Trauerfeier

70 Gäste gedenken Fritz Beinersdorf

Hans Heinz Schumacher begrüßte die Gäste. Für Musik sorgten bei der Trauerfeier Oliver Gier und Marco Schmidt.
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Hans Heinz Schumacher begrüßte die Gäste. Für Musik sorgten bei der Trauerfeier Oliver Gier und Marco Schmidt.
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Trauerfeier für den Politiker fand in Bildungsstätte Pferdestall statt.

Von Frank Michalczak

Remscheid. OB Burkhard Mast-Weisz, Stadtdirektor Sven Wiertz, Weggefährten, Freunde und zahlreiche Vertreter der Parteien aus dem Stadtrat waren in die Gedenkstätte Pferdestall gekommen, um an diesem Dienstag Fritz Beinersdorf die letzte Ehre zu erweisen: Der Politiker der Linken war am 8. Juni nach schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren verstorben.

Wie groß die überparteiliche Wertschätzung für den Remscheider ist, machte der Oberbürgermeister bei der Trauerfeier deutlich: „Man musste nicht immer mit ihm einer Meinung sein. Aber mit seinem Engagement für den Frieden und seinem Kampf gegen jede Form von Faschismus hat er die Menschen für sich eingenommen.“

Über ein Jahrzehnt, von 2009 bis 2020, führte Fritz Beinersdorf die Ratsfraktion der Linken im Remscheider Stadtrat. Seine Nachfolgerin Brigitte Neff-Wetzel würdigte ihn als Menschen, der sich unermüdlich und eloquent für seine Ansichten eingesetzt habe: „Er hat niemals aufgegeben und hat auch lange gegen seine Krankheit angekämpft, mit der er offen umgegangen ist“, blickte sie auf seinen letzten Lebensabschnitt zurück. Kennengelernt habe sie ihn bei den Friedensdemos „gegen den sogenannten NATO-Doppelbeschluss“ Anfang der 80er-Jahre. „Er war ein Mensch mit Ecken und Kanten. Ihm ging es darum, zur Weltoffenheit beizutragen“, erklärte Brigitte Neff-Wetzel.

Sein Jugendfreund Klaus Küster erinnerte an jene Zeiten, als sich junge Menschen in der Tchibo-Filiale auf der Allee trafen. „Damals, Ende der 60er-Jahre, fanden wir hier Gleichaltrige, mit denen wir uns über Politik austauschen konnten.“ Es war die Zeit, in der Klaus Küster Fritz Beinersdorf erstmals begegnete - und das beim Blick „bis auf die Nordsee“, spielte er auf das Fischrestaurant an.

Er zählte zu den Gründern desVereins für die Gedenkstätte

Fritz Beinersdorf sei stets kulturaffin gewesen und habe einen „enormen geschichtlichen Hintergrund“ besessen. Und nicht nur das: „Er war ein exzellenter Unterhalter und wird auch als Witzeerzähler unvergesslich bleiben“, beschrieb er weitere Facetten seines Jugendfreunds vor rund 70 Teilnehmenden, die sich zusammengefunden hatten.

Begrüßt wurden sie von Gastgeber Hans Heinz Schumacher, Vorsitzender des Vereins Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall, der hervorhob, dass Beinersdorf zu den Gründungsvätern der Initiative zählte: „Er hat uns von Anfang an mit allem, was er konnte, unterstützt.“ Dieses Vermächtnis soll erhalten bleiben, unterstrich der OB. Er werde sich dafür einsetzen, dass die Gedenkstätte an Ort und Stelle erhalten bleibt.

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