Vereinsheim fühlt sich wie Zuhause an

THW reißt das hölzerne Polizeihunde-Vereinsheim ab

Das THW riss mit dem Schreitbagger das durch die Flut zerstörte Domizil des Polizeihundesportvereins im Morsbachtal ab. Foto: Roland Keusch
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Das THW riss mit dem Schreitbagger das durch die Flut zerstörte Domizil des Polizeihundesportvereins im Morsbachtal ab.

Die Polizeihunde-Freunde im Morsbachtal erhalten Unterstützung. Die provisorische Brücke kann noch nicht gebaut werden.

Von Sabine Naber

Remscheid. Hundegebell ging Samstagvormittag auf dem Gelände des Bergischen Polizeihunde-Vereins im Lärm von Bagger und Motorsäge unter. Die Geräte, mit denen das THW angerückt war, kamen zum Einsatz, weil das Hochwasser, das vor zwei Monaten das Morsbachtal geflutet hatte, auch auf dem Gelände des Vereins heftigen Schaden angerichtet hatte. Die Flut, die Garage, Lagerplätze und die Wiese unter Wasser gesetzt hatte, war auch durch das hölzerne Vereinsheim gerauscht.

„Es muss abgerissen werden“, war den Vereinsmitgliedern schnell klar. „Küche, Tische und Stühle, alles war komplett unterspült. Ohne Hilfe hätte es Monate gedauert, das Heim abzureißen“, freute sich Vorstandsmitglied Birgit Ossischinko über die Unterstützung des THW, das mit acht Ehrenamtlern angerückt war. „Aber als unser Vereinsheim zusammenfiel, hatte nicht nur ich Tränen in den Augen. Das ist ein bisschen unser Zuhause hier. Wir sind wie eine kleine Familie.“

Das Holz war verfault und morsch

„Die Hütte, das Holz war verfault und morsch, wird kleingemacht, das Material getrennt und umweltgerecht sortiert. Der Radlader fährt im Pendelverkehr den Schutt ab“, erklärte THW-Chef Christoph Rühl. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz habe angefragt, ob das Hilfswerk im Tal unterstützen könne. „Klar machen wir das. Wir haben ja auch im Kreis Euskirchen und anderswo Hochwasserhilfe geleistet. Da können wir die Schäden hier nicht ignorieren“, sagte Rühl, dessen Kollegen im Anschluss auf der anderen Seite des Bachs mit dem Schreitbagger in der Beckeraue zwei Gastanks - einer wurde weggeschwemmt, der andere war umgekippt - an ihren angestammten Platz beförderte. Die müssten im Winter funktionstüchtig sein und vorher vom TÜV geprüft werden. Geplant ist die weggeschwemmte Brücke über den Morsbach zunächst durch ein Provisorium für Fußgänger und Radfahrer zu ersetzen. THW-Chef Christoph Rühl sagte im Interview: „Wir sind keine Gefahren mehr gewohnt“.

THW reißt Polizeihundesportverein ab

THW reißt Polizeihundesportverein ab
THW reißt Polizeihundesportverein ab © Roland Keusch
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Das THW steht bereit, gleichwohl stellt sich eine unmittelbare Anwohnerin auf Remscheider Seite in Morsbach quer, will der Stadt Remscheid kein Wegerecht einräumen. Nun muss die Stadt die rechtliche Lage abklopfen.

Zunächst gab es auf dem Hundesport-Gelände reichlich zu tun. Die Teile mussten zerschnitten und die Wand, die den angebauten Wintergarten mit dem Vereinsheim verbunden hatte, abgerissen werden. Erst 2020 sei der Wintergarten aufgestellt worden. „Wir sind so froh, dass wenigstens er das Hochwasser ausgehalten hat. Dafür hatten wir lange gespart“, verrät Birgit Ossischinko. Wann auf dem Gelände ein neues Domizil stehen wird, ist nicht klar. „Von Seiten der Stadt hieß es erst, es habe nie eine Baugenehmigung dafür gegeben. Wir haben sie aber vorlegen können. Jetzt warten wir auf den Bescheid.“ Das neue Heim würde etwa 15 000 Euro kosten. Im Gegensatz zur abgerissenen Hütte, die auf einer Bodenplatte aus Holz gestanden hätte, müsste es eine aus Beton sein. „Ein Holzhaus wäre chic, aber man kann auch einen einfachen Container anschaffen. Das überlegen wir.“

„Als unser Heim zusammenfiel, hatte ich Tränen in den Augen.“

Birgit Ossischinko, Vereinsvorstand

Auf jeden Fall müsse die Hütte am selben Platz errichtet werden und dürfe nicht größer sein als die alte. Diese Info hat der Verein bekommen. „Unser Verein ist mehr als 100 Jahre alt. Es wird weitergehen“, ist man sich einig. Und weil wenigstens der Grill das Hochwasser überlebt hatte, konnte sich der Verein bei den engagierten Ehrenamtlern des THW mit einem Imbiss bedanken.

Der Schaden

Das Hochwasser hatte beim Polizeihunde-Verein im Morsbachtal einen finanziellen Schaden von 65 000 Euro angerichtet. Mit einem Hunderennen und einer Tombola ist der Verein schon aktiv geworden, um einen Teil des Geldes und Spenden zu generieren. Hunde sprinten im Morsbachtal für den guten Zweck.

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