Pandemie

Weihnachtstreff erleidet erhebliche Einbußen

Der Weihnachtstreff am Rathaus soll wie geplant bis zum 23. Dezember über die Bühne gehen. Foto: Doro Siewert
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Der Weihnachtstreff am Rathaus soll wie geplant bis zum 23. Dezember über die Bühne gehen.
  • Andreas Weber
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Weihnachtsmarkt hat coronabedingt zu kämpfen - Über 50 Prozent weniger Besucher.

Remscheid. Die Rückkehr in die berufliche Freiheit verläuft für die Schausteller auf dem Weihnachtstreff zäh. Covid-19 ist zwar kein grundsätzlicher Spielverderber, aber die Pandemie sorgt dafür, dass viele Kunden daheim bleiben. „Im Vergleich zu unseren sehr guten Zeiten vor Corona haben wir Besucherrückgänge von 50 bis 60 Prozent“, zieht Organisator Marcel Müller eine ernüchternde Zwischenbilanz.

Vier Wochen nach dem Start auf dem Theodor-Heuss-Platz ist der anfängliche Optimismus gewichen. „Die Menschen sind ängstlich, eingeschüchtert durch die Infektionszahlen und vorsichtig bei Kontakten“, stellt Müller fest. Er weiß: „Es ist kein Remscheider Problem. Viele Märkte haben gar nicht aufgemacht, sind bereits wieder geschlossen oder wirtschaftlich ein Fiasko.“ Bei letzterem denkt Marcel Müller an seine Heimat Hannover. „Ich habe gehört, dass dort die Rückgänge bei 80 bis 90 Prozent liegen, das lässt sich ökonomisch eigentlich nicht mehr rechnen.“

Marcel Müller hat angesichts der pandemischen Lage Verständnis für Restriktionen wie 2G, wird aber auch nicht müde zu betonen: „Wir dürfen nie vergessen, dass es sich um eine Freiluftveranstaltung handelt, da ist das Risiko der Übertragung durch Aerosole um ein Vielfaches minimiert.“

Weihnachtstreff in Remscheid: Bändchen gelten sowohl für den Treff wie auch das Allee-Center

Den Anwesenden bescheinigt der Organisator sehr diszipliniert zu sein. „Es gibt kaum Diskussionen um die 2G-Regel und die Bändchen. Das ist vorbildlich.“ Die hellblaue Legitimation am Handgelenk – das Zeichen, doppelt geimpft oder genesen zu sein – wurde jetzt sogar ausgeweitet auf den großen Nachbarn, das Allee-Center. Mit dessen Leiter Nelson Vlijt ist Marcel Müller übereingekommen, dass die Bändchen - die ab sofort auch im Center ausgegeben werden - für beide Bereiche gelten. Müller begrüßt es als Win-Win-Situation ausdrücklich. „Das erleichtert allen die Arbeit.“ Nach fast zwei Jahren ohne größere Veranstaltungen klagt Müller unter dem Strich nicht. „Der Weihnachtstreff geht weiter und das ist gut so. Natürlich war die Stimmung schon besser, aber wir halten als Anbieter durch, auch in schlechten Zeiten.“ Für den Marktchef ist klar: „Ich habe einen Vertrag bis zum 23. Dezember. Der wird eingehalten.“

Dass der Weihnachtstreff schon am 12. November begann, hält Müller für eine vernünftige Entscheidung: „Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir früh angefangen haben, denn die ersten Tage waren noch sehr gut. Alle waren zuversichtlich, bis dann die 2G-Regel kam. Natürlich trübte in der letzten Zeit auch viel Dauerregen die Bilanz.“

Der diesmal sehr lange Weihnachtstreff tut auch dem Eisbahn-Betrieb sehr gut. „Dessen Finanzierung ist so teuer, dass wir entsprechend viele Spieltage benötigen, um die Kosten zu decken.“ Auch auf der Schlittschuhfläche spürte Müller die Zurückhaltung: „Der Andrang ist verhaltener als sonst.“ Die Eisdisco am 6. Dezember, obwohl von der Ordnungsbehörde nicht unterbunden, sagten die Veranstalter ab, damit sich nicht zu viele Kufenläufer auf dem Eis knubbeln oder am Rand Schlange stehen.

Insgesamt aber kommen – wie in den Vorjahren – viele Schüler in den Genuss, auf der Bahn ihre Runden zu drehen. 3 600 sind von der Sparkasse zu einem kostenlosen Eisvergnügen eingeladen.

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