Die neue Spielzeit im Teo Otto Theater

Theater entwirft Probe-Welten auf der Bühne

„Der Grüffelo“ kommt am 31. Oktober.
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„Der Grüffelo“ kommt am 31. Oktober.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Neue Rabattkarte, „Company in Residence“ und ein vielseitiges Programm mit großen Namen prägen die neue Spielzeit

Remscheid. In welcher Welt wollen wir leben? Diese Frage hat sich der künstlerische Leiter des Teo Otto Theaters, Sven Graf, gerade in Coronazeiten sehr häufig gestellt. Und genau diese Frage wird auch die Spielzeit 2021/2022 inhaltlich prägen. Das Theater entwirft dazu Probe-Welten, wie Graf sagt, und alle sind eingeladen, mit dorthin zu reisen. „Wir sind keine Lehranstalt, das ist mir ganz wichtig, sondern ein Ort der gemeinsamen Bereicherung. Wir dürfen hier einfach erleben und testen.“ Und das schließe gute Unterhaltung nicht aus. Dafür sorgt das Theater in der kommenden Spielzeit, die am 1. September beginnt, mit 91 Produktionen in 95 Auftritten für die ganze Familie, 38 davon mit den Bergischen Symphonikern – leicht mehr als 2020/2021. Der neue Almanach ist erschienen. Wir geben einen kleinen Überblick.

Schauspiel

Die „Komplexen Väter“ Hugo Egon Balder und Jochen Busse sind am 11. Mai dabei.

Das Genre, das den Leitgedanken am stärksten aufgreift. Hervorzuheben sind „Spatz und Engel“ am 1. Oktober, das sich um die Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich dreht – mit Livemusik. Am 29. Oktober gibt es „ein richtiges Pfund“, wie Graf sagt: „Die Kinder“ mit Mathieu Carrière, Marion Kracht und Marion Martienzen in den Hauptrollen. Es geht um die Frage: Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? „Großartig, spannend und so aktuell wie Theater sein kann.“ Empfehlenswert auch „4000 Tage“ (2. Februar), eine ernste Komödie des Euro-Studios Landgraf, bei dem mit einem Unfall elf Jahre Leben ausgelöscht werden. Was würden wir tun, wenn wir den Resetknopf drücken könnten? Einen „Culture-Clash der positiven Art“ liefere „Der kleine Spatz vom Bosporus“, eine Ost-West-Berlin-und-Istanbul-Geschichte mit Liedern des türkischen Popstars Sezen Aksu: 17. Februar. Dominic Raacke brilliert am 2. März in „Die Niere“. „Aus dem Nichts“, ein Schauspiel nach dem Film von Fatih Akin, greift am 27. April den NSU-Prozess auf. Auch Jochen Busse und Hugo Egon Balder sind als „Komplexe Väter“ wieder dabei: 11. Mai. Die „TheaterNahTage“, bei denen das Publikum auf der Bühne sitzt, steigen vom 19. bis 23. Mai mit „Die Nibelungen“, „Farm der Tiere“, „herzleid los“ und „Anne Frank“, das auch für Schüler angeboten wird.

Musik

Neben den Veranstaltungen der Symphoniker warten Carolin Fortenbacher & Band mit „Abba macht glücklich“ (26. September) auf, gefolgt von „Das Feuer der Melancholie – 100 Jahre Astor Piazzolla“ (16. November) und „Azzurro“, eine Italopop-Musicalkomödie (20. November). Natürlich gibt es auch wieder „Rockin‘ around the Xmas tree“. Neu ist „The Cast“, die Rockstars der Oper, am 4. Februar, eine musikalische Reise durch die 70er mit dem „Musikladen“ am 12. Februar. Hape Kerkelings Musical „Kein Pardon“ versprüht Witzigkeit am 29. April, ehe Maren Kroymann den 60er-Jahre-Abend „In my Sixties“ am 14. Mai gestaltet.

Tanz

Es wird international: Die Compagnie Illicite Bayonne aus Frankreich ist wieder da! Und zwar am 23. September, und für Workshops, gefolgt vom Ballett „Coppélia“ der Tartarischen Staatsoper Kasan (18. November), „The Nutcracker and I“, der Jon Lehrer Dance Company (USA), dem Magischen-Tanz-Zirkus „Motionhouse“, das mit Projektionen und Illusionen spielt. Absoluter Tipp: der Auftritt der Companhia de Danca Deborah Colker am 29. März aus Portugal. „Deborah Colker ist ein Weltstar, sie hat schon die WM choreographiert“, sagt Graf. „Sehr bildgewaltig, lyrisch.“

die Companhia de Danca Deborah Colker ist ein absoluter Tipp für Tanzbegeisterte.

Junges Publikum

Für den Nachwuchs ist „Der Grüffelo“ am 31. Oktober geplant, „Eine Weihnachtsgeschichte“ mit dem WTT am 12. Dezember, „Aschenputtel“ (keine Disney-Adapation!) am 21. Dezember und „Ronja Räubertochter“ am 6. Februar.

Besonders

Mathieu Carrière wirkt in „Die Kinder“ mit (29. Oktober).

Neu ist die Spielzeiteröffnungsgala am 11. September bei freiem Eintritt. Es gibt Musik von The Cast, Carolin Fortenbacher und I Dolci Signori, Horst Kläuser moderiert. Gregor Gysi kommt am 12. Oktober, The Tap Pack, aus Australien, angelehnt ans Rat Pack, gastieren am 4. November, und natürlich gibt es auch wieder den Klangkosmos. Absolutes Novum ist die „Company in Residence“: Eine deutsche Tanzkompagnie wird das Theater zwei Jahre lang begleiten. Start ist im Januar 2022. Geplant sind zwei Veranstaltungen, Workshops und mehr.

Vorverkauf

Karten: Der Vorverkauf ist nach wie vor gestaffelt. Start für die Monate September bis November ist am 24. August. Dann öffnen Theaterkasse und Webshop wieder. Vorverkauf-Start für Dezember bis Februar ist der 2. November, Karten für alle Veranstaltungen von März bis Juni können ab 2. Februar gekauft werden.

„Teos TheaterCard“: Klassische Abos gibt es derzeit nicht. Stattdessen gibt es nun die „Teos TheaterCard“ zum Einführungspreis von 15 Euro, die einen Rabatt von 25 Prozent auf je zwei Tickets für nahezu alle Veranstaltungen garantiert.

theaterticket.remscheid.de

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