Fußweg am Hohenhagen

Zerstörungswütige reißen Apfelbaum raus

Obstbaum am Hohenhagen am Wochenende rausgerissen: Das noch zarte, junge Gehölz muss nun ersetzt werden. Foto: SK
+
Obstbaum am Hohenhagen am Wochenende rausgerissen: Das noch zarte, junge Gehölz muss nun ersetzt werden.

Vor sechs Jahren wurden am Hohenhagen Apfelbäume gepflanzt. Nun wurden sie Opfer von Vandalismus.

Von Andreas Weber

Remscheid. Fast genau vor sechs Jahren griffen neun Vereine und Bezirksbürgermeister Stefan Grote zur Schaufel, um am Hohenhagen Pflanzungen vorzunehmen. Bäume mit alten Apfelsorten wurden in die Erde gebracht, die später zur Ernte für die Öffentlichkeit freigegeben wurden. Nun ist das Naturprojekt Zielscheibe von Zerstörungswütigen geworden. Am vergangenen Samstag kam ein erneuter Vorfall zur Anzeige. Eine Anwohnerin hatte den Schaden an dem bei Dunkelheit beleuchteten Fußweg, der vom Otto-Lilienthal-Weg zu dem großen Spielplatz Hohenhagen führt, bemerkt.

Offensichtlich war er in der Nacht davor angerichtet worden war. Ein junger Apfelbaum, der 2020 nach einer ähnlich sinnlosen Aktion gepflanzt worden war, wurde rausgerissen, ebenso bei einem anderen Obstgehölz das Stützkorsett aus Holz umgetreten. Monika Meurer, Mitglied der Bezirksvertretung Süd und ebenfalls Anwohnerin am Hohenhagen, wurde benachrichtigt und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Als erstes erhielt sie zu ihrem Erstaunen einen Rüffel. Denn Monika Meurer hatte in besagter Nacht zwar Zuhause eine Alarmsirene an der naheliegenden Sophie-Scholl-Gesamtschule gehört, aber nicht reagiert. In der Vergangenheit hatte es öfters geschrillt. „Stets habe ich die Polizei angerufen. Passiert ist manchmal nichts, mal ist eine Streife irgendwann viel später aufgetaucht.“ Nach diesen Erfahrungen hatte Meurer deshalb in der Nacht zu Samstag nicht zum Hörer gegriffen.

Hinter dem Umweltfrevel steckt mehr. Was am Hohenhagen oberhalb des Steinbruchgeländes an der Wiese und am Spielplatz nächtens regelmäßig passiere, sei wenig vertrauenserweckend, klagt Meurer. Denn dort rotten sich in den wärmeren Jahreszeiten meist jüngere Gruppen zum Gelage zusammen. Die Hinterlassenschaften finden am Tag danach die Spaziergänger. Auch Übergriffe soll es schon rund um den Spielplatz gegeben haben.

Problematik könnte ein Fall für die Bezirksvertretung werden

Mit ihrer Anzeige will Monika Meurer auch wachrütteln und Ordnungsamt wie Polizei sensibilisieren, ihre Kontrollen dort zu erhöhen. Das leidige Thema gehöre auch auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung Süd findet Meurer und ist sich darin mit ihrem SPD-Parteikollegen und BV-Vorsitzenden Stefan Grote einig. Monika Meurer ist sich sicher, dass der Hohenhagen kein Einzelfall ist: „Die Problematik, die wir hier erleben, werden die Anwohner der Grünanlage am Kuckuck mit Sicherheit auch kennen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Neueröffnungen setzen im Lüttringhauser Zentrum neue Impulse
Neueröffnungen setzen im Lüttringhauser Zentrum neue Impulse
Neueröffnungen setzen im Lüttringhauser Zentrum neue Impulse
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Einbrüche in Remscheid: Die Polizei sucht Zeugen
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Schockanruf: 87-Jährige übergibt 40.000 Euro
Pipersberg investiert mit neuem Gaszähler in digitale Zukunft
Pipersberg investiert mit neuem Gaszähler in digitale Zukunft
Pipersberg investiert mit neuem Gaszähler in digitale Zukunft

Kommentare