Sportbund zieht eine Zwischenbilanz

Vereine in Remscheid modernisieren ihre Sportstätten

Der BV 1910 hat aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ 42 000 Euro erhalten, um damit an seiner Immobilie an der Neuenkamper Straße die Solaranlage auf dem Dach auszutauschen und außerdem die Duschen zu erneuern. Foto: Michael Schütz
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Der BV 1910 hat aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ 42 000 Euro erhalten, um damit an seiner Immobilie an der Neuenkamper Straße die Solaranlage auf dem Dach auszutauschen und außerdem die Duschen zu erneuern.
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Zwölf Anträge für Mittel aus dem Landesfördertopf sind gestellt.

Remscheid. Durch das Landesinvestitionsprogramm „Moderne Sportstätte 2022 stehen Remscheid 1,491 Millionen Euro zur Verfügung. Diese sind auf einem guten Weg, teilt Sportbund-Mitarbeiterin Martine Klein in einer Zwischenbilanz mit.

Wie viel Geld ist in dem Topf?

Insgesamt 300 Millionen Euro werden durch das bislang einzigartige Förderprogramm in NRW ausgeschüttet.

Wofür steht das Programm „Moderne Sportstätte 2022“?

Sportvereine können seit 1. Oktober 2019 über das Förderportal des Landessportbundes Zuschüsse für die Sanierung und Modernisierung ihrer Sportstätte beantragen, wenn der Verein Eigentümer der Anlage ist. Auch pachtende oder mietende Vereine können Anträge stellen, wenn sie als wirtschaftliche Träger zuständig für „Dach und Fach“ sind und einen Pachtvertrag zumindest über zehn Jahre haben.

Wer koordiniert die Anträge in Remscheid?

Um die berechtigten Vereine zu unterstützen, hat der Sportbund im zweiten Halbjahr 2019 unter der damaligen Leitung von Daniela Hannemann klare Kriterien zur Budgetverteilung aufgestellt.

Wie viele Anträge wurden seither gestellt?

Es wurden bislang zwölf Anträge bei der NRW-Bank gestellt, vier Anträge befinden sich zur Vorprüfung bei der Staatskanzlei, weitere drei Anträge werden mit Unterstützung des Sportbundes Remscheid vorbereitet.

Wer profitiert konkret?

Durch das Investitionspaket können in Remscheid 15 Sportvereine profitieren: BV 1910, Ehringhauser TV, Goldenberger TV, Hastener TV, Lenneper Schützenverein, LTG, Remscheider Schützenverein von 1816, Remscheider Segelyachtclub Bevertalsperre, RSV, RTV, Rot-Weiß Remscheid, Schützenverein Wildschütz Aue, TB Bergisch Born, Blau-Weiß Remscheid, Grün Weiß Lennep. Fast alle geförderten Vereine haben Vereinseigentum.

Müssen die Vereine einen Eigenanteil leisten?

Ja. Dieser liegt zwischen 15 und 50 Prozent der Fördersumme. Der Eigenanteil reduziert sich bei Vereinen, die ein Jugendschutzkonzept vorweisen können oder die durch den Umbau eine erhöhte Sicherheit in der Sportdurchführung vorweisen können, prozentual.

In was für Projekte wird die Förderung in Remscheid gesteckt?

In Dächer, Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden, Modernisierung von Sanitäranlagen, energetische Erneuerung (Heizung, Solar), elektronische Auswertanlagen oder behindertengerechten Umbau.

Sind die 1,491 Millionen Euro schon vergeben?

Nein, sind sie nicht. „Ein Puffer ist vorhanden. Wir wollen Vereine unterstützen können, die 2021 durch widrige Umstände in Schwierigkeiten geraten“, meint Martine Klein.

Wann ist Bewerbungsschluss für „Moderne Sportstätte“?

Spätestens bis 31. Januar 2022 müssen Anträge eingereicht werden.

Was sagt der Landessportbund zu dem Segen?

„Die Resonanz bestätigt meinen Eindruck, dass dieses Sonderprogramm von Beginn an als Glücksfall für den organisierten Sport einzustufen ist. Mit den 300 Millionen Euro können viele Sportstätten in einen optimalen Zustand versetzt werden, so dass unsere NRW-Sportvereine mit ihren umfassenden Angeboten für die Menschen vor Ort ein langfristiger Begleiter bleiben. Damit die Vereine die Gelder für überfällige Sanierungen nutzen, sind engagierte Stadtsportbünde sowie Kreissportbünde mit ihren Stadt- und Gemeindesportverbänden als starke Partner gefragt“, betont LSB-Präsident Stefan Klett.

Wer ist der konkrete Ansprechpartner vor Ort?

Vereine wenden sich beim Sportbund Remscheid, Jan-Wellem-Straße 29, an Martine Klein, Tel. 341 443; E-Mail: info@sportbund-remscheid.de

Vereine beflügeln

Aktive Entwicklung: Die 1,491 Millionen Euro aus dem Landestopf sollen in Remscheid diejenigen Vereine beflügeln, die seit Jahren über ihren Einsatz Immobilien für Vereinssportler geschaffen haben und diese bewirtschaften. Voraussetzung für eine Förderung machte 2019 die damalige Sportbund-Geschäftsführerin Daniela Hannemann deutlich, müsse eine „aktive Vereinsentwicklung“ sein. Soll heißen: Es muss erkennbar sein, dass sich die Clubs in der Vergangenheit für ihr Eigentum eingesetzt haben und ihre Gebäude und Anlagen in Zukunft pflegen wollen.

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