Richard-Lindenberg-Platz

Trödel, Tanz und Schlagerparty beim Stadtteilfest Hasten

Die Kinder des Tanzstudios Remscheid zeigten unter anderem den „Sonnentanz“.
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Die Kinder des Tanzstudios Remscheid zeigten unter anderem den „Sonnentanz“.

Das Stadtteilfest Hasten muss nächstes Jahr vermutlich an anderer Stelle stattfinden

Von Sabine Naber

Remscheid. Miteinander feiern, beeindruckende Darbietungen auf der großen Bühne erleben, trödeln, Leute wiedertreffen, die man lange nicht gesehen hat – all das konnte man beim Hastener Stadtteilfest auf dem Richard-Lindenberg-Platz und entlang der Hammesberger Straße am Wochenende erleben. Traditionell lädt die Interessengemeinschaft Hasten (IGH) dazu ein, in diesem Jahr bereits zum 26. Mal.

Wie sehr dieses so familiär anmutende Fest in den vergangenen zwei Jahren aus bekannten Gründen gefehlt hatte, das konnte man an der Zahl der Besucher ablesen, die am Samstag schon früh die Bänke vor der Bühne besetzten. Die Essens- und Getränkestände hatten gutzutun und das Kinderkarussell drehte sich sehr zur Freude der Jüngsten unablässig.

Um 13 Uhr traten Mitglieder des Tanzstudios auf, abgelöst wurden sie von großen und kleinen Tänzerinnen und Tänzern, die im Tanzraum Remscheid unterrichtet werden. Sie schienen ihre Fangemeinde gleich mitgebracht zu haben, denn es wurde fotografiert, applaudiert und gejubelt, als die Gruppe der Zwei- bis Elfjährigen zu flotten Rhythmen tanzte und neben den Beinen auch die Hände und Arme in Bewegung brachte.

„Das habt ihr super gemacht“, lobte Trainerin Laura Timm, bevor sie selbst mit weiteren elf Tänzerinnen und Tänzern eine großartige Show auf die Bühne brachte. Perfekt bewegte sich die Gruppe zur Musik, die aus einem gelungenen Mix aus Hip-Hop und Old School zusammengebastelt worden war. Am Abend sorgte die Coverband Heart Cover dann mit Rockmusik für die musikalische Unterhaltung.

Entlang der Hammesberger Straße reihten sich die Trödelstände aneinander. Neben einigen Händlern schienen auch viele Privatleute Speicher oder Keller ausgemistet zu haben. Wie beispielsweise Sara Müller, die zwar in Dortmund wohnt, zum Trödeln aber wieder nach Remscheid kam, weil die Eltern hier noch wohnen: „Früher war ich oft beim Kindertrödel dabei und hatte jetzt mal wieder Lust, mitzumachen. Ich habe so viel aussortiert, dass es sich auch lohnt. Gut, dass der Regen heute Morgen rechtzeitig aufgehört und unser Zelt dichtgehalten hat“, erzählt sie. Neben Kleidung wurde um ihren Stand herum auch jede Menge Spielzeug angeboten. Porzellan, Schallplatten, Dekosachen und alles, was sich sonst noch beim Aufräumen als überflüssig erwiesen hatte, lag auf den Verkaufstischen.

War am Samstag schon viel los, so gab es gestern am frühen Nachmittag kaum noch ein Durchkommen vor der Bühne. Hier stand die Remscheider Sängerin Annelie Michel, die sich auf Coversongs von Andrea Berg spezialisiert hat. „Ich bin ein kleines bisschen heiser. Aber wenn ihr mich unterstützt, wird es klappen“, sagte sie in ihrer Begrüßung.

Das Publikum erwies sich dann als äußerst textsicher und auch die Technik unterstützte so tatkräftig, dass „Bravo“ gerufen wurde, als sie Lieder wie „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ oder auch „Du kannst noch nicht mal richtig lügen“ sang. Die Sängerin tänzelte über die Bühne, animierte die Zuhörenden zum Mitklatschen, brachte Ferienstimmung auf den Richard-Lindenberg-Platz.

Bei aller Freude, dass das Stadtteilfest an beiden Tagen so gut besucht war und sich auch die Trödler vom anfänglichen Regenguss nicht die Laune verderben ließen – Manfred Gottschalk, stellvertretender Vorsitzender der IGH, bedauert, dass das Fest im nächsten Jahr wohl nicht mehr auf öffentlichem Raum stattfinden kann. „Es gibt zu viele Auflagen, die können wir finanziell und auch arbeitstechnisch nicht mehr stemmen.“ Für die Zukunft angedacht ist deshalb, das Fest in den Kirchpark an der Büchelstraße zu verlegen.

Hintergrund

Hasten ist ein Remscheider Stadtteil mit eigener Prägung und eigener Geschichte. Die IGH hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Stadtteil aktiv mitzugestalten, um die Lebensqualität durch ein lebendiges und attraktives Umfeld zu erhöhen.“

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