Modern Metal

Voidemolition machen mit „Whiteout“ Appetit aufs erste Album

Voidemolition mit Leadsänger Dave Dannenberg (M.). Foto: AlphaAlias
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Voidemolition mit Leadsänger Dave Dannenberg (M.).
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Remscheider Band liefert Modern Metal Sound. Fans unterstützen die Produktion von „Sanity“.

Remscheid. Ein Tabuthema holen die fünf Jungs von Voidemolition (sprich: „void’molition“) ans Licht: Bei ihrer ersten Singleauskopplung des ersten Albums spricht die Remscheider Band offen das Thema Panikattacken an. „Whiteout“ ist am 12. März auf allen gängigen Streamingplattformen erschienen. Und auch das Album „Sanity“, das im Herbst Release feiern soll, beschäftigt sich mit der seelischen Gesundheit. „Etwas, das immer wichtiger wird“, sagt Leadsänger Dave Dannenberg. „Immer mehr Menschen leiden unter solchen Problemen.“ Gerade in Coronazeiten wird das sichtbar.

Bei Voidemolition trifft Lyrik auf brachiale Soundgewalt. Modern Metal nennt das Quintett seinen Stil. „Als sich die Band 2015 gegründet hat, waren wir noch ein recht zusammengewürfelter Haufen, der noch keine genaue Ahnung hatte, wo es hingehen sollte“, erzählt Dave Dannenberg. Die Besetzungen wechselten immer wieder. „Jeder dieser Wechsel hat die Band aber vorangebracht“, ist sich der Leadsänger sicher. Denn jeder habe seinen eigenen Stil miteingebracht.

Harte Gitarrenriffs, schnelle Beats, anregende Breakdowns treffen bei „The Void“ (die Leere), wie sie sich gern kurz nennen, auf gefühlvolle Melodien und tief gehende Texte. „Den Einfluss der frischen Rhythmusgitarre merkt man auch unserem Album an“, sagt Dannenberg. Neben Dominik Wietrzykowski (Schlagzeuger) ist er eines der beiden Gründungsmitglieder. Hinzu kommen Leadgitarrist Timo Gerhardt, Bassist Richard Hetze und Rhythmusgitarrist Björn Dröse, der erst 2020 dazugestoßen ist.

Aktuell sind die fünf in der heißen Phase der Albumproduktion. Die Hälfte für „Sanity“ ist schon im Kasten. Es sollen acht digitale Sounds über die schwierige Coronazeit und die innere Gefühlswelt werden. „Für die physische CD packen wir noch zwei Bonustracks obendrauf, um einen Reiz zu schaffen, sich auch mal wieder eine CD zu kaufen“, sagt Dannenberg. Gelabelt ist Voidemolition nicht, die Remscheider machen alles in Eigenregie. Das Schreiben und Aufnehmen läuft online: Die Band trifft sich im Videochat. Jeder der fünf geht zudem einzeln ins Kölner Studio von Pointbreak Recordings. Proben ist nicht. „Ich habe meinen Leadgitarristen jetzt seit Oktober nicht mehr gesehen“, bedauert der Leadsänger.

Dass das Album produziert werden kann, dafür haben die Remscheider Fans gesorgt. Sie spendeten bei einer Crowdfunding-Kampagne der Band vergangenes Jahr 4500 Euro. „Dafür sind wir echt dankbar.“ Nach „Whiteout“ soll es noch zwei weitere Singleauskopplungen von „Sanity“ geben, verrät Dave Dannenberg. Er schreibt die Songs gemeinsam mit den beiden Gitarristen, dann wird zu fünft fein geschliffen. Die Texte entspringen Dannenbergs Feder. „Ich muss mich immer erst mal in die Musik reinfühlen. Manchmal kommen mir aber auch Textideen, die ich dann sofort aufschreiben muss. Es ist wie ein Baukastensystem.“

Für den Album-Release haben sich die Remscheider übrigens namhafte Partner an Land gezogen: die Metal-Magazine „MoreCore“, „Festival-stalker“, „Hellfire“ und „EMP“. „Da sind wir sehr stolz drauf.“ Die erste EP „Arise“ erschien 2018, 2019 folgte die Single „Hate Me“. Mit dem Album „Sanity“ will die Modern-Metal-Band dann auf Tour gehen – hoffentlich 2022.

Ein Video über Voidemolition gibt es heute bei KuK: kuk-remscheid.de

„Kunst und Kultur in Remscheid“ sendete live aus dem Löf.

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