Nach zwei Jahren

Tierheim-Cafeteria öffnet am Samstag wieder

Die stellvertretende Schatzmeisterin Erika Bender freut sich, endlich wieder Gäste in der renovierten Cafeteria begrüßen zu können. Foto: Roland Keusch
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Die stellvertretende Schatzmeisterin Erika Bender freut sich, endlich wieder Gäste in der renovierten Cafeteria begrüßen zu können.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Zwei Jahre Pandemie haben für Einbußen gesorgt. Das Team würde auch Tiere aus der Ukraine aufnehmen.

Remscheid. Die Schmandkuchen backen im Ofen, die Kaffeemaschine wird bestückt, die Tische sind hübsch eingedeckt: Am Samstag öffnet die Tierheim-Cafeteria nach zwei Jahren wieder ihre Türen für Besucher. Während der Corona-Pandemie musste der beliebte Treffpunkt geschlossen bleiben. „Umso glücklicher sind wir, dass es wieder losgeht“, sagt Erika Bender, stellvertretende Schatzmeisterin des Tierschutzvereins für Remscheid und Radevormwald 1886, der das Tierheim trägt.

Wenn die Cafeteria am Samstag wieder von 14 bis 16 Uhr öffnet, erstrahlt sie in neuem Glanz. Denn Hausmeister Helmut Blaik hat aus der Zwangspause eine Tugend gemacht – und nicht nur die Wände mit Strukturputz versehen und gestrichen, sondern auch neue, weiße Möbel angeschafft. Früher hatte die Cafeteria eher Gartenlauben-Charme, es war recht dunkel. Nur der alte Eichenbalken, der an den einstigen Bauernhof erinnert, ist dunkel geblieben – und bildet nun einen schönen Kontrast zu den weißen Möbeln. Es gibt nun auch mehr Licht – an den Wänden und als LED-Streifen unter der Treppe.

An den Wänden prangen zudem Bilder von Sandy, Rufus, Bolle und Co., alles ehemalige Tierheim-Tiere. Denn die Cafeteria ist nicht nur ein Ort, an dem es ab sofort samstagnachmittags wieder selbst gebackene Kuchen und frischen Kaffee gibt, sondern vor allem ein Treffpunkt. „Viele Besitzer von ehemaligen Tierheim-Tieren tauschen sich hier aus“, berichtet Erika Bender. Auch so mancher Hund sitzt hier gern mit am Tisch. Theoretisch ist Platz für 20 – das Team möchte aber noch nicht so viele Besucher in den kleinen Raum hineinlassen und stellt daher heute zusätzlich ein Zelt auf.

„Viele sind noch im Home-Office.“

Erika Bender über das Ausbleiben von Corona-Rückläufer

Für die Bewirtung sorgt ein ehrenamtliches Team um Susanne Henke, die auch im Katzenhaus unterstützt. Sie kauft die Zutaten ein und sorgt dafür, dass immer genug Kuchen da ist. Mal Bienenstich, mal Mandel-, mal Apfelkuchen, Hauptsache, selbst gebacken. Der Renner ist der Fantakuchen. „Manche kommen sogar mit ihren Tupperschüsseln und nehmen gleich vier oder fünf Stücke mit“, erzählt Bender. Sorgen machen ihr die gestiegenen Lebensmittelpreise.

Denn alles, was hier über die Theke geht, kommt am Ende den Tierheim-Tieren zugute. Für die aktuell 15 Hunde, etwa 58 Katzen – dies ändert sich täglich – und einige Kleintiere wird davon nicht nur Futter gekauft, sondern auch Hygieneartikel, Medikamente. Und werden vor allem Tierarztrechnungen beglichen. „Wir stehen schließlich in der Verantwortung“, sagt Bender.

Weil die Cafeteria in den vergangenen zwei Jahren nicht öffnen konnte, zudem Sommerfest und Waffelverkauf in Radevormwald ausfielen, brachen dem Verein wichtige Einnahmen weg. Denn das Tierheim ist auf Spenden angewiesen. Wie hoch die Einbußen sind, kann die stellvertretende Schatzmeisterin nicht sagen. Nur so viel: „Wir haben es sehr stark gespürt.“ Daher hofft das Team dieses Jahr wieder auf ein Sommerfest.

Corona-Rückläufer verzeichnet das Tierheim aktuell noch keine. „Viele sind auch noch im Home-Office“, sagt Bender. Das Team an der Schwelmer Straße wäre zudem bereit, auch Tiere von Flüchtlingen aus der Ukraine aufzunehmen, die nicht in die städtischen Unterkünfte mitgenommen werden dürfen.

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