Hof Vieringhausen

Ohne Unterführung kein Zugang zu Arztpraxen und Apotheken

Um diese Unterführung kämpft der Landtagsabgeordnete Sven Wolf. Foto: Sven Schlickowey
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Um diese Unterführung in Hof Vieringhausen kämpft der Landtagsabgeordnete Sven Wolf.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf schreibt einen offenen Brief an die Bahn: Die Unterführung unter der S7 bei Hof Vieringhausen darf nicht geschlossen werden.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Sven Wolf sorgt sich um die Fußgängerunterführung Hof Vieringhausen. Aus zuverlässiger Quelle habe er erfahren, dass die Bahn darüber nachdenke, die Unterführung, über die oben die Bahnstrecke der S 7 führt, zu schließen, berichtet der SPD-Landtagsabgeordnete. Deswegen hat er sich mit einem offenen Brief an Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für NRW, gewandt.

„Bei der Unterführung handelt es sich um eine wichtige Wegeverbindung zwischen den Stadtteilen Vieringhausen, Kremenholl und Honsberg“, hat Wolf an Lübbebrink geschrieben. Würde sie geschlossen, bedeute das für viele Anwohner große Umwege. „Vor allem aufgrund der besonderen Topographie sind zwischen den Stadtteilen in den Talsenken die Querverbindungen auch unter den Bahnstrecken dringend erforderlich.“

Andernfalls fehle vor allem den Bewohnern, die östlich der Unterführung leben, ein fußläufiger Zugang zu Arztpraxen, Apotheken und anderen Einrichtungen der Nahversorgung in Vieringhausen, betont Sven Wolf: „Daher lehne ich eine Schließung dieser wichtigen Fußgängerunterführung ab und appelliere an Sie, dieses Vorhaben erneut zu prüfen und nicht umzusetzen.“

Ich vermute, als die gemerkt haben, wie kostspielig das wird, haben sie den Plan entwickelt, die Unterführung einfach zuzuschütten

Sven Wolf (SPD)

Die Deutsche Bahn AG bestätigt den Eingang des Briefes, will sich aber vorerst weiter nicht dazu äußern. „Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für NRW, Werner Lübberink, wird diesen offenen Brief auch zeitnah beantworten“, teilt Pressesprecher Dirk Pohlmann auf RGA-Anfrage mit. Dieser Antwort wolle man nicht vorgreifen. Zu den konkreten Plänen der Bahn mit der Unterführung gibt es ebenfalls keine Auskunft: „Auch hierzu muss ich um Geduld bitten“, schreibt Pohlmann.

Remscheid: Schließung der Unterführung brächte viele Nachteile

Auch Wolf kann derzeit nur über die Pläne der Bahn spekulieren. Sicher sei aber, dass eine Sanierung der Brücke samt Unterführung anstehe. Entsprechende Absprachen mit Anliegern habe es bereits gegeben. „Ich vermute, als die gemerkt haben, wie kostspielig das wird, haben sie den Plan entwickelt, die Unterführung einfach zuzuschütten“, sagt der SPD-Politiker. Zumindest habe es Anfragen an die Stadtverwaltung gegeben, die darauf hindeuten.

Was eine Schließung bedeuten würde, weiß auch David Schichel, Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Stadtrat. Er wäre als Anwohner direkt betroffen. Insbesondere der Zugang zum Öffentlichen Personennahverkehr würde sich dadurch extrem verschlechtern, sagt er: „Der Weg wäre dann rund doppelt so lang.“ Deswegen würden die Grünen das Thema nun auch bei der zuständigen Bezirksvertretung auf die Tagesordnung setzen.

Sven Wolf will erst einmal die Antwort der Bahn abwarten. „Wenn Herr Lübberink mir schreibt, dass eine Schließung nie geplant war und die Unterführung offen bleibt, ist ja alles gut.“ Andernfalls werde sich die Remscheider Politik erneut mit dem Thema beschäftigen. Viele Anwohner der Ortschaften seien bereits informiert.

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