Bessere Wege

Südbezirk: Hier ist es für Fußgänger kniffelig

Kirsten Niklas (2. v. l.) und Jörg Thiemann-Linden (3. v. l.) vom Planungsbüro diskutieren auf dem Vaillant-Platz mit Bürgern.
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Kirsten Niklas (2. v. l.) und Jörg Thiemann-Linden (3. v. l.) vom Planungsbüro diskutieren auf dem Vaillant-Platz mit Bürgern.
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Beim „Fußverkehrs-Check“ können Bürger ihre Verbesserungsvorschläge nennen.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Wer zu Fuß im Süden unterwegs ist, muss zuweilen abenteuerlustig sein. Denn rund um den Zentralpunkt gibt es so manche Tücken. Das wurde am Dienstag bei einer Begehung mit Vertretern der Stadtverwaltung und dem Planungsbüro VIA eG aus Köln deutlich. Bei -2 Grad hatten sich drei Bürger aus dem Südbezirk zum „Fußverkehrs-Check“ dazugesellt.

Gemeinsam lief man eine Route vom Johann-Vaillant-Platz über die Engelbertstraße, die Berghauser Straße, den Rosenhügel über Bismarckstraße bis zum Bahnhof ab – und diskutierte an neuralgischen Punkten, was das Problem ist und was verbessert werden könnte. „Wir möchten die Wege sicherer, komfortabler und schöner gestalten“, erklärte Kirsten Niklas vom Planungsbüro das Ziel. Mitglieder der Bezirksvertretung waren nicht dabei.

Lesen Sie auch: Südbezirk: So geht es mit den wichtigsten Themen weiter

Johann-Vaillant-Platz: Was fällt hier auf?, wollen die Planer wissen. „Es ist ein Autoplatz, die Verweildauer ist gleich null“, findet Ratsmitglied Susanne Fiedler (Grüne). Andere Teilnehmer erinnern daran, dass hier zuletzt erst Bänke aufgestellt wurden und im Sommer die Außengastronomie zum Kaffeetrinken einlädt. Kirsten Niklas und ihr Kollege Jörg Thiemann-Linden schlagen Spielmöglichkeiten für Kinder vor und, den Bereich vor der Bäckerei Steinbrink für Autos zu sperren – was Susanne Fiedler begrüßen würde.

Der Ehringhauser Klaus Walder, der sich auch stark für den Radverkehr einsetzt, gibt zu bedenken: „Dem Bezirksbürgermeister ist aber immer wichtig gewesen, dass hier keine Parkplätze wegfallen.“ Er wünscht sich, dass die Bushaltestelle um eine Spur nach vorne verlagert wird – so hätte man mehr Platz, es könnten sogar noch drei Bäume gepflanzt werden, und die Parkplätze für E-Autos (die Ladesäulen kommen noch) blieben. Außerdem wünscht sich Walder einen Radweg.

Vaillant-Platz/Unterführung: Wer zum Kiosk oder den anderen Geschäften rüber will, muss sich konzentrieren: Autos rangieren ständig. Vorschlag: ein Zebrastreifen.

Ecke Lenneper Straße/Engelbertstraße: „Eine anspruchsvolle Ecke, gerade für Kinder, die von der Heinrich-Neumann-Schule kommen“, findet Jörg Thiemann-Linden. Klaus Walder regt an, Ampeln zu errichten – vor allem, weil die Lkw, die zu Vaillant wollen, hier einbiegen.

Heinrich-Neumann-Schule: Die Kölner sehen das „Senkrechtparken“ als Problem an. Denn nicht selten gebe es kritische Momente vor Schulen, wenn Erwachsene rückwärts ausparken. Hier sollte etwas verändert werden. Und gleich eine Aufpflasterung in dem Bereich geschehen, in dem die Schülerlotsen die Kinder über die Straße leiten.

Berghauser Straße/Ecke Grünstraße: Wer mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs ist, hat ein Problem: hohe Bordsteinkante. „Es gibt schon an vielen Stellen abgesenkte Bordsteine, hier allerdings nicht“, bekennt Niklas.

Berghauser Straße/Vaillant-Platz/Burger Straße: Einen „Marathonlauf mit vielen kleinen Ecken“ nennt Thiemann-Linden das, was Fußgänger hier leisten müssen. Auf der einen Seite geht es nicht weiter, dann müssen Fußgänger die Straße queren, während abbiegende Autos dann auch Grün haben. Die Idee: eine Gehwegüberfahrt.

Bismarckstraße: Michael Scholz, der an der Jan-Wellem-Straße lebt und alles stets zu Fuß erledigt, wünscht sich eine saubere Unterführung: „Der Taubenkot stört mich massiv. Es ist wie Schlittschuhlaufen.“

Und wie geht es nun weiter?

Abschlussworkshop: Anhand der bei den Begehungen im Süden und in Lüttringhausen gesammelten Ideen der Bürgerinnen und Bürger erstellt das Kölner Büro nun eine Liste mit Maßnahmenempfehlungen. Diese sollen beim Abschlussworkshop öffentlich diskutiert werden: Donnerstag, 26. Januar, 17.30 Uhr, der Ort wird noch bekanntgegeben.

Anregungen: Wer Ideen hat, aber nicht bei der Begehung dabei sein konnte, kann seine Ideen beim „Wegechecker“ eingeben:
remscheid.wegechecker.de

Mehr Infos zum Thema gibt es hier

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