Corona-Impfung

Viele Ärzte werden im Impfzentrum helfen

Dr. Bettina Stiel-Reifenrath versah mit Kollegen bereits den Dienst im Fieberzentrum, das der Krisenstab hatte aufbauen lassen. Foto: Axel Richter
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Dr. Bettina Stiel-Reifenrath versah mit Kollegen bereits den Dienst im Fieberzentrum, das der Krisenstab hatte aufbauen lassen.
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Die Feuerwehr baut das Impfzentrum auf – Nur Mediziner dürfen das Serum spritzen.

Von Axel Richter

Remscheid. Sie wird impfen. Natürlich wird sie das. Wie sie zu Beginn der Pandemie schon in der Fieberambulanz Dienst tat und die Remscheider auf Sars-CoV-2 testete, steht Dr. Bettina Stiel-Reifenrath, Hausärztin mit Praxis in Lennep und Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Remscheid, parat, wenn es ans Impfen geht. Sie und viele andere der annähernd 160 Mediziner in der Kassenärztlichen Vereinigung. „Die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen ist groß“, sagt Bettina Stiel-Reifenrath. „Ich bin deshalb ganz sicher, dass wir das personell gut hinbekommen.“

„Wir haben bisher ja auch geimpft.“
Dr. Bettina Stiel-Reifenrath, Kassenärztliche Vereinigung

Darauf wird es freilich ankommen, wenn das Impfzentrum in Reinshagen erst steht. Die Feuerwehr wird es aufbauen und auch den Transport des minus 70 Grad kalten Serums übernehmen. Doch nur Ärzte können und dürfen den erwärmten Impfstoff verabreichen. Also kommt es darauf an, dass in den kommenden Wochen und möglicherweise auch über Monate genug Mediziner dafür bereitstehen.

Die Ärzte samt eigenem Personal für die neue Aufgabe zu gewinnen und das Impfzentrum mit Leben zu füllen, ist Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung, die übrigens auch für die Ärzteversorgung in der Stadt zuständig ist. Bettina Stiel-Reifenrath setzt auf ihre Mitglieder – wohl wissend, dass sie wie sie selbst in ihrer Praxis auch eigene Patienten zu versorgen hat. „Wir werden sehr flexibel sein müssen“, sagt die Vorsitzende und ist froh, dass nach wie vor auch viele Kollegen parat stehen, die sich im Ruhestand befinden. Viele von ihnen helfen heute bereits im Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung oder auch im Corona-Drive-In für Firmenmitarbeiter auf dem Schützenplatz. Nun werden sie absehbar auch im neuen Impfzentrum gefragt sein.

Der Impfvorgang selbst stelle für die Berufspraktiker keine besondere Herausforderung dar, sagt Bettina Stiel-Reifenrath. „Wir haben bisher ja auch geimpft.“ Zum Beispiel gegen die Grippe. Mit Ausnahme, dass das Serum gegen Covid-19 in zwei Schritten verabreicht werden muss, gebe es keine Unterschiede. „Das geht tief in den Muskel des Oberarms,“ sagt die Ärztin. Allerdings müssen die Patienten anschließend noch zur Beobachtung vor Ort bleiben.

Der erhebliche logistische Aufwand, den die Impfung gegen Covid-19 mit sich bringt, bildet den Hintergrund für die Einrichtung eines eigenen Impfzentrums, das nun in Reinshagen entsteht. Wie lange es gebraucht wird, weiß niemand zu sagen. Allerdings geht Bettina Stiel-Reifenrath davon aus, dass sich die Impfungen mittelfristig in die Arztpraxen verlagern. „Dann entzerrt sich die Lage ohnehin.“

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