Abriss

„Vereinigte Hüttenwerke“ am Rathaus sind Geschichte

Vorbote eines Großprojekts: Hinter dem Rathaus haben Bagger Garagen beseitigt. Hier soll ein neuer Anbau den bisherigen ersetzen. Foto: Roland Keusch 
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Vorbote eines Großprojekts: Hinter dem Rathaus haben Bagger Garagen beseitigt. Hier soll ein neuer Anbau den bisherigen ersetzen.
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    VonFrank Michalczak
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Am Rathaus erfolgt Abriss der Garagenlandschaft. Hier soll ein neuer Anbau entstehen.

Remscheid. Hinter dem Remscheider Rathaus können Passanten seit einigen Wochen beobachten, wie die „Vereinigten Hüttenwerke“ vom Erdboden verschwinden. Es heißt, Abschied nehmen von der betagten Garagenlandschaft und der „Villa Rohr“, wie das benachbarte Nebengebäude der Stadtverwaltung von den Mitarbeitern getauft wurde: „Weil sich dort früher einmal Teile des Tiefbauamtes mitsamt Lagerräumen befanden“, berichtet der städtische Gebäudemanager Thomas Judt, der den Abriss als Vorboten für ein Großprojekt bezeichnet. Es wird damit das Feld für den neuen Anbau bereitet, der ans Rathaus angedockt wird – und den bisherigen ersetzt.

Rund 30 Millionen Euro will die öffentliche Hand in den Gebäudetrakt investieren, der gleich mehrere Funktionen erfüllen soll. Zum einen ist eine zeitgemäße Rettungswache für die Feuerwehr geplant, die aktuell beim Roten Kreuz an der Alleestraße untergebracht ist. Zum anderen sollen Büroräume den Raumbedarf der Verwaltung stillen.

Für einen Umzug in den Anbau als bestens geeignet galt jahrelang das Gesundheitsamt in Hasten, dessen Räumlichkeiten längst nicht mehr den Anforderungen entsprechen. Doch dahinter steht nun ein Fragezeichen. So habe die Corona-Pandemie die Frage aufgeworfen, wie viel Personal und damit Platz die Gesundheitsbehörde in der Zukunft benötigt. „Und ob es nicht sinnvoller ist, das Amt so wie bisher separat unterzubringen – zum Beispiel, indem wir Räume anmieten, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sind“, erläutert Judt.

So wie beim Kolleg wird ein Totalunternehmer gesucht

Fest steht indes, dass die Stadtverwaltung einen Totalunternehmer für das Großprojekt gewinnen will, der sich aus einer Hand um Planung und Umsetzung kümmert – so wie beim neuen Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung am Hauptbahnhof. „Das ist ein Ratsbeschluss“, fügt Judt hinzu. Angesichts der finanziellen Dimension ist dazu eine europaweite Ausschreibung nötig.

Ein Vorteil: Der Betrieb bindet sich an den vertraglich vereinbarten Festpreis und hat somit auch Interesse, den Zeitplan einzuhalten. Über den Baufortschritt der Firma Ten Brinke, die demnächst Richtfest des Kollegs feiert, zeigt sich Judt bisher jedenfalls hochzufrieden.

Die Mission Rathausanbau erreiche demnächst das nächste Etappenziel: Der Bebauungsplan musste für das Projekt verändert werden und soll in einigen Wochen Rechtskraft entfalten.

Dann gehe es in die nächsten Planungsphasen und in die politischen Beratungen – sicherlich auch über die Zukunft des Gesundheitsamts, das so oder so neue Räumlichkeiten erhalten muss. Beim Zeitplan der Projektrealisierung will Judt noch nicht konkret werden. „Wir wollen aber die Ausschreibung so schnell wie nur möglich starten“, betont der Gebäudemanager.

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