Unwetterwarnung

Sturm versetzt Stadt in Alarmbereitschaft

Geschwächte Bäume, viel Regen und dazu Sturm: Stadt und Förster warnen davor, Parks und Wälder zu betreten. Archivfoto: Doro Siewert
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Geschwächte Bäume, viel Regen und dazu Sturm: Stadt und Förster warnen davor, Parks und Wälder zu betreten.

Schulen zu, Notbetrieb in den Kitas, Förster warnen vorm Betreten der Wälder.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Es könnte stürmisch werden in den kommenden Tagen. Und nass. Der Wetterdienst sagt für Remscheid Regenmengen von 40 bis 50 Litern pro Quadratmeter und orkanartige Böen voraus. Rettungskräfte und Wupperverband sind alarmiert, Förster und Stadt warnen davor, Wälder und Parks zu betreten, die Technischen Betriebe raten dazu, Sperrmüll und Abfalltonnen nicht am Vorabend raus zu stellen. Zudem fällt am Donnerstag landesweit die Schule aus.
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Die Stadt schließe sich darüber hinaus dem Appell der Landesregierung an, auch Kindergarten-Kinder zu Hause zu lassen, heißt es in einer Mitteilung. In allen städtischen Kitas sei aber ein Notdienst sicher gestellt, bei Einrichtungen anderer Träger sollten sich die Eltern vorab erkundigen. Auch in den Schulen gebe es eine Notbetreuung, falls Schüler dort ankämen, versichert die Stadt: „Sie werden nicht vor verschlossenen Türen stehen.“

Integrations- und Schulabschlusskurse in der VHS fallen ebenfalls aus, das übrige Angebot der Volkshochschule soll stattfinden. Die Unterrichte der Musik- und Kunstschule werden online abgehalten. Alle städtischen Außensportanlagen sind für den gesamten Tag geschlossen. Die Müllabfuhr am heutigen Donnerstag soll wie geplant stattfinden, sagt die Stadt. Die TBR raten aber dazu, den Abfall erst kurz vor der Abfuhr an die Straße zu stellen. Zwei für heute angemeldeten Demos wurden von den Veranstaltern abgesagt.

Derweil warnt des Landesbetrieb Wald und Holz vor dem Betreten der Wälder: Durch den Regen seien die Böden aufgeweicht, dadurch könnten Bäume umstürzen, heißt es in einer Mitteilung. Dass die Bäume durch Dürre und Borkenkäfer geschädigt seien, verschärfe das Problem. Und: „Die Gefahr bleibt auch nach dem Sturm bestehen. Angeknackste Bäume können oft erst nach dem Sturm umfallen oder in den Baumkronen verkeilte Äste können auch später noch hinabfallen.“ Die Stadt weitet diese Warnung auf Park- und Friedhofsanlagen sowie den Rundwanderweg der Eschbachtalsperre aus.

Die Feuerwehr sei vorbereitet und beobachte die Wettersituation fortlaufend, heißt es von der Stadt. Auch der Wupperverband sei vorbereitet, versichert Pressesprecherin Ilona Weyer: Die Mitarbeiter hätten die Bachläufe im Blick, auch für den Fall, dass umgestürzte Bäume zum Hindernis werden. Und in den Talsperren sei genug Platz, um den Regen aufzunehmen. Der Wupperverband baut den Hochwasserschutz aus.

„Die Kollegen haben vorsorglich Wasser aus den Sperren abgegeben“, berichtet Weyer. „Da sind wir auf jeden Fall in einem guten Bereich.“ So enthalte die Wuppertalsperre beispielsweise derzeit rund 16 Millionen Kubikmeter Wasser, damit wäre noch Platz für etwa neun Milliarden zusätzliche Liter.

Wupperverband: „Wetterextreme werden nicht weniger“

Anders als beim Hochwasser im Juli verteile sich der Regen diesmal über einen längeren Zeitraum, erklärt Ilona Weyer. So könnten zwar Bäche örtlich übers Ufer treten, eine Hochwassergefahr bestehe nach aktueller Datenlage aber nicht. Trotzdem sei es für Anwohner der Bachtäler ratsam, das Hochwasserportal des Wupperverbands im Internet im Blick zu behalten.

hochwasserportal.wupperverband.de

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