Pandemie

Unter 1950 Injektionen gibt es eine Reaktion

Guido Eul-Jordan (r.), hier bei der Vorstellung des Impfzentrums, erwartet ab dem 8. Februar 465 Dosen pro Woche. Foto: Michael Schütz
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Guido Eul-Jordan (r.), hier bei der Vorstellung des Impfzentrums, erwartet ab dem 8. Februar 465 Dosen pro Woche.
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Krisenstab: Impfbereitschaft unter Pflegekräften steigt – Stadt richtet Shuttlebus ein.

Von Axel Richter

Remscheid. Die Heimleiter appellierten an die besondere Verantwortung ihrer Mitarbeiter, die Impfteams versuchten, Bedenken zu zerstreuen. Dennoch zeigten sich zu Beginn der Impfkampagne ausgerechnet unter den Pflegekräften, die täglich mit alten Menschen zu tun haben, einige nicht bereit, sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Doch das ändere sich gerade, sagt Guido Eul-Jordan.

Der Amtsleiter der Feuerwehr Remscheid, der für das neu errichtete Impfzentrum und den Einsatz der Impfteams in den Alten- und Pflegeheimen verantwortlich zeichnet, beobachtet ein Umdenken. „Zahlreiche Pflegekräfte, die sich bei unserem ersten Besuch nicht impfen lassen wollten, haben bei unserem zweiten Besuch der Impfung zugestimmt“, berichtet er. Das habe mutmaßlich auch damit zu tun, dass die Kollegen, die sich direkt hatten impfen lassen, keine Nebenwirkungen gezeigt haben.

Tatsächlich wurde unter den 1950 Remscheidern, die den Impfstoff der Firmen Biontech/ Pfizer bislang empfangen haben, nur eine Reaktion bekannt. Der Impfling zeigte eine leichte Rötung der Haut. Spätere Reaktionen sind nicht ausgeschlossen – wie bei jedem Medikament.

„Wir haben alles verimpft, was wir bekommen haben“, sagt Eul-Jordan: „Jeden einzelnen Tropfen.“ Nun soll es am 8. Februar damit weitergehen und das Impfzentrum in der Sporthalle West, das seit dem 15. Dezember bereitsteht, endlich seinen Betrieb aufnehmen. Wie berichtet, erwartet Eul-Jordan dazu 465 Impfdosen pro Woche und 112 weitere Dosen für die Mitarbeiter der Rettungsdienste und der ambulanten Pflegedienste.

„Wir haben alles verimpft. Jeden einzelnen Tropfen.“
Guido Eul-Jordan, Feuerwehr

Ins Impfzentrum im Stadtteil Reinshagen, Wallburgstraße 29, werden zunächst die rund 8300 Remscheiderinnen und Remscheider über 80 Jahre gerufen. Sie sollten spätestens am Samstag einen Brief von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in der Post haben. Ab Montag, 25. Januar, können sie unter Tel. 0800 116 117 01 oder im Internet unter www.116117.de einen Impftermin vereinbaren. Danach erhalten sie einen weiteren Brief mit Unterlagen, die für die Impfung mitzubringen sind.

Die Stadt weist darauf hin, dass an der Sporthalle West ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Für alle Impflinge, die nicht mit dem Auto kommen, bietet sich die Buslinie 654 an. Die Haltestelle Ohler liegt circa zehn Gehminuten entfernt. Zudem richtet sie ab dem Bahnhof Güldenwerth, der von den Buslinien 654, 658 und der S 7 angesteuert wird einen kostenlosen Shuttlebus ein. Er fährt im 20-Minuten-Takt zum Impfzentrum und zurück.

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