Produktionsschule der Arbeit Remscheid

Eigener Verkaufswagen: Schüler stehen bald auf Wochenmarkt

Gestern stellte die Arbeit Remscheid gGmbH den neuen Verkaufswagen der Produktionsschule „Catering & Eingemachtes“ vor. Foto: Doro Siewert
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Gestern stellte die Arbeit Remscheid gGmbH den neuen Verkaufswagen der Produktionsschule „Catering & Eingemachtes“ vor.

Produktionsschule „Catering & Eingemachtes“ hat jetzt einen Verkaufswagen

Von Peter Klohs

Remscheid. Die Produktionsschule „Catering & Eingemachtes“ ist eine Einrichtung der Arbeit Remscheid gGmbH zur Berufsvorbereitung und Bestandteil des Systems, das den Übergang von der Schule zum Beruf erleichtern soll. Die Produktionsschule bietet 12 Jugendlichen bis 25 Jahre eine Teilnahme an.

Seit dem 20. November 2018 ist der Förderverein „Brücken bauen – Perspektiven schaffen e.V“ im Sinne der Arbeit Remscheid tätig. Der Förderverein hatte einen Traum, weit vor Corona und erstmal nur mit einem lockeren Plan. Wie der ehemalige Vorsitzende des Vereins, Lothar Sill, berichtet, verfügte die Produktionsschule nicht über einen eigenen Verkaufswagen. Im Gespräch mit Ralf Barsties, Geschäftsführer der Arbeit Remscheid, habe dieser gesagt: „Wenn wir so einen Verkaufsanhänger selbst haben könnten, das wäre schon klasse.“

Verein erhält 12 000 Euro Spenden

Und ab da ging der Traum in die reelle Planung über. Es wurde ein Konzept zum Kauf eines neuen Verkaufswagens erstellt. Ralf Barsties Rechnung dazu veranschlagte 21 000 Euro. Sodann wurde das Projekt der Stadt Remscheid vorgestellt. „Das war vor Corona“, erinnert sich Sill. „Und die Pandemie hat das Projekt ziemlich ausgebremst. Es dauerte alles etwas länger. Aber eines Tages bekam ich – noch inoffiziell – die Nachricht: Es sieht gut aus mit den Fördergeldern. Der Vorstand der Stadtsparkasse kam dann offiziell auf mich zu und gewährte dem Förderverein eine Spendensumme von 12 000 Euro. Schön, dachten wir, jetzt haben wir Geld und immer noch keinen Verkaufswagen.“

Der Koch der Produktionsschule, Jan de Buhr, kümmerte sich in der Folgezeit um die Beschaffung eines gebrauchten Verkaufswagens. De Buhr organisierte auch die meisten Arbeiten am Wagen, die nötig waren, um das aus den 80er Jahren stammende Gefährt zu modernisieren und den Anforderungen der Produktionsschule anzupassen. „Vieles wurde in Eigenleistung erledigt“, weiß de Buhr. Nur die effektive Bemalung des Wagens wurde von einem stadtbekannten Graffitikünstler übernommen.

Am Freitag wurde der neue Verkaufswagen erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Vorstand der Sparkasse war mit Peter Hardebeck anwesend, ebenso Sozialdezernent Thomas Neuhaus und der Geschäftsführer des Jobcenters, Dirk Faust. Zudem Dr. Frank Nitzsche, Vorsitzender des Fördervereins, sowie einige Mitglieder des Vorstands desselben.

Verkaufswagen soll regelmäßig auf dem Wochenmarkt stehen

Alle Anwesenden im Hof der Arbeit Remscheid an der Hindenburgstraße erhielten Gelegenheit, sich vom Angebot des neuen alten Verkaufswagens zu überzeugen: Zahlreiche Fruchtaufstriche standen bereit, Gewürze wie Bohnenkraut, Salbei und Rosmarin, Chiliöl, aber auch Kräuter- und Bärlauchöl wurde angeboten, Bienenwachstücher lagen parat. „Wir planen eine regelmäßige Präsenz auf dem Wochenmarkt am Rathaus“, gab Ralf Barsties bekannt. „Wenn wir Mitarbeiter dafür haben und die Schülerinnen und Schüler uns wieder besuchen dürfen, werden wir an jedem Mittwoch mit diesem Wagen auf dem Markt stehen.“

Den Beteiligten war und ist es wichtig, dass mit dem Verkaufswagen ein Produktzweig entsteht, der sich am Markt behaupten kann. „Zusätzlich bieten wir Catering an“, führte Barsties weiter aus. „Mit einer deutlichen und klaren Abgrenzung zu den herkömmlichen Catering-Unternehmen.“

Hintergrund

So, wie der neue Verkaufswagen der Produktionsschule „Catering & Eingemachtes“ auf dem Hof der Arbeit Remscheid steht, hat er etwas über 12.000 Euro gekostet. „Komplett 12.106“ schmunzelt Frank Nitzsche. „Den Rest hat der Förderverein selbst bezahlt.“

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