Freizeit-Paradies

Im Unternehmer wird das Kind geweckt

Im Bällebad: (v.l.) Sabine Domgörgen, Uwe Steinweh, Diana Walther, Sebastian Presse. Foto: Michael Schütz
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Im Bällebad: (v.l.) Sabine Domgörgen, Uwe Steinweh, Diana Walther, Sebastian Presse.

Bundesverband der Mittelständler im Bergischen lud zum zwanglosen Austausch ins Hugodrom ein.

Von Andreas Weber

Remscheid. Erwachsene Menschen im Freizeit-Paradies beim Tischtennis, Kickern, auf dem Trampolin, im Fußball-Court, auf der Hüpfburg, auf der Rutsche oder im Scooter. Die Regionalvereinigung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) erweckte Donnerstagabend das Kind im Unternehmer. Beim ersten Netzwerk-Treffen nach der corona-bedingten Zwangspause hatte Uwe Steinweh an die Quelle eingeladen, wo Action, Spaß und Bewegung zum Programm gehören.

Im Hugodrom fand der zwanglose Austausch mit 18 Gästen statt. Das Industriegebiet im Jägerwald war nicht zufällig ausgewählt worden. Das Traditionsunternehmen Hudora, vergangenes Jahr 100 Jahre alt geworden, ist ein sehr junges Mitglied im BVMW, dem größten branchenübergreifenden Unternehmerverband in Deutschland, der im Bergischen 738 Mitglieder zählt.

„Wir sind happy, dass wir uns langsam an Präsenzveranstaltungen herantasten.“ 

Uwe Steinweh, BVMW-Repräsentant

Sabine Domgörgen, Executive Director in dem von Dr. Maximilian Dornseif in vierter Generation geführten Familienunternehmen, zieht Parallelen zwischen dem BVMW und ihrem Arbeitgeber. „Der Austausch auf Verbandsebene steht für Lebendigkeit, Umtriebigkeit und ein bisschen Verrücktheit im positiven Sinne. Das sind Attribute, die zu unserer Firmenphilosophie passen.“ Über den Verband will Hudora seine Kontakte intensivieren. Mit Marketing-Manager Sebastian Presse stellte Domgörgen das im August 1919 von Hugo Dornseif als Schlittschuhfabrik gegründete Unternehmen vor. Ein Herzstück für die Öffentlichkeit und speziell Familien ist der Indoor Action Park, eröffnet 2017 in einer 2400 Quadratmeter großen Halle neben dem Verwaltungsgebäude, in der vorher Laden und Lager waren.

Die Idee der Geschäftsführung, etwas außerhalb der gängigen Kinderparadiese auf die Beine zu stellen, hat sich bewährt. Zurzeit erlauben die Hygiene-Vorschriften nur vorab gebuchte Kindergeburtstagsfeiern. Insgesamt sieht Hudora Potenzial für einen Ausbau. Der wäre in der Halle nur auf einer zweiten Ebene möglich. Wie in Mechernich, wo der Anbieter von Freizeit- und Sportartikeln im September 2019 eine zweite Halle in einer ehemaligen Großraumdisco eröffnete. Dort beherbergt diese zweite Ebene eine Rollschuhbahn. „Momentan ist das für Remscheid nicht mehr als eine Überlegung, ein Traum“, erklärte Domgörgen.

Uwe Steinweh räumte einleitend ein, wie groß das Bedürfnis nach persönlichen Treffen nach Monaten der Distanz sei: „Wir sind happy, dass wir uns langsam herantasten an Präsenzveranstaltungen. Wir spüren die Dynamik.“ Der Solinger, der 26 Jahre für eine Großbank arbeitete, bevor er sich vor 12 Jahren selbstständig machte, ist freiberuflich als Coach, Speaker und Netzwerker unterwegs. Ein festes Standbein hat er beim Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft mit seinen über 2000 Unternehmen. Steinweh ist einer von 300 Repräsentanten bundesweit, die die Hauptaufgaben des BVMW ankurbeln. Zum einen die Lobbyarbeit, zum anderen die Vernetzung. In normalen Jahren bringt es der BVMW auf über 2000 Veranstaltungen, 2020 sieht dies zwar anders aus, aber, betont Uwe Steinweh: „C-Zeiten sind B-Zeiten.“

Soll heißen: Corona ermöglicht es, die Beziehungen in der Geschäftswelt untereinander zu vertiefen. Das geschah Donnerstagabend neben der Action an den Spielgeräten auch auf der Empore des Hugodroms bei Häppchen, Getränken und einem Vortrag von Diana Walther (BVMW) über Zeitmanagement. Die Wuppertalerin vermittelte den Zuhörern einen Eindruck, wie man kostbare Zeit im Berufsalltag gewinnt, Nebensächliches delegiert. So könnten Träume in Erfüllung gehen. Bei Diana Walther ist das eine Ranger-Ausbildung im südafrikanischen Staat Botswana. Eine Reise, die sie im September 2021 antreten will – und gebucht hat.

Bundesverband

Wer Mitglied im BVMW werden will, wende sich an den Leiter des Kreisverbandes, den Solinger Uwe Steinweh (Mail: uwe.steinweh@bvmw.de; Internet: www. bvmw.de/bergische-region). Mittelstand wird großzügig interpretiert: „Das können Firmen mit 5, aber auch über 1000 Mitarbeitern sein“, sagt Steinweh.

Zu seinem ersten Geburtstag schenkte sich das Hugodrom einen satten Umbau.

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