Bestattung

TBR bieten Gräber auf dem Rasen unter Bäumen

Die letzte Ruhestätte unter Bäumen auf einem Friedhof: In Lennep und Reinshagen haben die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) dieses Angebot.
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Die letzte Ruhestätte unter Bäumen auf einem Friedhof: In Lennep und Reinshagen haben die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) dieses Angebot.
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Technische Betriebe empfehlen im Betriebsausschuss eine Form der Bestattung, für die keine Pflegekosten anfallen.

Von Andreas Weber

Remscheid. Urnen-Wahlrasengräber empfehlen die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) als Bereicherung des Bestattungsangebotes. „Für alle, die nicht die Anonymität des Begräbniswaldes suchen“, erklärte Oliver Jilg, TBR-Bereichsleiter Grünflächen, Friedhöfe und Forstwirtschaft im Betriebsausschuss. Anhand von Bildern zeigte er, wie die pflegeleichten Grabstätten aussehen. Angeboten werden sie in Remscheid seit 2015.

Damals als reine Rasengräber mit einer Grabplatte, die in die Rasenfläche eingelassen wird. „2017 haben wir begonnen, auch die gestalteten Gräber anzubieten“, meint Oliver Jilg. In deren Zentrum steht ein Baum, drumherum kreisförmig Steine, Büsche, Pflanzen und die Platten. „Die Gestaltung ist unterschiedlich, alle haben aber gemein, dass die Angehörigen keine Grabpflege leisten müssen“, meint Jilg.

Friedhöfe: Immer mehr Urnengräber in Remscheid

Obligatorisch ist die Auflage einer Grabplatte, deren Gestaltung vorgegeben ist, um einen einheitlichen Charakter zu wahren. Das Nutzungsrecht beträgt 25 Jahre. Die Kosten liegen bei 1075 Euro, zuzüglich Bestattung und Nebenleistungen. Angeboten werden die Urnen-Wahlrasengräber in Reinshagen, aber auch in Lennep und Bliedinghausen. Auslöser für die Vorstellung dieser Bestattungsmöglichkeit im Ausschuss war eine Anfrage der WiR, die die Technischen Betriebe prüfen lassen wollte, ob auf dem unteren Gelände des städtischen Friedhofs Reinshagen ein Begräbniswald möglich wäre.

Die Wählergemeinschaft hatte dies begründet mit dem Hinweis: „Im unteren Bereich des Waldfriedhofs Reinshagen entlang des Wanderweges Bornstal – Ehrenhain finden keine Sarg- oder Urnenbestattungen mehr statt. Dort hat sich unter Bäumen eine Freifläche gebildet, die sich unserer Meinung nach als Begräbniswald anbieten würde. Eine separate Zuwegung zu diesem Standort wäre vom unteren Ende der derzeitigen Friedhofsfläche über den Waldweg möglich.“

Für alle, die nicht die Anonymität des Begräbniswaldes suchen.

Oliver Jilg, TBR-Bereichsleiter

Die WiR verwies darauf, dass in der Bezirksvertretung Lennep berichtet worden sei, dass für einen Begräbniswald der Landschaftsschutz aufgehoben werden könnte. „Auch an diesem Standort sollte dies kein Hinderungsgrund sein. Eine Abgrenzung zum eigentlichen Friedhof wäre durch die Versetzung des Zaunes möglich“, glaubt die WiR.

Diskussionen mit Anliegern und Jägern an anderen Standorten wären so vermeidbar. „Und die Nähe zum Ehrenhain würde die Besonderheit dieser Ruhestätte unterstreichen.“ Die TBR sehen jedoch keine Chance, dieses Ansinnen zu realisieren. „Auf den Flächen liegen noch vorhandene Rechte durch Wahlgräber“, erklärte TBR-Chef Michael Zirngiebl. Die Urnen-Wahlrasengräber nannte Zirngiebl eine „schöne Ergänzung“.

Planungen für zwei weitereBegräbniswälder laufen

Die von der WiR geforderten Begräbniswälder boomen. Der erste in Remscheid, „Im Kempkenholz“ bei Oelingrath, öffnete im Januar 2004 für die Bestattung von Aschen. Orte der Trauer und Erholung für individuelle Bestattungen in einem naturbelassenen Wald als Alternative zur Bestattung auf einem Friedhof sieht Oliver Jilg weiterhin als wichtig an. Er stellt deshalb heraus, dass die geplanten Begräbniswald-Flächen in Lennep (Kleebachtal) und Ehringhausen ihre Berechtigung hätten.

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