Probleme gab es nur bei der Warn-App Nina

Remscheider Technik funktioniert beim Sirenentest einwandfrei

Sascha Ploch zeigt eine der acht mobilen Sirenen, die gestern beim ersten bundesweiten Warntag zum Einsatz kamen. Archivfoto: Melissa Wienzek
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Sascha Ploch zeigt eine der acht mobilen Sirenen, die beim ersten bundesweiten Warntag zum Einsatz kamen.

Die Sirenen waren gerade erst ertönt, da gab es schon die ersten Beschwerden.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Denn während die akustische Warnung bundesweit nur wenige Probleme bereitete, funktionierte die Meldung über Warn-Apps wie Nina bei vielen Menschen nicht oder nur eingeschränkt. „Auch einige Kollegen und ich haben keine Benachrichtigung erhalten“, berichtete Sascha Ploch. Dennoch ist der Mitarbeiter für Gefahrenabwehr sowie Zivil- und Katastrophenschutz der Remscheider Feuerwehr mit dem Ablauf des Warntags zufrieden – zumindest was die Technik in Remscheid angeht. „Wir hatten keine Ausfälle, alle Sirenen haben funktioniert.“

Nach zwei Ausgaben auf Landesebene in den beiden Vorjahren fand der Warntag am Donnerstag erstmals bundesweit statt. Ab 11 Uhr heulten die acht mobilen Sirenen der Remscheider Feuerwehr. Mit Fahrzeugen wurden sie an 94 im Stadtgebiet verteilte Standorte gebracht. Das dauerte knapp zwei Stunden. Danach trudelten die Autos wieder in der Feuerwache an der Straße Auf dem Knapp ein.

Einige besorgte Anrufer zählte die dortige Leitstelle als Reaktion auf den Probealarm. Auch beim RGA meldeten sich einige Remscheider. „Sie waren verwundert, das Sirenengeheule nur leise oder überhaupt nicht gehört zu haben“, sagte Ploch. Es bestehe allerdings kein Grund zur Sorge.

Remscheid: Wenn keine Sirene zu hören war, ist das kein Grund zur Sorge

Denn bereits im Vorfeld hatte die Feuerwehr erklärt, dass dieser Fall eintreten könnte. Der Grund: Im Ernstfall würden die Warnfahrzeuge mit eingeschalteter Sirene durch die Stadt fahren, um möglichst alle Menschen zu erreichen. Am Donnerstag hat die Feuerwehr darauf verzichtet. Von den Autodächern wurde erst Alarm geschlagen, wenn einer der Warnpunkte erreicht wurde.

Bei den Problemen mit der Warn-App Nina waren die Remscheider Retter machtlos. Können sie im Ernstfall selbst eine Meldung verschicken, war am Donnerstag das Land dafür zuständig. „Schon bei den Warntagen zuvor gab es dabei leider Probleme“, erklärte Ploch. In der Praxis hat sich Nina allerdings schon bewiesen. Etwa bei dem Brand eines Hauses an der Büchelstraße im Sommer und beim Gefahrguteinsatz bei der Spedition Mäuler im August 2019 wurde die Bevölkerung über die Anwendung gewarnt.

Um Punkt 11 Uhr heulen in Remscheid die Sirenen. Grund zur Sorge besteht deshalb allerdings nicht.

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