Woher stammt der Straßenname?

US-Kunde staunte: „Ibach ist älter als unsere Geschichte“

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Breitenbruch, früher auch Bri’edenbruoke genannt, ist eine alte Flurbezeichnung.

In Breitenbruch im Morsbach ist eine 1369 gegründete Werkzeugfabrik ansässig – Sie blieb immer in Familienhand.

Remscheid Morsbach. Der Breitenbruch zweigt von der Morsbachtalstraße ab und führt durch die gleichnamige Hofschaft. Breitenbruch, früher auch Bri’edenbruoke genannt, ist eine alte Flurbezeichnung, stellte Sarah Baldy bei ihren Recherchen im Stadtarchiv fest. Die Endung „-bruch“ bezeichnet ein sumpfiges Gebiet.

Der Morsbach fließt dort durch ein relativ breites Tal, welches früher mit Sumpfwald bewachsen war, schreibt Günther Schmidt in seinem zweiten Band zur Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid.

Noch heute ist im Breitenbruch die Werkzeugfabrik Fritz Ibach ansässig. „Die Firma ist älter als unsere ganze Geschichte“, soll ein amerikanischer Kunde beim Anblick des Stammbaums der Ibachs erstaunt festgestellt haben. Bis ins Jahr 1369 lassen sich die Wurzeln der bergischen Fabrikantenfamilie zurückverfolgen. Die Firma Ibach wurde 1469 von einem Urahn der heutigen Firma Fritz Ibach Messer- und Werkzeug GmbH zuerst als Wasserhammer im Morsbachtal gegründet.

Um 1800 wurde aus dem ehemaligen reinen Schmiedebetrieb langsam ein Fertigungsbetrieb und eine Sensen- und Messermanufaktur. Der mittlerweile von Fritz Ibach und seiner Frau geführte Betrieb wurde 1886 in das Handelsregister in Cronenberg eingetragen. Noch heute ist das Unternehmen in Familienhand und exportiert seine Messer und Werkzeuge weltweit.

Mundartdichterin kam in einem kleinen Fachwerkhaus zur Welt

Am 9. Oktober 1901 kam in einem kleinen bergischen Fachwerkhaus am Breitenbruch die spätere Mundartdichterin Else Schmidt zur Welt. In vielen ihrer zahlreichen Gedichte und Geschichten, verarbeitet Sie ihre glückliche Kindheit im Breitenbruch und die Liebe zu ihrer Bergischen Heimat. Im November 1981 wurde ihr für ihre Verdienste zum Erhalt der Remscheider Mundart der Rheinlandtaler verliehen. Hier ein Auszug aus ihren Werken, und zwar „Us Hüesken em Dal“:

„Ongen em Dal, an dr aelen Beek, stong en klien Hüesken em Blumenbleek. Die Wäng woren witt, on die Pöste schwatt, on die dren wohnden, kallden alles platt. Em Gaaden wor en Lauebe, met Desch on Bank, on öm die Lauebe wor Ruesengerank. En Neelschesbuem stong en dr Heeg, on Jesesblüemker blöehden am Weg. Dann wor’n noch en paar Äppel – on Pruemenbüem, söeg ech se doch noch iemol blühn. Küen ech noch iemol do dronger stonn, on mem Priekel en die Pruemen schlonn. On küen ech noch iemol, nur iemol noch, die Uehfieg spüeren, di’et dafüer goef!“. Else Schmidt starb am 28. April 1984. -AWe-

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