Weihnachten

Lenneper wollen mit Ukrainern feiern

Freuen sich auf ein deutsch-ukrainisches Weihnachtsfest: David Kannemann (l.), Nataliia Ustich und Florian Schäfer.
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Freuen sich auf ein deutsch-ukrainisches Weihnachtsfest: David Kannemann (l.), Nataliia Ustich und Florian Schäfer.

Die Evangelische Kirchengemeinde lädt Bedürftige zum Weihnachtsgottesdienst am 25. Dezember ein.

Von Sabine Naber

Remscheid. David Kannemann macht es deutlich: „Wir sind froh, Weihnachten wieder fast ohne Beschränkungen feiern zu dürfen. Und denken dabei – wie es uns die Hirten damals vorgemacht haben – besonders an Menschen, die der Hilfe bedürfen“, sagt der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Lennep. Und die Gemeinde will nicht nur an Bedürftige denken, sondern sie auch einladen.

Am ersten Weihnachtstag um 16 Uhr soll zusammen mit Geflüchteten aus der Ukraine das Weihnachtsfest in der Stadtkirche gefeiert werden. „Die ukrainische Kirche erlaubt jetzt, dass Orthodoxe Pfarreien in der Ukraine ihre Weihnachtsgottesdienste künftig schon am 25. Dezember feiern, statt wie bisher am 6. oder 7. Januar. Das ist eine historische Entscheidung aufgrund der aktuellen Ereignisse“, erklärt Florian Schäfer, Geschäftsführer der Diakonie. Diesem Wunsch sei man in Lennep, wo das Ukraine-Zentrum entstanden ist, gerne nachgekommen.

Dem schließt sich Nataliia Ustich, Mitarbeiterin des Zentrums, an. Sie ist im März selber mit ihrem Sohn aus der Ukraine geflohen. „Es ist in meinem Zuhause eine Familienfeier. Wir singen traditionelle Lieder beim Gottesdienst in der Kirche und essen dann gemeinsam.“ Nicht fehlen darf dann eine Süßspeise mit dem Namen „Kutya“, die aus Reis mit Früchten gemacht wird. „Wir Ukrainer fasten traditionell drei Wochen vor dem Weihnachtsfest. Die Süßspeise ist dann das Erste, das wir danach wieder zu uns nehmen.“

Nataliia Ustich erinnerte daran, dass es vor allem Frauen und Kinder sind, die vor dem russischen Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. „In meinem Heimatland und hier können viele Familien nicht zusammen feiern. Sie bleiben alleine und sind traurig. Deshalb wäre es so schön, sich an Weihnachten zu treffen und die Möglichkeit zur Kommunikation zu bekommen“, sagt sie. Wichtig sei ihnen auch, die deutschen Traditionen kennenzulernen.

Der Gottesdienst wird auf Deutsch gehalten, bei der anschließenden Feier im Gemeindehaus werden auch ukrainische Lieder gesungen, sagt Pfarrer Kannemann.

Lesen Sie auch: Horst Kläuser zur Ukraine: „Fast alles ist zu haben, aber viel zu teuer“

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