Finanziell ist der Verein gut aufgestellt

Tafel kommt gut durch die Corona-Krise

Es gab Probleme beim Lieferumfang und der Kundennachfrage, mittlerweile können Ingo Wessel (l.) und Frank vom Scheidt jedoch wieder lachen.Foto: Roland Keusch
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Es gab Probleme beim Lieferumfang und der Kundennachfrage, mittlerweile können Ingo Wessel (l.) und Frank vom Scheidt jedoch wieder lachen..
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Es gab Dellen, aber insgesamt hat die Tafel Corona bislang sehr gut überstanden. Die Kundenfrequenz nimmt wieder zu.

Remscheid. Auf der Mitgliederversammlung des Vereins konnte Vorsitzender Frank vom Scheidt vermelden, dass die Finanzen im grünen Bereich sind, Kassierer Karl Strock zufrieden sein kann und die Nutzerzahlen langsam steigen. „Nach den Sommerferien haben wir an unseren sieben Ausgabestellen weniger Kundschaft gehabt. Waren es sonst 350 bis 400 in der Woche, sind sie teilweise auf unter 300 gesunken.“

Erklären können sich die Verantwortlichen das nur bedingt. „Unsere These ist, es könnte mit Corona, 3G und 2G zu tun haben. Das hat wahrscheinlich viele verunsichert“, glaubt vom Scheidt. Gleichwohl geht es wieder bergauf. „Es gibt zwei, drei Ausgabestellen, wo wir mittlerweile auf das alte Niveau zurückgekehrt sind.“

Im Frühjahr war es die Versorgungslage, die der Tafel Sorgen bereitete. „Die Lage bei Lebensmitteln war doch etwas mau“, erklärt vom Scheidt. Von über 30 Supermärkten in Remscheid, aber auch aus dem Umland wie Rade, wird die Hilfsorganisation beliefert. Die beruhigende Nachricht auf der Mitgliederversammlung: Jetzt im Herbst gibt es genug Lebensmittel für die Bedürftigen, nicht zuletzt, weil die Tafel zwei neue Lieferanten hinzugewonnen hat.

Eine fünfstellige Summe würde der Tafel helfen

Durch die Pandemie ist der Verein auch deshalb unbeschadet gekommen, weil die Bethe-Stiftung 2020 mit 30 000 Euro unter die Arme griff. „Dadurch konnten wir unsere Einnahmeausfälle ausgleichen“, blickt Frank vom Scheidt zurück. Auch 2021 steht Bethe-Hilfe für Remscheid im Raum. Die Stiftung bietet eine Spenden-Verdoppelungsaktion an. Bis zu 20 000 Euro würde sie übernehmen, wenn die Tafel genauso viel durch anderweitige Sponsoren aufbringt. „Wir prüfen gerade, ob das für uns stemmbar ist.“

Hilfreich wäre eine fünfstellige Summe allemal. Denn eines ihrer beiden Kühlfahrzeuge würde die Tafel, nachdem das Leasing demnächst ausläuft, gerne kaufen.

Zu den positiven Aspekten zählt auch die „Tütenaktion“ des Rewe in Vieringhausen. Binnen zwei Wochen in den Herbstferien kauften dort Kunden 400 Tüten für fünf Euro das Stück mit Trockenware. Lebensmittel in Höhe von 2000 Euro kam so zusammen, die nun über die Tafel weitergereicht werden können. Auch die Weihnachts-Päckchenaktion von Leibniz- und EMA-Gymnasium ist dieses Jahr in Vorbereitung.

Ulrich Dettmer löst Peter Stamm als 2. Vorsitzender ab

Stabil ist die Situation bei den Unterstützern. Neben den drei Hauptamtlichen um Betriebsleiter Ingo Wessel, gibt es eine Reihe von Ehrenamtlichen, deren Zahl auch in der Pandemie nicht weniger geworden ist. Für die 100 Vereinsmitglieder und besonders die Freiwilligen will der Vorstand in den kommenden Monaten ein Fest ausrichten.

In der Führungsriege gab es eine Veränderung. Peter Stamm stellte aus beruflichen Gründen sein Amt als 2. Vorsitzender zur Verfügung, ersetzt wird er durch Ulrich Dettmer.

Lesen Sie auch: Foodsharer retten Lebensmittel vor dem Müll.

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