Baum-Mumien

Tote Bäume werden zur Gefahr auf Wanderwegen

Der beliebte Wanderweg an der Mebusmühle ist gesperrt. Die Waldarbeiter fällen rund 40 tote Bäume.
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Der beliebte Wanderweg an der Mebusmühle ist gesperrt. Die Waldarbeiter fällen rund 40 tote Bäume.
  • Axel Richter
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Zahlreiche Fichten sind der langanhaltenden Trockenheit und Borkenkäfern zu Tode gefallen. Nun werden sie gefällt - und das mitten in der Jagdsaison.

Von Axel Richter

Remscheid. Sie machen sich gerade nicht überall Freunde, die Forstwirte und Förster der Stadt Remscheid. Ausgerechnet in der Jagdsaison rücken sie aus, um trockene Fichten aus den Wäldern zu holen. Das Wild sucht das Weite. Stephan Nöh, Leiter des Forstreviers Südwest, bittet um Verständnis: „Wir haben es mit einer absoluten Ausnahmesituation zu tun.“

Eine Ausnahmesituation, die vor fünf Jahren ihren Anfang nahm. Trockenheit und Borkenkäfer zerstörten ganze Waldbestände. Lange ließen die Förster die toten Bäume stehen. Sie werfen Schatten und dienen dem Pflanzennachwuchs als Nährstoff. Doch mittlerweile werden die Baum-Mumien zur Gefahr. Vor allem entlang der Wanderwege haben die Förster deshalb mit dem Abholzen begonnen.

Remscheid: Hier werden Bäume gefällt

Dienstag rückten sie auf den bei Spaziergängern beliebten Weg vom Schwanenteich in der Mebusmühle in Richtung Baisieper Straße / Tente aus. Den Rundweg um den Teich ließen sie offen. Den asphaltierten Wanderweg haben sie gesperrt. Ein Fällbagger schneidet die rund 40 toten Fichten ab, die dort stehen. Einen Teil der Stämme vermarkten die Förster als Sägeholz, den überwiegenden Teil wird ein Häcksler zu Kleinholz für den Ofen verarbeiten.

Bis Ende der Woche werden die Forstarbeiter noch an der Mebusmühle beschäftigt sein. Und dazu an vielen anderen Stellen im Remscheider Wald. „An der Eschbachtalsperre sind wir fertig“, sagt Stephan Nöh. Am Alten Berg, am Grenzwall sind seine Männer noch am Werk.

„Wir haben die Arbeiten mit Rücksicht auf die Vogelbrut bewusst in den Herbst gelegt“, sagt der Förster und gibt zudem ein Versprechen ab. „Nach den Arbeiten sind die Waldwege an vielen Stellen in einem beklagenswerten Zustand. Wir werden sie wieder herrichten.“ Das Ziel verfolgen die Förster auch mit Blick auf die abgeholzten Wälder. In jedem Jahr bringen sie mehr als 40.000 neue Laub- und Nadelbäume in die Erde.

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