Märkte im Winter

Weihnachtstreff: Das soll als Ersatz für die Eisbahn kommen

Eine Eisbahn wird es zwar diesmal nicht geben, dafür aber viel Gemütlichkeit, verspricht der Organisator des Weihnachtstreffs am Rathaus Marcel Müller.
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Eine Eisbahn wird es zwar diesmal nicht geben, dafür aber viel Gemütlichkeit, verspricht der Organisator des Weihnachtstreffs am Rathaus Marcel Müller.
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  • Sven Schlickowey
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Weihnachtsmärkte werden in Alt-Remscheid, Lennep, Lüttringhausen und Hasten stattfinden.

Remscheid. Im goldenen Oktober laufen die Vorbereitungen für weihnachtliche Aktionen an. Ab 11. November sollen laut Schausteller Marcel Müller Händler an über 30 Ständen vor dem Remscheider Rathaus kulinarische Spezialitäten bieten. Die Lenneper Altstadt ist ab 8. Dezember Schauplatz des dortigen Weihnachtstreffs. Hier soll die Stadtkirche mit ihrem Lichtermeer leuchten – der Energiekrise zum Trotz, wie Organisator Thomas Schmittkamp ankündigt. Sowohl am Gotteshaus als auch auf dem Theodor-Heuss-Platz komme LED-Technik zum Einsatz, versichern die Veranstalter.

Dennoch geht Marcel Müller neue Wege. Erstmals seit etlichen Jahren verzichtet er darauf, eine Eisbahn aufzubauen. „Sie ist eine Attraktion. Aber ihr Betrieb wäre unverantwortlich, wenn gleichzeitig in den Schulen die Heizung heruntergedreht werden muss“, erklärt er. So tüftelt er an Alternativen, unter anderem mit einem Nostalgie-Karussell, Motto-Tagen und einer großen Leinwand, auf der Spiele der Fußball-WM übertragen werden könnten. Bei den Gaumenfreuden, die beim Weihnachtstreff im Vordergrund stehen, gebe es Neues auf der Speisekarte. „Zum Beispiel Langos aus Ungarn, was bei den Jüngeren im Trend liegt. Oder spanisches Gebäck“, zählt er auf. Wer Pommes, Currywurst und Glühwein liebt, komme auch auf seine Kosten – bis zum 23. Dezember. Dann endet das Ganze mit einem Feuerwerk.

Wegen der Corona-Zwangspause ist es drei Jahre her, dass sich die Lenneper zuletzt zum Weihnachtstreff auf dem Alten Markt eingefunden haben, der 2022 neu aufgelegt werden soll – mit allem, was dazugehört. Auch mit der illuminierten Stadtkirche, wie Organisator Thomas Schmittkamp berichtet. „Sie ist ein Symbol der Hoffnung. Und dies ist in diesen düsteren Zeiten besonders wichtig. Keine Stunde wird sie weniger leuchten als üblich“, steht für ihn fest. Im Laufe der letzten zehn Jahre sei das Lichtermeer komplett auf LED-Technik umgestellt worden, so dass nur sehr wenig Strom benötigt werde. Es erstrahlt vom Beginn der Adventszeit bis 6. Januar von 17 bis 23 Uhr, an Heiligabend und an Neujahr bis 1 Uhr.

Schmittkamp, der sowohl den Verein „Lenneper Lichter“ als auch „Lennep offensiv“ leitet, baut darauf, dass im Rahmen des viertägigen Weihnachtstreffs am dritten Advent die Geschäftswelt einen verkaufsoffenen Sonntag starten kann. Beim Altstadtfest musste ihn die Stadt absagen, nachdem es zu einem Formfehler bei den politischen Beschlüssen gekommen war. „Das war ärgerlich“, meint Schmittkamp: „So etwas darf nicht mehr passieren.“

In Lüttringhausen wird es derweil keinen verkaufsoffenen Sonntag geben, weil der Weihnachtsmarkt deutlich verkleinert und auf den Samstag, 26. November, konzentriert wird. Statt wie sonst die gesamte Gertenbachstraße zu sperren, werde man die Stände von 14 bis 22 Uhr auf dem Ludwig-Steil-Platz und dem Heimatspielgelände aufbauen, heißt es vom Veranstalter Heimatbund.

Man erhoffe sich einen gemütlichen Abend, sagt die ehemalige Vorsitzende Christiane Karthaus. Dafür habe man die Veranstaltung unter das Motto „Mittelalter und Märchen“ gestellt. In der Beschreibung heißt es: „Die Standbetreibenden sind aufgerufen, das Motto in ihre Standgestaltung aufzunehmen.“ Moderne Musik sei nicht gestattet. „Das Veranstaltungsgelände wird mit alter traditioneller Weihnachtsmusik beschallt.“

Auch in Hasten wird es einen Weihnachtsmarkt geben. Er wird wie gewohnt am 2. Adventssonntag (4. Dezember) in Kirchpark und Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde stattfinden. Los geht es mit einem Familiengottesdienst, danach wird drinnen und draußen bis 18 Uhr gefeiert. Die IG Hasten arbeitet derzeit an den Programmpunkten. Geplant ist auch eine Weihnachtsbeleuchtung, bei der die Leuchtzeiten runtergefahren werden.

Umland

Keinen Weihnachtsmarkt wird es dieses Jahr auf Schloss Burg geben. Das teilt der Schlossbauverein auf Nachfrage mit. Wohl aber den Basar der Kunsthandwerker vom 28. Oktober bis 6. November auf dem Schlossparkplatz. Der Romantische Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald soll erstmals an allen vier Adventssonntagen stattfinden.

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