Warten auf Förderbescheid

Lüttringhausen: Umgestaltung des Rathausumfelds könnte bald beginnen

Noch ist das Areal am Rathaus Lüttringhausen mit Schnee bedeckt, im Frühjahr soll hier die Umgestaltung beginnen. Foto: Roland Keusch
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Noch ist das Areal am Rathaus Lüttringhausen mit Schnee bedeckt, im Frühjahr soll hier die Umgestaltung beginnen.

Die Arbeiten am Gebäude sind fast fertig.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Arbeiten zur Umgestaltung des Rathausumfelds in Lüttringhausen könnten bereits in wenigen Monaten beginnen – wenn denn alles klappt. „Ich hoffe, dass wir im April starten können“, sagt Dirk Buchwald, zuständiger Abteilungsleiter bei den Technischen Betrieben (TBR). Derzeit sei man dabei, die Ausschreibung abzuändern. Zudem warte man auf einen positiven Förderbescheid aus Düsseldorf.

Die Änderung der Ausschreibung wurde nötig, nachdem die Bezirksvertretung Lüttringhausen in ihrer letzten Sitzung die Planungen noch einmal verändert hatte, um eine Winterlinde zu retten, die eigentlich für einen Parkplatz weichen sollte. Mit den neuen Plänen gehe man nun auf die Suche nach einem Unternehmen, das die Arbeiten im Frühjahr ausführen kann, so Buchwald. Am liebsten eines aus der Region. Kleinere Vorarbeiten, insbesondere der Grünschnitt, seien bereits erledigt.

Wenn möglich, soll bei der Neugestaltung des Umfelds auch gleich das geplante Wasserspiel mit aufgestellt werden. Der Heimatbund habe zugesagt, seinen Kostenanteil, auch für den späteren Betrieb, zu tragen, berichtet Dirk Buchwald. Voraussetzung sei aber, dass es für den Bau Fördermittel vom Land gibt.

Optisches Herzstück des Wasserspiels soll eine Plastik werden, die früher die Fassade der Städtischen Badeanstalt Lüttringhausen schmückte. Die Kosten für den Bau sollen auf drei Schultern verteilt werden: Die Stadt trägt den notwendigen Pflichtanteil, dazu sollen je 19 000 Euro aus dem „Heimat Zukunft Nordrhein-Westfalen-Fonds“ des Landes und vom Heimatbund kommen. Auch die Betriebskosten von rund 2000 Euro pro Jahr will der Heimatbund übernehmen – und sucht dafür derzeit nach Spendern.

Die Wasserversorgung ist derweil bereits gesichert, wie Thomas Judt, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, berichtet. Bei den Umbauarbeiten in und am Lüttringhauser Rathaus habe man eine Zuleitung berücksichtigt: „Da haben wir uns natürlich im Vorfeld mit den TBR abgesprochen.“

Die Umbauarbeiten am Rathaus stehen derweil kurz vor dem Abschluss. Derzeit hänge es am Wetter – und am Landschaftsverband Rheinland (LVR), berichtet Judt. Insbesondere für die letzten Außenarbeiten warte man auf wärmere Temperaturen. Und für die Arbeiten im Ratssaal auf das Votum des LVR.

Bei der Decke des Saals sind sich die Denkmalschützer bisher nämlich noch uneins, welche Farbe die Bereiche zwischen den Holzelementen haben sollen. Der Landeskonservator habe sich den Fall bereits angeschaut, sagt Judt. Nun stehe noch eine Begehung durch den Landschaftsverband an. „Die soll aber in diesen Tagen passieren.“ Werde danach die Freigabe erteilt, könne man loslegen.

Geplant ist im Ratssaal neben den Arbeiten an der Decke und der Aufbereitung der Holzvertäfelung auch ein neuer Bodenbelag aus Kugelfilz. „Der ist unempfindlich und lässt sich gut reinigen“, erklärt Thomas Judt. Und im schlimmsten Fall ließen sich sogar ganze Abschnitte austauschen, ohne dass man es sieht.

Derweil würden in anderen Bereichen des Rathauses Wände gestrichen und Böden ausgetauscht, so der Fachdienstleiter. Auch ein Fenster müsse noch aufgearbeitet werden. „Das geht aber von innen.“ Von außen ran müssen hingegen noch einmal die Industriekletterer, die bereits im Vorjahr am Turm des Rathauses aktiv waren. Sie werden noch kleinere Bereiche streichen. „Verschiefert ist bereits alles“, sagt Judt. „Das ist auch alles dicht.“

Hintergrund

Dass Lüttringhausen ein eigenes Rathaus hat, liegt daran, dass der heutige Remscheider Stadtteil bis 1929 eine eigenständige Kommune war. Die Grundsteinlegung für das Gebäude erfolgte im Juni 1907. Das vorherige Rathaus stand an der Gertenbachstraße.

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