„Remscheid.Love“

Ukraine-Krieg: Neustart fürs Nachbarschaftsnetzwerk

Andy Dino Iussa und Sascha von Gerishem (r.) stellen die Pläne von Remscheid.Love vor.Foto:Roland Keusch
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Andy Dino Iussa und Sascha von Gerishem (r.) stellen die Pläne von Remscheid.Love vor.

Unter „Remscheid.Love“ haben sich in der Pandemie Ehrenamtliche zusammengefunden. Jetzt helfen sie Flüchtlingen.

Von Sabine Naber

Remscheid. Zu Beginn der Pandemie hatte sich das Nachbarschaftsnetzwerk „Remscheid.Love“ gegründet. Wer in Quarantäne musste, der bekam Einkaufsunterstützung, eine Datenbank der Freiwilligen, die auch die Stadt nutzen konnte, wurde eingerichtet. Jetzt will dieses Netzwerk unter dem Motto „Menschen für Menschen“ wieder an den Start gehen.

„Der Krieg in der Ukraine war der Anlass, denn jetzt bekommen wir aus Fluchtgründen neue Nachbarn, die wir hier bei uns unterstützen möchten“, macht Sascha von Gerishem, einer der Organisatoren, deutlich. Dafür wolle man die aufgebauten Strukturen nutzen, um Menschen zusammen zu bringen. Außerdem sei geplant, Benefizveranstaltungen zu unterstützen. Diese Erlöse sollen den Geflüchteten in Remscheid zu Gute kommen. Unbürokratisch sollen Lücken geschlossen werden, die zwischen Ankunft und Einleben in der Stadt entstehen.

So können Sie jetzt helfen

Erstes Ziel ist ein Onlineshop, in dem beispielsweise Bettwäsche, Handtücher oder Töpfe gekauft werden können. Die Ware geht dann aber nicht an denjenigen, der sie bezahlt hat, sondern gleich zur Tafel, wo der Erstkontakt mit den Geflüchteten stattfindet. „Sie bekommen zwar eine Wohnung mit Grundausstattung, aber es fehlen praktische Dinge. Diese Lücke zwischen Einzug und Scheck zum Einkaufen des Nötigsten wollen wir mit unserem Online-Shop schließen.“

Auch als 2015/2016 viele Geflüchtete nach Remscheid kamen, hatten sich die Remscheider sehr hilfsbereit gezeigt. „Es wurde so viel gespendet, dass wir ein Logistikproblem bekamen. Und einige der Dinge, die gespendet wurden, waren auch nicht verwendbar. Deshalb ist so ein Starterpaket sicherlich hilfreicher“, fasst es Andy Dino Iussa vom Lenneper Lotsenpunkt zusammen, der den Neuankommenden darüber hinaus Zeit und Raum für soziale Kontakte und gemeinsame Gespräche bieten möchte.

Die Technik des Onlineshops steht bereits, einkaufen kann man dort aber noch nicht. „Das Ganze fällt ja unter den Begriff Wohltätigkeit. Dafür brauchen wir eine juristische Person, die Spenden dafür annehmen darf. Die zu suchen, das hält uns gerade noch auf“, erklärt von Gerishem. Denn Remscheid.Love ist kein Verein, sondern ein loser Zusammenschluss. Dazu gehören neben der Stadt Caritas, Diakonie, Lotsenpunkt und Remscheid Tolerant.

Wer sich dem Nachbarschaftsnetzwerk anschließen möchte, kann per E-Mail Kontakt aufnehmen:
info@remscheid.love

Lesen Sie auch: 100 Jahre altes Plakat gibt Infos zur Ukraine

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