Leben mit Hund

Von Anmeldung bis Steuer: Das müssen Hundebesitzer beachten

Lina Petzel und vor allem ihre Amy (4) sind dankbar für den Hunde-Auslauf im Stadtpark. Fotos: Roland Keusch
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Lina Petzel und vor allem ihre Amy (4) sind dankbar für den Hunde-Auslauf im Stadtpark.

Ist der tierische Zuwachs angekommen, gibt es einige Dinge zu klären – Wo gibt es Freilaufflächen? Wo herrscht Leinenpflicht?

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Der Nachwuchs auf vier Pfoten ist da, und die Familie ist glücklich. Doch auch diese Neubürger müssen ordentlich angemeldet werden – zwar nicht beim Standesamt, aber bei der Stadt. Wir erklären heute, was die frischgebackenen Hunde-Eltern dabei beachten müssen und geben ein paar nützliche Hinweise zu Steuer, Freilaufflächen & Co.

Anmeldung: Innerhalb von zwei Wochen nach Aufnahme des Hundes im Haushalt muss er beim Fachdienst Steuern und Finanzbuchhaltung angemeldet werden. Am einfachsten geht das über das Anmeldeformular auf der Internetseite der Stadt www.remscheid.de (Stadt Remscheid – Hundesteuer). Bei Fragen helfen das Service-Center unter Tel. 16-00 oder die Mitarbeiter vom Sachgebiet für die Hundesteuer, Tel. 16 34 77. Das Anmeldeformular kann auch per E-Mail geschickt werden an:

Kassensteueramt@remscheid.de

oder per Post an Stadt Remscheid, 42849 Remscheid. Übrigens: Wer einen Vierbeiner vom Tierheim Remscheid-Radevormwald aufnimmt, muss ihn ebenfalls anmelden. Aber in den ersten zwölf Monaten ist die Haltung steuerfrei. Kosten für die Anmeldung entstehen nicht.

Steuer: Die Steuersätze betragen jährlich, unabhängig von der Größe, dem Wert oder dem Geschlecht, wenn nur ein Hund gehalten wird 132 Euro, bei zwei Hunden 165 Euro je Hund, wenn drei oder mehr Hunde gehalten werden 198 Euro je Hund. Sogenannte gefährliche Hunde kosten 660 Euro je Hund.

Hundemarke: Kurz nach der Anmeldung wird dem Herrchen ein Steuerbescheid mit der Hundesteuermarke zugeschickt. Danach gibt es jedes Jahr im Januar einen neuen Bescheid. Die Marken gelten für einen Zeitraum von 3 Jahren – aktuell von 2019 bis 2021, das heißt, mit den Jahresanfangsbescheiden für 2022 erhalten alle Halter eine neue Steuermarke. Zweimal jährlich wird die Hundesteuer fällig – zum 15. März für das erste Halbjahr und zum 15. September für das zweite. Das Geld kann nach Erteilung eines Sepa-Lastschriftmandats eingezogen werden. Ein Vordruck ist mit dem Anmeldeformular abrufbar oder wird mit dem Steuerbescheid zugeschickt. Ansonsten muss zu den Fälligkeitsterminen überwiesen werden.

Sachkundenachweis: Wer einen Hund einer sogenannten gefährlichen Rasse laut Landeshundegesetz NRW halten möchte oder einen 20/40er-Hund, muss einen Sachkundenachweis erbringen. Letzteres sind Hunde, die ausgewachsen eine Schulterhöhe von mindestens 40 Zentimeter und/oder ein Gewicht von mindestens 20 Kilogramm erreichen. Genaue Infos hierzu gibt es beim Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt mit Sitz in Solingen (BVLA). Die Hundesteuer für diese Hunde beträgt jährlich 660 Euro. Eine Ermäßigung auf den Regelsteuersatz ist durch den Nachweis einer erfolgreichen Verhaltensprüfung möglich. Die Erlaubnis erteilt das BVLA. Als „gefährliche Hunde“ im Sinne dieser Vorschrift gelten stets Hunde der Rassen Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, Alano, American Bulldog, Bullmastif, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dog Argentino, Rottweiler und Tosa Inu, sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden. Kontakt zum BVLA: Infos zu großen Hunde: Tel. (02 12) 2 90- 25 69 (Buchstaben A – L) und (02 12) 2 90-26 05 (Buchstaben M - Z,) erlaubnispflichtige Hunde: Tel. (02 12) 2 90– 25 85, -25 86, -2593, E-Mail: veterinaeramt@solingen.de.

www.solingen.de/bvla

Freilaufflächen: Die Hundefreilauffläche im Stadtpark wurde auf Beschluss der zuständigen Bezirksvertretung in diesem Frühjahr wieder von der Wiese neben der Konzertmuschel auf die Wiese neben dem Bismarckturm zurückverlagert, erklärt Markus Wolff, Leiter Grünflächen, Friedhöfe und Forstwirtschaft. Zudem gibt es eine eingezäunte Freilaufzone im Kuckuck.

Leinenpflicht: Laut dem Landeshundegesetz gelten für Herrchen und Frauchen folgende allgemeine Pflichten: Alle Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen und Tieren ausgeht. In öffentlichen Park-, Garten- und Grünanlagen, in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten, bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen müssen die Vierbeiner an der Leine geführt werden.

Gratis-Kotbeutel

Stadtweit, vorzugsweise in Grünanlagen, gibt es rund 40 Standorte, an denen sich Hundekotbeutelspender befinden. Sie werden regelmäßig von den TBR bestückt. Herrchen und Frauchen dürfen sich kostenfrei bedienen.

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