Gesund und umweltschonend

Trinkwasserspender für alle Schulen? Das wären die Kosten

Aus Wasserspendern könnten sich Schüler ihr Getränk selbst abfüllen. Noch geht es um die Kosten.
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Aus Wasserspendern könnten sich Schüler ihr Getränk selbst abfüllen. Noch geht es um die Kosten.

Stadtverwaltung Remscheid errechnete Kosten für eine Versorgung aller 43 Remscheider Schulen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Alle Remscheider Schulen mit Trinkwasserspendern auszustatten - das würde einmalige Kosten von mehr als 180.000 Euro verursachen. Und noch einmal über 150.000 Euro jährlich an laufenden Kosten. Das zeigen Berechnungen der Stadtverwaltung. Sowohl SPD als auch CDU hatten sich danach erkundigt, nachdem Schülervertreter und Umweltaktivisten dies gefordert hatten.

Solche Spender könnten ein „Beitrag zur Vermeidung von Abfall in Form von Plastikwasserflaschen“ sein, schrieben zum Beispiel die Sozialdemokraten in ihrer Anfrage. Schließlich sei das Remscheider Trinkwasser „von höchster Qualität“.

Die Verwaltung rechnet mit 2500 Euro Anschaffungskosten pro Spender und durchschnittlichen Installationskosten von 1800 Euro, schließlich brauchen die Geräte einen Strom-und einen Wasseranschluss. Hochgerechnet auf die insgesamt 43 Remscheider Schulstandorte macht das zusammen 184.900 Euro.

Die halbjährliche Wartung kostet demnach 174 Euro je Wasserspender, hinzukommen 100 Euro Stromkosten, 150 Euro für Prüfungstätigkeiten und 2700 Euro Reinigungskosten je Gerät pro Jahr.

Zudem rechnet die Verwaltung mit einem Wasserverbrauch von 140 Litern pro Schüler, was auch noch mal fast 11.500 Euro kosten würde. So entstehen Betriebs- und laufende Kosten von 153.238 Euro jährlich.

  • Das ist die Rechnung - pro Wasserspender
  • 2500 Euro Anschaffung pro Spender
  • 1800 Euro Installationskosten pro Spender
  • 174 Euro Wartungskosten
  • 100 Euro Stromkosten
  • 150 Euro Überprüfungskosten
  • 2700 Euro Reinigungskosten
  • 268 Euro Wasserkosten

Und das wären, genau wie die Anschaffungskosten, freiwillige Ausgaben, müssten also entsprechend gegenfinanziert werden, wie die Verwaltung in der Vorlage feststellt. Grundsätzlich gebe es aber keine Bedenken, „insoweit Finanzierung, Betrieb/Wartung und die Einhaltung damit einhergehend zu beachtender rechtlicher und technischer Vorgaben sichergestellt sind“.

Betrieben werden solche Trinkwasserspender bereits in drei Gymnasien, heißt es in der Vorlage. Und die würden „gemäß den erfolgten Rückmeldungen der Schulleitungen sehr gut angenommen“. So gut, dass zwei Schulen derzeit planen würden, einen weiteren in Betrieb zu nehmen.
Schon vor sechs Jahren hat das heutige EMMA einen Wasserspender in Betrieb genommen.

Alle Remscheider Schülerinnen und Schüler mit einer „hochwertigen, langlebigen Mehrweg-Trinkflasche“ auszustatten, würde mehr als 31.000 Euro kosten, schätzt die Verwaltung, da jedes Jahr rund 1500 neue Schüler hinzukommen, beliefen sich die weiteren, jährlichen Kosten danach noch einmal auf fast 2000 Euro.

Doch hier gibt es bereits eine Teil-Lösung: Die Stadtwerke-Tochter EWR hat sich bereit erklärt, zumindest allen Fünfklässlern kostenlos ein solches Trinkgefäß zukommen zu lassen.

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