Rat gibt grünes Licht

Volkshochschul-Sprachkurse dürfen zur Alleestraße umziehen

Hier, in der zweiten Etage der Allee-Arkaden, wird Anfang des kommenden Jahres die VHS-Dependance eingerichtet. Foto: Roland Keusch
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Hier, in der zweiten Etage der Allee-Arkaden, wird Anfang des kommenden Jahres die VHS-Dependance eingerichtet.

Die Kosten liegen jährlich bei 174.000 Euro.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Der Stadtrat hat zugestimmt: Die Volkshochschule darf ihren Bereich Sprach- und Weiterbildung an der Alleestraße zentralisieren – und die zweite Etage der Allee-Arkaden beziehen. Laut dem Kulturausschussvorsitzenden Karl Heinz Humpert (CDU), der auch Ratsmitglied ist, habe es im nicht-öffentlichen Teil noch Informationsfragen gegeben. Der VHS-Umzug sei aber dann „mit großer Mehrheit“ beschlossen worden. „Das ist eine positive Nachricht – nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch für das Personal, das nun wesentlich effizienter eingesetzt werden kann.“ Dennoch wollen die Lokalpolitiker künftig noch einmal darüber sprechen, wer denn künftig an der Allee unterrichtet werden soll. „Es gibt noch Diskussionsbedarf“, sagt Humpert.

Damit werden die aktuellen Standorte, die ehemalige Schule und Flüchtlingsunterkunft Hölterfeld sowie das Weiterbildungskolleg Bökerhöhe, geräumt. Hier herrscht akuter Platzmangel – Kurse müssen begrenzt oder geteilt werden. An der Bökerhöhe werden die Lehrgänge zum Mittleren Schulabschluss abgehalten, in Hölterfeld die Integrations- und Sprachkurse, deren Teilnehmerzahlen sich seit 2015 mehr als verdoppelt haben. „Für die Volkshochschule bietet sich nun die Chance, zwei Standorte an einem zusammenzuziehen“, erklärt Stadtkämmerer Sven Wiertz (SPD).

„Der Standort erhält eine junge Spritze.“
Karl Heinz Humpert (CDU)

Das habe gleich zwei Vorteile: Durch die zentrale City-Lage sei die VHS mit dem ÖPNV und dem Auto besser erreichbar. Und: Die Stadt füllt einen Leerstand an der Allee. „Der Umzug wird zu einer deutlichen Belebung der Alleestraße führen. Künftig werden hier 800 Hörende in der Woche unterrichtet – und die gehen wahrscheinlich auch mal einen Kaffee trinken oder Schreibwaren einkaufen“, sagt Wiertz. Und auch die Stadtentwicklung sage: Der VHS-Umzug kann ein Impuls für alle sein. „Der Standort erhält eine junge Spritze“, sagt auch Humpert.

Jetzt geht es darum, die leerstehenden Räume vernünftig zu ertüchtigen. Laut Gebäudemanager Thomas Judt müssen verschiedene Wände entfernt werden, um größere Räume herzustellen. Zudem werden zwei barrierefreie Toilettenanlagen gebaut, eine Teeküche eingerichtet, und für die Kinderbetreuung ein Wickelraum geschaffen. Auch für die Kinderwagen gibt es künftig genügend Parkplätze. Zudem werden Wlan-Access-Points angelegt. „Das macht alles der Vermieter für uns.“ In den nächsten Wochen soll der Umbau passieren, geplanter Einzugstermin ist Anfang 2021. In einem zweiten Bauabschnitt sollen dann das angrenzende ehemalige Sonnenstudio umgebaut und ein Durchgang geschaffen werden.

174 000 Euro jährlich zahlt die Stadt künftig für die 1170 Quadratmeter große Etage, in der zuletzt das Wirtschaftsinstitut Mentil-Naumann untergebracht war – inklusive Neben- und Reinigungskosten. Die Mietdauer ist auf zehn Jahre angelegt. Für die Stadt eine neue Situation. „Wir haben in den letzten zehn Jahren alles drangesetzt, städtische Immobilien zu nutzen und eine Anmietung zu vermeiden. Aber das Kolleg Bökerhöhe hat nun selbst Platzbedarf, und Hölterfeld konnten wir nicht weiter ausdehnen“, erklärt der Kämmerer den Hintergrund.

Die Planungen für die Umgestaltung der Alleestraße sind offenkundig auf dem richtigen Weg. Diesen Eindruck konnte man zumindest bei einer Online-Diskussion im Rahmen der Bürgerbeteiligung am Samstag gewinnen.

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