Talent Company an der Sophie-Scholl

Uni hilft Schülern bei der Studienwahl

Klaus Haberstroh, Schulleiter Michael Pötters, Tatjana Predota (alle Gesamtschule), Dr. Christine Hummel und Diana Bartnik (beide Zentrale Studienberatung) und Schülersprecherin Belinda Tillmanns (v.l.) freuen sich auf die neue Zusammenarbeit. Foto: Alexandra Dulinski
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Klaus Haberstroh, Schulleiter Michael Pötters, Tatjana Predota (alle Gesamtschule), Dr. Christine Hummel und Diana Bartnik (beide Zentrale Studienberatung) und Schülersprecherin Belinda Tillmanns (v.l.) freuen sich auf die neue Zusammenarbeit.

Angehende Abiturienten können in das Campusleben hineinschnuppern.

Von Alexandra Dulinski

Remscheid. Wie es nach dem Abitur weitergeht, ist für viele Schüler oft unklar. Hilfe, einen passenden Studiengang zu finden, bietet nun die Zentrale Studienberatung (ZSB) der Universität Wuppertal. Sie zieht in die Talent Company der Sophie-Scholl-Gesamtschule ein und steht den Schülern mit Rat und Tat sowie Informationsangeboten zur Seite.

„Wir wollen frühzeitig anfangen, zu Studienmöglichkeiten zu beraten“, sagt Dr. Christine Hummel, Leiterin der ZSB. Schüler sollen unabhängig von Familie und Freunden ihre Berufs- beziehungsweise Studienwahl treffen. Auch möchte die ZSB verhindern, dass den Schülern die Zeit davon läuft, wenn es für Studienfächer zusätzliche Zugangsvoraussetzungen gibt.

Angedockt werden sollen erste Informationen an Infoabenden in der Einführungsphase (EF), wenn es um die Oberstufen- und Leistungskurswahlen geht. „Die Eltern sollen mit abgeholt werden“, sagt Studienberaterin Diana Bartnik.

An fünf Tagen können Schüler der Q1 Uniluft schnuppern

An fünf Praxistagen vor Ort in der Uni Wuppertal können die Schüler der Jahrgangsstufe Q1 im April/Mai die Fächer an der Hochschule erleben, in Vorlesungen hineinschnuppern und das Campusleben kennenlernen. Denn eine Deutschstunde unterscheide sich stark von einer Germanistikvorlesung, sagt Christine Hummel. „Wir müssen eine gute Passung herstellen, um eine Enttäuschung zu Studienbeginn zu minimieren“, erklärt sie.

Seien viele Fächer aus der Schule bekannt, hätten Schüler von Studiengängen wie Medizin oder Ingenieurwissenschaften nur eine grobe Idee. Wichtig sei bei den Praxistagen aber auch, die Uni einfach mal kennenzulernen – in der Mensa zu essen, in der Bibliothek zu sitzen. Bei der Wahl ihrer Vorlesungen können die Schüler frei entscheiden. „Das ist ja auch eine Erfahrung“, sagt Bartnik. „Die Uni ist nicht so vorstrukturiert wie die Schule. Das hat viel mit Selbstdisziplin zu tun. Das stellt manche Schüler eventuell vor Schwierigkeiten.“

Manche würden dann merken, dass die Fächer nicht so sind, wie sie sie sich vorgestellt hätten und dass ihnen eine Ausbildung besser liegen könnte. „Ganz viele schwimmen dann. Da sind orientierende Einzelgespräche ganz wichtig“, weiß Diana Bartnik.

Studienberater kommen in die Schule

Weil viele Schüler aber auch Berührungsängste hätten, kommen die Studienberater in die Schule, um im gewohnten Umfeld Tipps zu geben. „Kollegen können auch Dozenten in ihre Kurse einladen und sie etwas über ihr Fach erzählen lassen“, erklärt Tatjana Predota, Studien- und Berufskoordinatorin der Gesamtschule. In sogenannten Entscheidungstrainings können Schüler an der Uni lernen, wie sie eine solche wichtige Entscheidung treffen können, aber auch wie ein Plan B aussehen kann. Gerade nach der Corona-Zeit seien viele Schulabgänger unsicher, was sie nach dem Abschluss machen wollen.

„Ich glaube, dass das Angebot sehr vielen helfen wird“, sagt Schülersprecherin Belinda Tillmanns. Sie bemerke unter ihren Mitschülern zwei Extreme: Die einen, die genau wissen, was sie wollen, und die, die überhaupt keinen Plan für die Zeit nach dem Abschluss haben. Die Praxistage werden helfen, den eigenen Horizont zu erweitern. „Wir bekommen Sachen gezeigt, die wir nie in Erwägung gezogen hätten“, sagt sie.

Hintergrund

Am Freitag wurde der Vertrag zwischen der Sophie-Scholl-Gesamtschule und der Uni Wuppertal unterschrieben. Geplant war die Kooperation schon für 2020, die Pandemie kam dazwischen.

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