Interview der Woche

Interview: Was ist in nächster Zeit los in Remscheid?

Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2022 in Remscheid: Esskultour, Jubiläum Müngstener Brücke, Nacht der Kultur. Nur die Motorshow (unten rechts) hat in der alten Form keine Zukunft mehr.
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Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2022 in Remscheid: Esskultour, Jubiläum Müngstener Brücke, Nacht der Kultur. Nur die Motorshow (unten rechts) hat in der alten Form keine Zukunft mehr.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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Darauf kann sich Remscheid freuen: Stadtmarketing plant diverse Veranstaltungen.

Terminkalender raus: Inga Schumacher vom Stadtmarketing Remscheid verrät, welche Aktionen in nächster Zeit anstehen. Und welche es nicht mehr in der gewohnten Form geben wird. Abschied müssen die Remscheider etwa von der Motorshow in der gewohnten Form nehmen.

Frau Schumacher, Sie sind im Rathaus seit einigen Monaten unter anderem für das Stadtmarketing verantwortlich – und damit auch für Veranstaltungen unter der Regie Remscheids. Welche planen Sie denn für das zweite Halbjahr?
Inga Schumacher: Wir richten am 28. August den Familientag beim Jubiläum der Müngstener Brücke aus, die ja vor 125 Jahren eingeweiht wurde. Am Haus Müngsten beginnt das Programm um 11 Uhr. Vorgesehen sind Auftritte vom Durchsholzer Puppen- und Marionettentheater, Shows eines Seifenblasenkünstlers und diverse Aktionen der Interessengemeinschaft Wupper-Tells, die unter anderem Führungen bietet. Es gibt auch Touren auf den Brückensteig. Die Wuppertaler Feuerwehr zeigt Höhenrettung. Das sind aber nur Beispiele für die Aktionen, die Familien an diesem Tag geboten werden. Mit der Organisation unterstützen wir den Verein Welterbe Müngstener Brücke.
Und worauf kann sich Remscheid sonst noch freuen?
Schumacher: Bis zum 17. September läuft ja noch die Veranstaltungsreihe Remscheider Sommer mit vielen Auftritten und Aktionen im Stadtpark, zum Beispiel am 7. August Yoga im Park oder am 28. August ein Swing-Konzert der Birmingham Bigband. Vom 9 bis 11. September steht außerdem wieder das Park Food Festival an. Nicht zu vergessen – das Festival Viertelklang am 10. September, das diesmal vor allem am Markt und der Alten Bismarckstraße stattfindet. Am 29. Oktober ist die Nacht der Kultur und Kirchen vorgesehen.

Nacht der Kultur: Es gibt schon 50 Zusagen

Wie viele interessierte Gastgeber haben sich denn schon bei Ihnen gemeldet, die bei der Vaillant Nacht der Kultur und Kirchen mitmachen wollen? Können Sie Beispiele nennen?
Schumacher: Wir haben zahlreiche Vereine, Institutionen und Kirchengemeinden angeschrieben. Bei der Rückmeldung erhielten wir bislang 50 Zusagen. Darunter sind aber auch Hotspots, der Honsberger Verein Ins Blaue e.V. bietet zum Beispiel mehrere Aktionen. Aber auch St. Suitbertus, die Citykirche oder die IG Bergisch Erlebnis sind mit dabei, um nur einige Beispiele zu nennen. Es wird wieder viele Ausstellungen und auch Konzerte geben, unter anderem vom Frauenchor Lyra 1918 Remscheid, der eine Mitsingaktion starten möchte.
Wie sehr erschwert denn die Corona-Pandemie Ihre Planungen?
Schumacher: Wir haben die jeweiligen Veranstalter darüber informiert, dass Hygienekonzepte befolgt werden müssen, die Ende Oktober vorgeschrieben sind. Es ist ja aus jetziger Sicht nicht absehbar, wie sich die Pandemie bis dahin entwickelt und unter welchen Bedingungen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen stattfinden können. Ich sehe dem Ganzen mit eher beschränktem Optimismus entgegen.
Inga Schumacher vom Stadtmarketing Remscheid

Jobbörse am 1. Advent

Am 1. Advent soll es erstmals eine Jobbörse geben, die den Rahmen für den verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt bietet. Mit welchen Angeboten beteiligt sich die Stadt Remscheid daran?
Schumacher: Verkaufsoffene Sonntage werden grundsätzlich von den Marketingräten beantragt, die wir dabei unterstützen. Ich gehe davon aus, dass wir uns als Stadtverwaltung bestimmt an der Jobbörse beteiligen. Wir haben ja vielfältige Ausbildungsbereiche, die wir in diesem Rahmen vorstellen können – vom Forstbetrieb bis zur Veranstaltungstechnik. Wir sind ja losgelöst von den Bürotätigkeiten ein vielfältiger Arbeitgeber.
Wie sehen denn die Planungen für 2023 aus. Gibt es wieder eine Motorshow, bei der Autohäuser ihre Angebote auf der Alleestraße präsentieren, und die Esskult(o)ur der Gastronomie?
Schumacher: Die Motorshow als Veranstaltungsformat muss überarbeitet werden. Es macht einfach keinen Sinn mehr, Verbrenner auf der Alleestraße zu präsentieren. Stattdessen wollen wir auf Nachhaltigkeit setzen, auf Themen wie E-Bikes, E-Autos oder Wandern. Bei der Esskult(o)ur geht es darum, die Alleestraße mit Angeboten von Gastronomie-Unternehmen zu beleben. Wir wollen die Organisation dafür ausschreiben. Interessierte Event-Unternehmen können sich daran demnächst beteiligen.
Es wäre nicht die einzige Veranstaltung, bei der die Stadt auf Partnerunternehmen setzt. Wird es denn 2022 den Weihnachtstreff am Rathaus geben?
Schumacher: Davon gehe ich aus. Die Konzession des Betreibers läuft ja weiterhin. Und auch auf dem Schützenplatz ist in den kommenden Wochen und Monaten viel los – mit dem Event-Garten, der vielfältige Konzerte bietet, dem Winter-Circus oder auch dem Firmenlauf. Wir stehen den Veranstaltern als Ansprechpartner zur Seite.

Lennep: Wie groß sind die Chancen auf einen Feierabendmarkt?

Die Lenneper möchten gerne einen Feierabendmarkt. Wie groß sind die Chancen? Sehen Sie Interesse bei potenziellen Beschickern?
Schumacher: Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten bei dem Feierabendmarkt. Entweder liegt der Schwerpunkt darauf, in den Abendstunden Obst und Gemüse einzukaufen, was aber den üblichen Arbeitszeiten der Beschicker widerspricht. Oder der Akzent liegt auf einem kulinarischen Angebot für die Gäste. Wenn es dabei aber zu einer Konkurrenzsituation mit der Gastronomie kommt, birgt dies Konfliktstoff. Es gilt also, ein zusätzliches Angebot zu schaffen, ohne dass dadurch Konkurrenz entsteht. Und in diesem Spagat werden wir uns in den nächsten Monaten befinden, wenn wir uns über den Feierabendmarkt Gedanken machen.
An das Stadtmarketing werden viele Erwartungen geknüpft. Dabei arbeiten Sie auch noch als Wirtschaftsförderin und kümmern sich als stellvertretende Fachdienstleiterin zusätzlich um die Liegenschaften der Stadt. Bleibt für die Aufgabe denn genügend Zeit?
Schumacher: Ich habe ein spannendes Aufgabenfeld. Wir kümmern uns ja auch um die Vermietung des Schützenplatzes und um die Wochenmärkte, die ebenfalls Betreuung benötigen. Klar ist aber, dass das Zeitbudget sehr begrenzt ist.

Zur Person: Inga Schumacher

Die gebürtige Sauerländerin Inga Schumacher steht seit seit fünf Jahren im Dienste der Remscheider Stadtverwaltung, wo sie unter anderem in der Wirtschaftsförderung tätig ist. Die 41-jährige ist studierte Stadtplanerin und seit einigen Monaten auch für das Stadtmarketing zuständig.

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