Rathaus-Anbau

„Vereinigte Hüttenwerke“ verschwinden am Remscheider Rathaus

Die „Hüttenwerke“ stehen vor dem Abriss. Foto: Michael Schütz
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Die „Hüttenwerke“ stehen vor dem Abriss.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Der Abriss ist ein Vorbote für den geplanten Anbau.

Remscheid. Nostalgiefreunde sollten in den kommenden Wochen noch einmal einen Blick auf die „Vereinigten Hüttenwerke“ werfen, die sich seit Jahrzehnten hinter dem Remscheider Rathaus befinden: Die Garagen und Behelfsgebäude aus der Nachkriegszeit sollen verschwinden, erklärt Stadtdirektor Sven Wiertz.

Ihr Abriss ist der Vorbote für einen neuen Rathaustrakt. Der vorhandene Anbau, der energetisch alles andere als auf dem modernen Stand ist, soll durch ein zeitgemäßes Gebäude ersetzt werden, das denkmalkonform ans Rathaus angedockt wird. „Dazu suchen wir demnächst einen Totalunternehmer – so wie beim Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung am Hauptbahnhof“, kündigt Wiertz an. Dabei wird ein Festpreis auf der Grundlage eines Leistungskatalogs vereinbart, den der Betrieb zu erfüllen hat. „Er ist somit sehr daran interessiert, dass es nicht zu einer Kostensteigerung kommt“, nennt der Stadtdirektor den Vorteil für die Kommune, die vor einer Riesen-Investition steht.

Remscheid: Gesundheitsamt weist erhebliche Mängel auf

Über 20 Millionen Euro sollen in das Projekt fließen, mit dem die Verwaltung mehrere Aspekte unter einen Hut bringen will. Zum einen erhält die Feuerwehr einen neuen Standort in der Innenstadt und kann die Räumlichkeiten beim Roten Kreuz an der Alleestraße aufgeben, die für ihre Belange als nicht mehr zeitgemäß gelten. Zum anderen will die Stadt mit dem Anbau ihrem wachsenden Raumbedarf Rechnung tragen. Zudem ist es weiterhin denkbar, dass die Gesundheitsbehörde aus Hasten ins Zentrum zieht. Dazu wartet Wiertz aber noch auf Vorgaben aus Berlin – und zwar über den künftigen Personalbedarf, den es hier zu stillen gilt. „Mustergesundheitsamt“ heißt das Stichwort, wobei die Behörden deutschlandweit für die Zeit nach der Pandemie aufgestellt werden sollen.

Davon werde es dann auch abhängig sein, ob die Belegschaft im Anbau Platz finden kann. „Klar ist aber auch, dass es mit dem Gesundheitsamt so nicht weitergehen kann“, betont der Stadtdirektor. Einerseits sei das Gebäude zwar „architektonisch interessant“. Andererseits weise es erhebliche funktionale Mängel auf. „Es ist zum Beispiel nicht barrierefrei. Und das geht gar nicht“, fügt Wiertz hinzu.

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