Baustelle

Weitere Verzögerung an der Emilienstraße

Unterirdisch werden an der Emilienstraße Stollen vorangetrieben. Dabei sind die Arbeiter auf einen Gesteinblock gestoßen. Foto: Roland Keusch
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Unterirdisch werden an der Emilienstraße Stollen vorangetrieben. Dabei sind die Arbeiter auf einen Gesteinblock gestoßen.

Seit November 2018 wird gebaut.

Von Manuel Böhnke

Remscheid Scherzhaft spricht Uwe Jantke von „unserem BER“. Lustig findet der Bereichsleiter Neubau der Technischen Betriebe (TBR) aber eigentlich schon lange nicht mehr, was an der Emilienstraße geschieht. „Es ist schlicht und ergreifend ein Alptraum“, sagt er. Noch im Sommer hatte er gehofft, die dortige Dauerbaustelle könne Anfang Oktober ein Ende finden. Inzwischen mag Jantke keine Prognose mehr abgeben.

Von Beginn an stand die Maßnahme unter keinem guten Stern. Denn als sie im November 2018 startete, war geplant, dass sich die Kanalarbeiten auf die Stichwege der Emilienstraße konzentrieren. Dabei wurden jedoch Mängel und Defekte am Hauptkanal festgestellt. Sie haben die Projektdauer von geplanten sechs Wochen auf inzwischen fast zwei Jahre verlängert.

Um die Stichwege anzuschließen, wird nun auf ein spezielles Verfahren gesetzt. Unter anderem um im Ernstfall keine Rettungseinsätze zu gefährden, werden die Arbeiten unterirdisch durchgeführt. Dazu notwendig sind zwei Stollen mit etwa 20 Metern Länge. Händisch treiben die Arbeiter den Bau voran. Beim ersten Stollen wartete eine böse Überraschung: Ein dicker Gesteinblock versperrte den Weg. Vorhersehbar sei das nicht gewesen, betont Jantke: „Vor der Schippe ist es dunkel.“

Dieses Hindernis hat die Arbeiten gehörig ins Stocken gebracht. Inzwischen hat der erste Stollen Jantke zufolge sein Ziel allerdings erreicht. „Beim zweiten hoffen wir jetzt, keine böse Überraschung zu erleben“, sagt der TBR-Mann.

In diese Kategorie lässt sich auch eine andere Verzögerung einordnen: Eine Baufirma hat ihre Arbeit vier Wochen später aufgenommen als vereinbart. Ein Ärgernis, dem die Technischen Betriebe recht wenig entgegensetzen können. „Was sollen wir machen? Die Firmen haben nun mal alle volle Auftragsbücher“, sagt Jantke.

Sind die Arbeiten rund um den zweiten Stollen erledigt, werden beide verfüllt. Eine neue Asphaltbetondeckschicht soll im Baustellenbereich in den nächsten Wochen kommen. Die Anwohner der Emilienstraße sehnen sich dem Ende der Baustelle entgegen – Jantke auch. „Dass Schwierigkeiten auftreten können, ist klar. So gehäuft und geballt ist das aber schon erstaunlich.“

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