Sedanstraße

Anwohner befürchtet Verkehrschaos vor neuer ISS-Kita

Eine kritische Ecke für die vielen Kinder, die morgens die Sedanstraße (rechts) hintergehen zur GGS, bald auch zur neuen ISS-Kita.
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Eine kritische Ecke für die vielen Kinder, die morgens die Sedanstraße (rechts) hintergehen zur GGS, bald auch zur neuen ISS-Kita.
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Anwohner Fritz Kleuser erneuert seine Kritik zum Verkehr in der Sedanstraße. Es gibt aber zwei fußläufige Alternativen für die Kinder.

Von Andreas Weber

Remscheid. Fritz Kleuser ist am Fuß des Hohenhagen groß geworden. Seit 1973 lebt der heute 84-Jährige in der Sedanstraße 89, schräg gegenüber von der Walther-Hartmann-Schule, in unmittelbarer Nachbarschaft zur neuen, gerade im Bau befindlichen Kita ISS Weltkinder. Die Ballung von rund 280 Kindern, die dort morgens die enge Sackgasse bis zu ihrem Ende gebracht werden oder zu Fuß runtermarschieren, lässt den Pensionär Schlimmes befürchten.

In den Remscheider Kitas fehlen 600 Plätze

Schon vor vier Jahren, als das Thema Kita-Neubau aufkam, prognostizierte Kleuser einen Verkehrskollaps. Dass nun vor der ISS-Kita ein Wendehammer eingerichtet wird, stimmt ihn nicht optimistischer. „Denn ohne den Wendehammer fahren weniger Autos in die Sackgasse rein. Sonst wird nämlich oft rückwärts rausgesetzt und das ist kein Spaß“, beobachtet Fritz Kleuser.

Unter Berücksichtigung aktueller Lieferfristen in der Baubranche geht das Jugendamt von einer Inbetriebnahme im Dezember 2022 aus.

Durch den Wendehammer werde sich dann der Begegnungsverkehr erhöhen, warnt Kleuser. Zwei Fahrzeuge passen in der Anliegerstraße nicht nebeneinander. „Die Eltern sind auf einen Ausweich angewiesen“, sagt Kleuser. Der ist in Höhe der Hausnummer 87 bis 89 gefunden worden. Drei Parkplätze sind gestrichen, ein Halteverbot als Schulwegsicherung eingerichtet worden.

Der Ausweich befindet sich vor Kleusers Wohnblock. Für ihn persönlich ist der Wegfall an Parkraum nicht das Problem, weil er eine Garage in der Metzer Straße hat. Gleichwohl seien Konflikte vorprogrammiert. Vier Gruppen werden in der ISS-Kita eingerichtet, drei Gruppen mit Ü3, eine weitere mit U3.

„80 Kinder bedeutet 80 Eltern täglich mit ihren Fahrzeugen.“ Eine Lösung sieht Kleuser nicht. „Nach gesundem Menschenverstand hätte man diese Kita nie genehmigen dürfen“, findet der Anwohner. 2018 hatte er angeregt, den Verkehr über eine Einbahnstraßenregelung und zusätzliche Anbindung an die Wörthstraße, die neben der neuen Kita geschaffen wird, abfließen zu lassen. Eine Idee, die grundsätzlich denkbar wäre, aber aus mehreren Gründen verworfen worden war, unter anderem aufgrund eines Höhenunterschiedes von zehn Metern.

Trampelpfad wurde zum Fußweg ausgebaut

Eine Idee, die grundsätzlich denkbar wäre, aber aus mehreren Gründen verworfen worden war, unter anderem aufgrund eines Höhenunterschiedes von zehn Metern. Die neue Einrichtungsleiterin Elke El Ghorchi erklärte kürzlich hingegen im RGA-Gespräch, dass Schule und ISS-Kita andere Anfangszeiten haben - und es sich dadurch nicht so knubbeln werde, wie nun von manchem befürchtet werde.

Peter Nowack, Abteilungsleiter Kitas im Jugendamt, verweist auf zwei fußläufige Alternativen: Wer vom Hohenhagen runterläuft, kann über die Wörthstraße einen alten Trampelpfad nehmen, der zum Fußweg ausgebaut wurde und am Wendehammer endet. Gleiches gilt für die andere Seite: Wer kurz seitlich an der Neuenkamper Straße parkt, aussteigt, nimmt einen Weg seitlich vom Berufskolleg Technik zur Walther-Hartmann. Zudem eignet sich die Elternhaltestelle an der Metzer Straße zum Absetzen der Kinder.

Außerdem ist laut Elke El Ghorchi geplant, den Lotsendienst wieder zu installieren, den es bereits früher schon gab. Eltern von Schule und Kita sowie Anwohner holen die Kinder dabei vorne schon an der Kreuzung ab und geleiten sie sicher zu den Einrichtungen.

Passend dazu: Die Container-Tagesstätte Am Stadtpark zieht für zwei Jahre um

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