Kindermärchen

Keine Angst vor großen Tieren

Die Kinder hatten einen Riesenspaß, wenn die (Linda-Moran Braun) Fuchs und Eule mit dem Grüffelo hinters Licht führte. Foto: Michael Schütz
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Die Kinder hatten einen Riesenspaß, wenn die (Linda-Moran Braun) Fuchs und Eule mit dem Grüffelo hinters Licht führte.

Das Junge Theater Bonn zeigte das moderne Kindermärchen „Der Grüffelo“ in Remscheid.

Von Sabine Naber

Remscheid. Als es spannend wurde, da war es am Sonntagnachmittag mucksmäuschenstill im gut besuchten Saal des Teo Otto Theaters. Wurde es hingegen lustig, dann war das ansteckende Lachen der Kinder nicht zu überhören. Und eine Stunde aufmerksam zuzuhören und zuzugucken, das war schon gar kein Problem für sie. Wenn Kinder einem Theaterspiel so begeistert folgen, dann haben die Beteiligten alles richtig gemacht.

Und so war es auch beim dreiköpfigen Ensemble des Jungen Theaters Bonn, das in Kooperation mit Tall Stories London mit „Der Grüffelo“, einem Schauspiel mit Musik nach dem Bilderbuch von Julia Donaldson und Axel Scheffler zu Gast war. Das moderne Märchen wurde wunderbar kindgerecht und liebevoll erzählt, die Tiere waren fantasievoll ausgestattet und das Bühnenbild mit den farbig angestrahlten Baumkronen zauberhaft gestaltet worden, dass es für große und kleine Zuschauer ein Vergnügen war, die clevere Maus auf ihren Abenteuern zu begleiten.

Obwohl die Maus (Linda-Moran Braun) auf der Suche nach Haselnüssen selbstbewusst sang: „Ich habe keine Angst vorm tiefen, finsteren Wald“, wusste sie, dass dort einige Tiere leben, die sie liebend gern verspeisen würden. Beispielsweise ein Fuchs (Andreas Lachnit), der sich sehr freut, als sie ihm begegnet. „Hallo, kleine Maus, ich kann dir den Wald zeigen. Bei mir im Bau gibt es Götterspeise“, will er sie locken. „Schrecklich nett von dir, Fuchs, doch ich sag‘ leider nein, ich muss schon zu Mittag beim Grüffelo (Uli Wewelsiep) sein.“ Weil der Fuchs nicht weiß, wer das sein soll, erzählt ihm die Maus, dass der Grüffelo feurige Augen, eine grässliche Tatze, schreckliche Klauen und eine giftige Warze im Gesicht hat. Da sucht der Fuchs doch lieber das Weite.

Und auch die Eule – wie klingt der Ruf einer Eule will sie von den Zuschauenden wissen und spielt erst weiter, als ein unheimliches „Schuhu“ aus dem Saal erklingt – will sie mit den Worten: „Sei ein Gast auf meinem Ast“, einladen. Aber die pfiffige Maus erklärt ihr, dass sie schon beim Grüffelo eingeladen ist. Und dass der zu gerne gezuckerte Eulen isst.

Ebenfalls die Schlange hat mit der Maus nichts Gutes im Sinn. Auch ihr beschreibt sie den gefährlichen Grüffelo, den es eigentlich nur in ihrer Fantasie gibt. Bis er tatsächlich vor ihr steht. Jetzt hat die Maus ein Problem, denn sein Lieblingsgericht ist ausgerechnet „Butterbrot mit kleiner Maus“.

Mit Musik und Tanz, viel Gesang, witzigen Sprüchen wird die Geschichte rund. Die Kinder werden von der Maus immer wieder ins Spiel einbezogen. „Ihr müsst mir zwei Zeichen geben. Wenn ich die Arme ausbreite, müsst ihr brüllen, wenn ich den Finger auf den Mund lege, ganz leise sein.“ Das wurde geprobt, klappte hervorragend. „Wir sind gut vorbereitet“, lobte die Maus die Kids.

Andreas Lachnit verkörperte Fuchs, Eule und Schlange einfach großartig, sorgte mit viel Situationskomik für eine fröhliche Stimmung. Und der imposante Grüffelo, der schließlich einsehen musste, dass nach der Begegnung mit der klugen Maus an ein Butterbrot mit ihr nicht mehr zu denken ist, spielte das tollpatschige Ungeheuer ganz toll.

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