Dranbleiben

Teich, Biotop oder Café? Neue Diskussion um den Stadtpark

Die Natur hat sich den Teich im Stadtpark zurückerobert. Ob er neu angelegt wird, entscheidet der Stadtrat im November.
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Die Natur hat sich den Teich im Stadtpark zurückerobert. Ob er neu angelegt wird, entscheidet der Stadtrat im November.
  • Axel Richter
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Sanierung kostet 1,25 Millionen Euro. Aber es gibt Alternativen

Von Axel Richter

Remscheid. Die Diskussion um die Zukunft des Stadtparkteiches ist um einen Vorschlag reicher. Er kommt von Heidi Jörss, die sich am Telefon unserer RGA-Aktion „Dranbleiben“ meldete. „Viele Parkbesucher wünschen sich dort ein Café“, erzählt die Remscheiderin: „Könnte so etwas nicht anstelle des Teiches entstehen?“

Leserin schlägt Café statt Teich vor

Könnte es, sagt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD). Der RGA konfrontierte das Stadtoberhaupt mit dem Vorschlag und Mast-Weisz zeigt sich offen für viele Vorschläge. Zwar habe auch die Stadtverwaltung eine Vorstellung, zudem fühle er sich denen verpflichtet, die den Teich wiederhaben wollen. „Am Ende aber muss die Politik darüber entscheiden“, erklärt der OB.

Erst im November wird das der Fall sein. Dann beschließt der Stadtrat den städtischen Doppelhaushalt 2023/2024. Kämmerer Sven Wiertz (SPD) hat die Wiederherstellung des Teichs mit einer Investition von 1,25 Millionen Euro hineingeschrieben. Vor allem die Entsorgung des Schlamms und der Neubau einer Zisterne macht den Teich so teuer. Sie soll das Gewässer mit Frischwasser speisen, über einen eigenen Zufluss verfügt der Stadtparkteich nicht.

TBR-Chef wünscht sich Artenvielfalt

Vor der Sommerpause brachte Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid, deshalb einen anderen Vorschlag zurück in die Diskussion. Wo bei Sommerhitze früher eine spiegelglatte Wasserfläche verdunstete, brummt und summt es heute. Bienen, Fliegen, Schmetterlinge sind auf der Brache unterwegs. Das Fleckchen Natur ließe sich mit vergleichsweise einfachen Mitteln erschließen. Zirngiebl schlug einen Steg mit Bank vor.

Wie kann Artenschutz gelingen und was tun die Städte?

Viele Parkbesucher gewinnen der Idee etwas ab. Andere wünschen sich den Teich zurück. Und Heidi Jörss wünscht sich ein Café. „Gerade nach den Konzerten in der Muschel würden sich viele Menschen darüber freuen“, sagt sie.

Burkhard Mast-Weisz weist auf das Schützenhaus hin. Eine Gastronomie ist also vorhanden. Und er blickt auf den Stinthengst, jenen Holzfisch, der Kreisgemeinschaft Sensburg, der seit acht Jahren im Rathaus steht und auf dem Stadtparkteich zu Hause war. Mit Jutta Velte (Grüne), die für die Akquise von Fördermitteln zuständig ist, sucht er jetzt nach Zuschüssen für die Teichsanierung. Aus der Politik gibt es unterschiedliche Signale. Wie der Rat im Herbst entscheidet, scheint offen.

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