Firmen suchen Azubis

Ausbildung: Betriebe auf Last-Minute-Suche

Yvonne Ende im Gespräch. So wie ihr Arbeitgeber suchen derzeit viele Firmen noch nach Azubis.
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Yvonne Ende im Gespräch. So wie ihr Arbeitgeber suchen derzeit viele Firmen noch nach Azubis.

Mindestens fünf neue Azubis würde die Bäckerei Evertzberg gerne zum Sommer einstellen, insbesondere als angehende Bäcker und Bäckereifachverkäufer.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. „Bisher haben wir aber erst drei“, berichtet Yvonne Ende aus der Personalabteilung. Damit ist der Remscheider Traditionsbetrieb nicht allein, wie sich auf dem gestrigen „Tag der Ausbildungschance“ in der Aula der Alber-Einstein-Schule zeigte.

Knapp 30 Firmen, vom Solinger IT-Unternehmen Fourtexx über Chemie-Riese Bayer aus Wuppertal bis zur Remscheider Freiformschmiede Dirostahl, waren in die Aula gekommen, um noch Azubis für das kommende Ausbildungsjahr zu finden. Obwohl das schon in wenigen Wochen startet, seien die Chance, einen passenden Job zu finden äußerst gut, betont Carmen Bartl-Zorn vom Organisationsteam. „Ich kann mich nicht erinnern, dass Mitte Juni schon mal so viele Stellen noch unbesetzt waren“, sagt die für Weiterbildung zuständige Geschäftsführerin der Bergischen IHK. Seit 2009 gebe es den „Tag der Ausbildungschance“, um die letzten freien Jobs zu vermitteln. Anfangs mit einem knappen Dutzend Ausstellern und wenigen Stellen. Die Zahlen haben sich seither vervielfacht.

Ausbildung in Teilzeit: Wie funktioniert das?

Rund 600 freie Ausbildungsstellen im gesamten Städtedreieck seien aktuell in der IHK-eigenen Lehrstellenbörse gelistet, berichtet Bartl-Zorn. Und darin ist das Handwerk noch gar nicht enthalten. Im ungleich größeren Gebiet der Handwerkskammer Düsseldorf seien noch 1800 Stellen unbesetzt, sagt Thomas Pohl, Berater Passgenaue Besetzung bei der auch für Remscheid zuständigen Kammer.

Umso wichtiger seien Veranstaltungen, wie die in der AES, sagt Carmen Bartl-Zorn. Auch weil hier nach der Pandemie, in der Praktika und andere Berufsorientierung teils ausfielen, wieder persönliche Begegnungen möglich seien: „Ziel ist es, mit dem ersten Eindruck zu überzeugen.“ Noten seien dabei zweitrangig.

Ähnlich sieht das auch Yvonne Ende von Evertzberg: „Ich persönlich habe sowie meine Schwierigkeit mit Noten“, sagt sie. Theorie und Praxis seien bei vielen Bewerbern zwei verschiedene Dinge. „Da ist mir viel wichtiger, wie mir der junge Mensch entgegen tritt.“

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