Kommunalwahl

An der Urne herrscht Maskenpflicht

Bei den Wahlen die Maske nicht vergessen, rät der städtische Koordinator Bernd Hoffmann.Archivfoto: Michael Sieber
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Bei den Wahlen die Maske nicht vergessen, rät der städtische Koordinator Bernd Hoffmann.

Bei der Kommunalwahl gibt es strenge Hygienebestimmungen.

Von Frank Michalczak

Remscheid. Die Kommunalwahlen am 13. September stehen ganz im Zeichen von Schutzmaßnahmen vor dem Corona-Virus. Wie Wahlkoordinator Bernd Hoffmann berichtet, schafft die Stadt Remscheid für alle 54 Wahllokale Plexiglasscheiben an. „Diese werden auf den Tischen der Wahlhelfer platziert und trennen sie von den Wählern“, berichtet Hoffmann.

Und nicht nur das: Die ehrenamtlichen Mitstreiter erhalten neben einem Hygiene-Set mit Tüchern und Desinfektionsmitteln ein Gesichtsvisier, das sie während ihres Einsatzes tragen müssen. Rund 500 Exemplare, ebenfalls aus Plexiglas, muss die Verwaltung kaufen. „Das alles zieht einen beträchtlichen finanziellen Aufwand nach sich“, sagt Hoffmann. „Aber wir wollen eben alles tun, um die Menschen zu schützen.“

Die Corona-Pandemie scheint dafür zu sorgen, dass insbesondere ältere Menschen nicht mehr als Wahlhelfer zur Verfügung stehen. Schon bei den letzten Urnengängen war die Zahl der Ehrenamtler auf Kante genäht.

Nun aber zeichnet sich ein größerer Engpass ab. „Wir suchen händeringend Interessenten“, berichtet der Wahlkoordinator. Sechs Helfer werden pro Wahllokal benötigt, die sich die Arbeit in zwei Schichten einteilen können.

Genereller Dienstbeginn ist um 7.30 Uhr, also 30 Minuten vor Öffnung. Danach nimmt das erste dreiköpfige Team bis zum Mittag seine Arbeit auf, das zweite ist bis zum Abend an der Reihe. Um 18 Uhr müssen alle zur Stelle sein, um die Stimmen auszuzählen. Für den Einsatz gibt es eine Pauschale ab 40 Euro, Wahlvorsteher erhalten 60 Euro. Diese sollten sich aber mit Ausfüllen der umfangreichen Zahlen-Dokumentation auskennen und bereits Erfahrungen mitbringen. Zu den Wahllokalen gesellen sich 16 Briefwahlbezirke, die ebenfalls ausgezählt werden müssen.

Auch die Wähler sollten am 13. September einiges beachten. „Vor allem an die Maske denken“, empfiehlt Hoffmann. Wer möchte, kann für den Stimmzettel bei der OB-Wahl, der Wahl zum Stadtrat und der Bezirksvertretung einen eigenen Kugelschreiber mitbringen. „Nur keinen Bleistift. Da ließe sich das Kreuzchen ja ausradieren“, nennt der Wahlkoordinator eine weitere Spielregel.

Zudem müssen sich die Wähler auf längere Wartezeiten vor der Eingangstür einstellen – wegen des Abstandsgebots in den Gebäuden. Einige stehen übrigens wegen Corona nicht zur Verfügung – unter anderem das Sana-Klinikum.

Remscheid: Bei einer Stichwahl muss die Stadt zusätzliche Gesichtsvisiere kaufen

Gut möglich, dass die Verwaltung nach dem 13. September weitere Plexiglas-Visiere anschaffen muss, die in den Besitz der Helfer übergehen werden. Dann nämlich, wenn es 14 Tage später zu einer zweiten Runde bei den OB-Wahlen kommen sollte. Dies wäre der Fall, wenn kein Kandidat die absolute Mehrheit erhält. So viel steht fest: Die Kommunalwahlen werden 2020 wegen Corona teurer als üblich.

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