Rat entscheidet

VHS-Leiterin würde gern im Januar umziehen

Wird das zweite Obergeschoss in den Allee-Arkaden bald eine VHS-Dependance? Das entscheidet der Rat kommende Woche. Fotos: Roland Keusch
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Wird das zweite Obergeschoss in den Allee-Arkaden bald eine VHS-Dependance? Das entscheidet der Rat kommende Woche.

Raumnot in Hölterfeld und an der Bökerhöhe – Sprachkurse sollen künftig an der Alleestraße unterkommen.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Gedanklich sitzt Nicole Grüdl-Jakobs schon auf gepackten Koffern. Wenn es nach der Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums geht, zu dem auch die Volkshochschule (VHS) gehört, könnten die Sprach- und Weiterbildungsklassen bereits im Januar zur Alleestraße umziehen. Denn an den bisherigen Standorten, dem Weiterbildungskolleg an der Bökerhöhe und der ehemaligen Schule Hölterfeld, herrscht extreme Raumnot.

Bezirksbürgermeister Otto Mähler, Beatrice Schlieper und Karl Heinz Humpert (v. l.) lassen sich von Nicole Grüdl-Jakobs (2. v. l.) die Pläne zeigen.

Doch Nicole Grüdl-Jakobs entscheidet dies genauso wenig wie der Kulturausschuss, der sich am Montagabend die Räume in den Allee-Arkaden ansah. Das letzte Wort hat der Rat. Er entscheidet kommende Woche Donnerstag, 5. November, im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung, ob die Stadt die 1170-Quadratmeter-Etage in der Innenstadt für zehn Jahre anmieten darf. „Sollte der Entscheid positiv ausfallen, was ich sehr begrüßen würde, könnten wir dies auch in das neue VHS-Programm aufnehmen, das bald gedruckt wird“, erklärt Grüdl-Jakobs.

Für sie bietet der angedachte, neue Standorte gleich mehrere Vorteile. „Er ist zentral gelegen und gut erreichbar. Wir haben hier eine gute Wlan-Verbindung, die wir an der Bökerhöhe nicht haben. Und über den Aufzug wären die Unterrichtsräume barrierefrei erreichbar – was an der Bökerhöhe derzeit ebenfalls suboptimal ist.“ Und natürlich das ganze große Plus: mehr Platz. Denn viele der Teilnehmer, die überwiegend Frauen sind, könnten in den ehemaligen Räumen des Wirtschaftsinstituts Mentil-Naumann ihre Kinderwagen parken, es gäbe Ruheräume für die Kleinen, Toiletten, eine Küche, und einen großen Entspannungsraum. Gerade dieser Kursbereich wachse rasant.

Genauso wie die Sprach- und Weiterbildungskurse. Gerade in Coronazeiten hat sich die Situation noch einmal verschärft. Allein im Bereich der Integrations- und Sprachkurse hat sich die Zahl der Teilnehmer seit 2015 nahezu verdoppelt. An den bisherigen beiden Standorten müssen daher Kurse aufgeteilt oder begrenzt werden. 850 Kursteilnehmer könnten wöchentlich in der Alleestraße 13 unterrichtet werden und Prüfungen ablegen – mit Blick über die Einkaufsstraße oder hinten raus auf die gläserne Arkaden-Kuppel.

„Hier knallt aber im Sommer sicher die Sonne drauf“, befand Beatrice Schlieper (Grüne). Die Kulturpolitikerin machte sich gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Kulturausschusses am Montagnachmittag ein Bild von den Räumen. Der Ausschussvorsitzende, Karl Heinz Humpert (CDU), hat Bauchschmerzen, was die Deckenhöhe angeht. „Wir haben hier 2,30 Meter, in der Regel haben wir für Klassenräume 3 Meter. Das geht“, erklärte der städtische Gebäudemanager Thomas Judt.

Die Räume seien keine klassischen Schulräume, resümierte Humpert nach dem Rundgang, an dem auch Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD), ISG-Chef Ralf Wieber und Vertreter des Vermieters teilgenommen hatten. „Ich denke aber, diejenigen, die dort Kurse absolvieren, sind ja nicht den ganzen Vor- oder Nachmittag dort.“ Dass die Räume eine Verbesserung gegenüber der jetzigen VHS-Situation darstellten, sei unbestritten. „Ich bin nicht rundum begeistert von der Lösung. Abwägend würde ich aber sagen, es macht Sinn, dorthin umzuziehen.“ Innerhalb der Fraktion wolle man vor der Ratssitzung aber noch einmal beraten.

Aktuelle Lage

Am Weiterbildungskolleg Bökerhöhe werden die Lehrgänge zum Mittleren Schulabschluss abgehalten, in der ehemaligen Schule und Flüchtlingsunterkunft Hölterfeld die Integrations- und Sprachkurse. Zudem finden einige Sprachkurse zurzeit am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung statt.

Für die Raumprobleme der Volkshochschule (VHS) zeichnet sich eine Lösung ab. Sie könnte in der Alleestraße 13 liegen. Im zweiten Stock der Allee-Arkaden soll die Bildungseinrichtung ihre Sprachkurse und Weiterbildungsangebote ab November auf 1170 Quadratmeter unterbringen können. Die Stadt will das komplette Stockwerk für zehn Jahre anmieten.

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