Shops durchgehend zu erreichen

Umbau im Allee-Center: Gearbeitet wird vor allem nachts

Im Untergeschoss sind die Umbauarbeiten weit fortgeschritten, hier kann man sehen, wie das Allee-Center in Zukunft aussehen wird. Im Erdgeschoss haben die Fliesenleger den ersten von sechs Teilbereichen in Angriff genommen.
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Im Untergeschoss sind die Umbauarbeiten weit fortgeschritten, hier kann man sehen, wie das Allee-Center in Zukunft aussehen wird. Im Erdgeschoss haben die Fliesenleger den ersten von sechs Teilbereichen in Angriff genommen.

Der Umbau schreitet voran. Ein interner Umzug und weitere Neueröffnungen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Der Umbau des Allee-Centers schreitet gut sichtbar voran, hat inzwischen das Erdgeschoss erreicht. Parallel zu den optischen Veränderungen wird es in den kommenden Wochen und Monaten auch Veränderungen bei den Geschäften geben, es stehen einige Neueröffnungen und ein Umzug innerhalb des Centers an. Derweil berichtet Centermanager Nelson Vlijt von Gesprächen mit möglichen neuen Mietern. Gesucht wird unter anderem ein Ersatz für Esprit und s.Oliver.

Wie sich das Einkaufszentrum in Zukunft präsentieren wird, das kann man bereits im Untergeschoss sehen. „Da sind wir mit den großen Themen fertig“, sagt der Centermanager über den Bereich vor dem Aldi-Eingang. Erledigt werden müssten dort nun nur noch Kleinigkeiten, darunter das neue Beschilderungskonzept, das nicht nur durchs Center führen soll, sondern auch auf Ziele in der Umgebung wie den Busbahnhof die Alleestraße oder das Theater hinweisen wird. „Weil wir ein Teil der Innenstadt sind“, wie Vlijt sagt.

Eine Etage höher haben in dem Bereich zwischen dem öffentlichen Durchgang und C&A die Fliesenleger ihre Arbeit aufgenommen und den alten Belag teilweise herausgestemmt. Das sei der erste von sechs geplanten Abschnitten, die nacheinander erledigt werden, erklärt Vlijt. Immer so, dass der laufende Betrieb möglichst nicht beeinträchtigt wird: „Die Shops sind durchgehend zu erreichen.“

„Die Shops sind durchgehend zu erreichen.“

Centermanager Nelson Vlijt über die Umbauphase

Die eigentlichen Arbeiten würden überwiegend nachts und sonntags durchgeführt, so Vlijt. Wegen des Lärms, der dabei entsteht. Und vor allem wegen des Staubs. Damit sich der nicht überall im Center absetzt, seien gleich mehrere Maßnahmen notwendig. Darunter Absaugeeinrichtungen und Zelte, unter denen die Arbeiten stattfinden. Zudem würden ganze Bereiche mit Folien abgehängt.

Fertig werden soll der Boden im Erdgeschoss etwa bis Mai, bis dahin möchte auch Edeka Pauli den neuen Supermarkt im Untergeschoss eröffnen. Der dritte Mieter auf der ehemaligen Real-Fläche, Textilhändler TK Maxx, warte derzeit auf die Baugenehmigung, berichtet Nelson Vlijt. Der eigentliche Umbau dauere danach vermutlich nicht so lange wie bei den beiden benachbarten Lebensmittelhändlern: „Die brauchen ja keine Kühltechnik und so etwas.“

An weiteren Nachbarn im Untergeschoss arbeite man derzeit, so der Centermanager. Man sei für mehrere freie Flächen im Center in guten Gesprächen mit möglichen Mietern, ein besonderer Fokus liege dabei aber auf die den ehemaligen Depot- und Nanu-Nana-Flächen, die zusammengelegt wurden, und das frühere Schuhgeschäft gegenüber. Die seien allein schon wegen der drei neuen Anker-Mieter besonders attraktiv.

Gesucht wird dabei unter anderem nach einem Ersatz für Esprit und s.Oliver. Beide Textilhersteller hatten ihre Niederlassungen aufgegeben und damit in ihrem Segment eine Lücke hinterlassen. Mit Remscheid oder dem Center hatten diese Entscheidungen wohl nicht viel zu tun, beide Unternehmen befinden sich wie weite Teil der Branche in tiefgreifenden Umstrukturierungen. Esprit mit Sitz in Ratingen hatten zum Beispiel in fünf der vergangenen zehn Jahren rote Zahlen geschrieben.

In dem ehemaligen s.Oliver-Geschäft eröffnet Ende März Nanu-Nana, der Geschenkartikel-Händler war erst aus dem Unter- ins Erdgeschoss gezogen, nun wechselt er auf die andere Seite. Zwei Läden weiter ist für den 17. Februar die Eröffnung von Ernsting’s Family geplant. Hierhin soll die Filiale, die noch im Haus Alleestraße 50 untergebracht ist, umziehen, wie ein Unternehmenssprecher bestätigt: „Wir versprechen uns von dem neuen Standort eine höhere Kundenfrequenz als in der Fußgängerzone.“

Hintergrund

Das Allee-Center wird von ECE betrieben, Eigentümerin der Immobilie ist ein Fond der Deutsche-Bank-Tochter DWS. Diese hatte im August 2021 die Umbaupläne bekanntgegeben. Dabei sollen ungefähr 25 Millionen Euro investiert werden.

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