Landtagswahl 2022

Umfrage zur Wahl NRW: „Das ist die Freiheit, die wir uns nehmen dürfen“

Tobias und Jennifer Rottsieper wählten in der GGS Hasten. Ihnen sind die Themen Klimaschutz und Bildung wichtig.
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Tobias und Jennifer Rottsieper wählten in der GGS Hasten. Ihnen sind die Themen Klimaschutz und Bildung wichtig.

Der RGA besuchte einige Wahllokal und fragte, was sich die Remscheider von ihrem Votum erhoffen

Von Sabine Naber

Remscheid. Am Wahlsonntag konnten rund 13 Millionen Berechtigte in Nordrhein-Westfalen über die neue Landesregierung entscheiden. In Remscheid in einem der mehr als 50 Wahllokale, oder schon früher per Briefwahl.

Alle Ergebnisse finden Sie live in unserem Ergebnis-Ticker.

In der Stadtküche in Lennep war es am Vormittag noch eher ruhig. „Bei dem schönen Wetter kommen die Leute meist erst nachmittags“, weiß der stellvertretende Wahlleiter Hans-Werner Walraff aus Erfahrung. Pierre Kaßeböhmer, der seinen Sohn mitgebracht und seinen Wahlzettel gerade eingeworfen hat, erzählt, dass er wählen gehe, weil ihm die Demokratie sehr wichtig sei. Auf die Frage, was er sich von den nächsten fünf Jahren erhoffe, antwortet er: „Ich wünsche es mir basisdemokratischer. Man sollte die Bürger beteiligen, damit sich mal wirklich was verändert.“

Auch für das Ehepaar Renate und Bernhard Schmid ist es „eine Selbstverständlichkeit“, zur Wahl zu gehen. „Das ist die Freiheit, die wir uns nehmen dürfen“, sagt Bernhard Schmid und wünscht sich, dass zukünftig das Soziale ganz vorne steht. Seine Frau denkt an den Krieg in der Ukraine: „Da muss es aufhören, da soll es Frieden geben.“

Bodo Ressing möchte, dass der Wohlstand verteidigt wird

Im Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung an der Stuttgarter Straße wurde die Turnhalle zum Wahllokal umfunktioniert. Bodo Ressing sieht es als seine Bürgerpflicht an, wählen zu gehen. „Wenn wir eine Demokratie wollen, dann müssen wir auch wählen gehen. Denn die Politiker sollen schließlich unsere Stimme sein.“ Er wünscht sich für die kommende Zeit eine gewisse Stabilität, und dass wir nicht abgleiten an extreme Ränder. „Ich gehöre zu der Generation, die den Wohlstand mit aufgebaut hat. Er soll gesichert sein, nicht aufgegeben werden. Ihn gilt es zu verteidigen“, sagt er.

„Ein bisschen Verbesserung in Nordrhein-Westfalen“, verspricht sich Josef Tappe durch die Wahl. „Wir sollten an die Umwelt denken, dafür etwas tun. Denn unsere Kinder und Enkel sollen ja auch noch etwas davon haben“, baut er darauf, dass sich die Politik intensiv mit erneuerbaren Energien beschäftigt.

In der Grundschule Hasten – auch hier wird in der Turnhalle gewählt – treffen wir das Ehepaar Marion und Michael Birker. Beide gehen zur Wahl, weil so Verantwortung für das Land übernommen werde und man mitbestimmen könne. „Ich wünsche mir, dass es möglichst sicher weitergeht. Und dass in den kommenden Jahren etwas für die Schulen getan wird. Wir haben inzwischen Enkelkinder, auch an sie muss man denken“, sagt Marion Birker.

Ihr Mann erhofft sich eine stabile Regierung in diesen Krisenzeiten, eine demokratische Kraft. „Meine drei Themen sind Schule und Bildung, bezahlbarer Wohnraum, vor allem in den Großstädten, und die Erneuerung der Infrastruktur“, zählt er die Arbeitsfelder der Politik auf.

Gleich mit der ganzen Familie ist Tobias Rottsieper ins Wahllokal gekommen. „Da sehen die Kinder doch auch gleich, wie wichtig es ist, seine Stimme abzugeben“, macht er deutlich und bedauert, dass die Wahlbeteiligung erwartungsgemäß nur bei 60 Prozent liege.

Für Tobias Rottsieper muss die neu gewählte Regierung vor allem in Richtung erneuerbare Energien gehen. „Durch die Flut im vergangenen Jahr, bei der die Großeltern zu den Betroffenen zählten, ist das einmal mehr sichtbarer geworden. Keiner will aus seiner Heimat fliehen müssen, sich durchs Wetter vertreiben lassen“, sagt er.

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