Mann flüchtete

Todessprung auf A1: Polizei trifft keine Schuld

Die Ermittler gehen von einem Suizid aus.
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Die Ermittler gehen von einem Suizid aus.
  • Axel Richter
    VonAxel Richter
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Die Polizei wollte den 29-Jährigen kontrollieren, doch er flüchtete und sprang von einer Brücke auf die Autobahn.

Remscheid. Der tödliche Sprung eines 29-jährigen Mannes von der Brücke der Lenneper Straße auf die A1 hat weitere Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nach sich gezogen. „Danach gibt es keine Anzeichen eines irgendwie gearteten Fremdverschuldens“, erklärt der Wuppertaler Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt auf Nachfrage des RGA.

Wie berichtet, hatte eine Polizeistreife den Autofahrer am Dienstag, 3.Mai, im Verlauf einer Routinekontrolle anhalten wollen. Der 29-Jährige, der in Richtung Lennep unterwegs war, fuhr davon. Die Polizeistreife folgte ihm. Auf der Brücke hielt der Mann sein Auto dann unvermittelt an, stieg aus und sprang über das Brückengeländer auf die Autobahn. Für ihn kam jede ärztliche Hilfe zu spät.

Die Polizisten befinden sich seit dem Geschehen in psychologischer Behandlung. „Sie waren völlig arglos, das hat sie stark mitgenommen“, sagt der Staatsanwalt. Auch Passanten boten sich den Behörden zwischenzeitlich als Augenzeugen an. Die Ermittler recherchierten unterdessen im Umfeld des Verstorbenen. Als Hintergrund der Tat vermuten sie psychische Auffälligkeiten bei dem 29-Jährigen. „Die Tat war sicher nicht geplant“, sagt Heribert Kaune-Gebhardt. Vermutet wird eher eine impulsive Kurzschluss-Reaktion.

Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über solche Fälle. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. 

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