Schilder werden abgerissen oder zerstört

Vandalismus stört die TBR-Schatzsuche

Sarah Knörr und Markus Wolff bei der Vorstellung der Schatzsuche im Mai. Inzwischen haben sie gut damit zu tun, die dafür notwendigen Schilder zu erneuern. Archivfoto: Michael Schütz
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Sarah Knörr und Markus Wolff bei der Vorstellung der Schatzsuche im Mai. Inzwischen haben sie gut damit zu tun, die dafür notwendigen Schilder zu erneuern. Archivfoto: Michael Schütz

Abgerissene und zerstörte Schilder.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Schatzsuche der Technischen Betriebe (TBR) ist erneut Opfer von Vandalismus geworden. „Schon das zweite oder dritte Mal“, wie Markus Wolff, Leiter des Stadtforstamtes, berichtet. Vor allem die Schilder, die zum Lösen der kleinen Rätsel gebraucht werden, würden häufig abgerissen oder zerstört.

Wirklich schocken könne ihn das nicht, sagt Wolff: „Darauf haben wir uns eingestellt.“ Und vorerst werde man die Schäden auch wieder beheben – damit alle Teilnehmer weiterhin die Chance haben, den Wunderwald zu finden. Geplant sei die Schatzsuche bis zum Ende der Sommerferien, so der Förster. „Es gibt auch Überlegungen, sie zu verlängern.“ Aber das hänge nicht zuletzt davon ab, ob es weiterhin Vandalismus gebe. „Irgendwann ist der Aufwand nicht mehr vertretbar.“

Die Aktion diene dazu, den Teilnehmern Wertschätzung im Umgang mit Umwelt und Natur zu vermitteln, sagt Markus Wolff. „Und das bleibt ja auch so.“ Ohnehin gehe er nicht davon aus, dass Schatzsuchen-Teilnehmer die Schilder zerstören. „Ich glaube auch nicht, dass da jemand gezielt die Schatzsuche torpedieren will.“ Vielmehr seien die Schilder vermutlich Opfer der inzwischen fast schon normalen Zerstörungswut einzelner geworden.

Mit Folgen für die Schatzsucher, wie Sarah Knörr von der zuständigen Agentur Bürger Albrecht Partner betont: Bei der Geo-Caching-Station in Reinshagen weise zum Beispiel ein Schild den Weg zum nächsten. „Fehlt eines, kommt man nicht weiter.“ Hilfe bot die Agentur deswegen zeitweise über die Facebook-Seite der Schatzsuche an. Zudem hätten sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützt, berichtet Sarah Knörr: „Die haben sich zusammengetan und gemeinsam gesucht.“ Das sei eine „schöne Wendung“ in dieser unschönen Angelegenheit.

Bei der Schatzsuche geht es darum, an zehn verschiedenen Stellen im Wald rund um Remscheid kleine Rätsel zu lösen und so die Koordinaten des Wunderwaldes zu ermitteln. Dieses Ziel der Suche sei bisher übrigens weitgehend von Vandalismus verschont geblieben, sagt Saran Knörr: „Da sammeln wir höchstens mal ein bisschen Müll ein.“ Wohl auch, weil er etwas versteckt liege.

Doch auch hier tut sich einiges: Der Wunderwald ist vollgestopft mit kleinen Kunstwerken, die Schülerinnen und Schüler für die Aktion geschaffen haben. „Da bekommen auch schon mal Dinge Beine“, sagt Knörr. Doch dass mal ein Bild oder ein anderes Werk verschwinde, sei gar nicht schlimm – auch weil ebenso regelmäßig neue auftauchen. „Es scheint fast so, dass einige Teilnehmer später noch mal wiederkommen, um zu sehen, was sich verändert hat, und dabei eigene Kunstwerke mitbringen.“ Voraussetzung ist allerdings, dass man den Wunderwald erst einmal findet.

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