beim Landesbetrieb hieß es jedoch, die Kästen seien im Eigentum der Deutschen Telekom. Zwei Wochen und 17 E-Mail später landete das Anliegen schließlich bei einem Mitarbeiter der Technischen Niederlassung West der Telekom in Hagen, der versprach, sich darum zu kümmern.

Das ist offensichtlich auch geschehen. Die Schächte seien bereits im April instand gesetzt worden, heißt es aus der Pressestelle der Telekom: „Diese Maßnahmen wurden auch durch einen Statiker begleitet und entsprechend abgenommen.“ Und tatsächlich wurden im weiteren Verlauf der B 51 Richtung Wermelskirchen einige Kästen angehoben, wie Anwohner berichten. Der direkt hinter dem Ortsausgang Bergisch Born, der, an dem Axel Heuser den Beinah-Unfall beobachtet hatte, allerdings nicht.

Hier beträgt der Unterschied zur Fahrbahndecke immer noch gute fünf Zentimeter. So dass der Schacht nach wie vor eine Gefahrenstelle insbesondere für Zweiradfahrer darstellt. Und so dass es weiterhin ordentlich Krach macht, wenn Fahrzeuge darüber hinweg fahren. Viele Verkehrsteilnehmer, kann man beobachten, umkurven die Stelle, wenn es der Gegenverkehr zulässt.

Ursache, dass ausgerechnet hier nichts passiert ist, ist offenbar, dass die Information, wo sich die abgesackten Kästen genau befinden, unterwegs irgendwann verloren ging, schließlich ist die Beschreibung solcher Stellen auch nicht einfach. Man habe drei Schächte reparieren lassen, teilt die Telekom mit. Der am Ortsausgang Bergisch Born Richtung Wermelskirchen gehöre aber „soweit dies aus der Ferne erkennbar ist, nicht zu diesen drei“. Dabei war es ja gerade der Kasten, der alles ausgelöst hatte.

Doch die erneute Anfrage des RGA hat nun eine erneute Kontrolle der Schächte ausgelöst - und zwar diesmal aller Schächte auf der Strecke. „Unsere Kollegen haben die beauftragte Firma gebeten, die weiteren Schächte, welche sich in der Straße befinden, mit zu kontrollieren“, teilt ein Telekom-Sprecher mit. Der Rest ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.

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