Die große Nachhaltigkeitsserie

Natürlich nachhaltig: Mülltrennung und -vermeidung steht bei den Remscheidern an oberster Stelle

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Der RGA hat sich in der Innenstadt umgehört: So nachhaltig leben die Menschen in Remscheid.

Von Katharina Birkenbeul

Wer an Nachhaltigkeit denkt, denkt zunächst an weniger Verkehr, Solarstrom oder Bio-Lebensmittel. Nicht so die Remscheider. Bei ihnen stehen Mülltrennung und Müllvermeidung an oberster Stelle für ein nachhaltigeres Leben.

Eva Becker (84) kauft Kartoffeln auf dem Markt.

„Wir haben uns gerade über Klimaschutz unterhalten“, sagen Eva und Jana-Marie Becker auf die Frage, wie nachhaltig sie in ihrem Alltag leben. Eva Becker (84) ist besonders wichtig, den Müll zu trennen. Außerdem kauft sie Kartoffeln auf dem Markt ein.

Für Jana-Marie Becker (18) ist Klimaschutz das Thema ihrer Zukunft.

„Für mich ist Nachhaltigkeit schon wichtig, es geht dabei um meine Zukunft“, weiß auch Jana-Marie Becker. Die 18-Jährige möchte neben Müllvermeidung und dem Kauf regionaler Produkte besonders darauf achten, woher ihre Kleidung kommt, die sie beispielsweise im Internet bestellt. „Ich war auch schon einmal im Second-Hand-Laden einkaufen.“

Dicker anziehen, statt Heizen: So umweltbewusst leben die Remscheider

Mohamed Hasan Amin (20) möchte Müll auf den Straßen verringern.

Wenig Müll zu produzieren steht auch für Mohamed Hasan Amin an oberster Stelle. „Wenn wir eine gute Welt wollen, müssen wir auch darauf achten, wie wir mit der Natur umgehen. Ich helfe beim Müllaufsammeln auf der Alleestraße und bin immer bereit, überall dabei zu helfen“, sagt der 20-Jährige mit voller Überzeugung, der auch so häufig wie möglich zu Fuß geht.

Auch für Jürgen Uellenberg ist das Thema Umweltschutz ein Wichtiges. „Ich achte besonders auf Müllvermeidung und Mülltrennung“, sagt der 62-Jährige. Wo es geht, nimmt er keine Verpackungen mehr aus dem Supermarkt mit nach Hause: „Bei der Milch lassen wir die Verpackung allerdings drum“, sagt er lachend. Auf das Auto sei er leider angewiesen, da er nicht in der Stadt wohnt, in der er arbeitet: „Da wäre es gut, wenn der ÖPNV besser ausgebaut wäre“, appelliert er an die Politik.

Jürgen Uellenberg (62) geht ohne Verpackungen aus dem Supermarkt.

Darauf, ohne Verpackung einzukaufen, achtet auch eine Remscheiderin, die ungenannt bleiben möchte. „Ich kaufe auch in großen Mengen ein, damit dort, wo Verpackungen notwendig sind, weniger Müll entsteht“, sagt sie. Zudem fährt sie ein Elektroauto und versucht, weniger zu heizen: „Ich tue das, was ich kann, das wäre für viele möglich. Einfach im Winter dicker anziehen ist nicht schwer. Alle reden immer davon, dass die Politik was ändern soll, aber bei persönlichen Grenzen hört es für die Menschen auf“, fällt ihr auf.

Peter Moeselaken (44) würde gerne mehr mit dem Fahrrad fahren.

Peter Moeselaken möchte noch mehr für die Umwelt tun, als er bereits unternimmt. Der 44-jährige legt viele Strecken mit dem Fahrrad oder dem Bus zurück. „Ich würde gerne mehr mit dem Fahrrad fahren, aber meine Arbeit liegt im Tal, da ist der Rückweg mit dem Fahrrad schwierig“, erklärt er und fängt direkt an, über eine andere Alternative nachzudenken: „Fahrgemeinschaften wären vielleicht eine Idee.“

Serie

In der Serie „Natürlich nachhaltig“ beleuchten wir das Umweltbewusstsein der Menschen in Solingen. Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit? Leben Sie nachhaltig und umweltbewusst? Schreiben Sie uns ihre Herangehensweise an das Thema. Per Mail an redaktion@solinger-tageblatt.de

Alle Teile der großen Nachhaltigkeitsserie lesen Sie hier.

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