Lüttringhausen

Studie zur Zukunft der JVA Remscheid

Teile der Remscheider Haftanstalt sind Baujahr 1906, ihr Zustand ist entsprechend.
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Teile der Remscheider Haftanstalt sind Baujahr 1906, ihr Zustand ist entsprechend.

Die JVA wurde 1906 errichtet und ist entsprechend in die Jahre gekommen. Jetzt soll geprüft werden, was mit dem teilweise baufälligen Ensemble in Lüttringhausen passiert.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Was wird aus der teilweise baufälligen Justizvollzugsanstalt Remscheid? Um diese Frage zu klären, hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW im Oktober des vergangenen Jahres eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis wird nach RGA-Informationen im Herbst erwartet, anhand dessen werden BLB und Justizministerium dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

Geprüft würden derzeit drei Alternativen, berichtete Andreas Schüller, seit Mai Leiter der JVA, in der Bezirksvertretung Lüttringhausen: Sanierung, Neubau auf dem derzeitigen Gelände oder ein Neubau an einem neuen Standort. Für die dritte Variante dürfte aber, zumindest im näheren Umkreis, ein Grundstück in notwendiger Größe und Lage fehlen.

Läuft es auf Sanierung oder Neubau am derzeitigen Standort heraus, bleibt die Frage, ob dies im laufenden Betrieb passieren kann. Oder ob Häftlinge und Bedienstete für die Zeit der Bauarbeiten auf andere Anstalten verteilt werden. In der Lüttringhauser Haftanstalt sind etwa 330 Menschen beschäftigt, rund 400 Häftlinge leben dort im geschlossenen Vollzug, 240 im offenen.

Teile der Anstalt sind weit über 100 Jahre alt. Das damalige „Königliche Gefängnis (zu) Lüttringhausen“ wurde 1906 nach rund vierjähriger Bauzeit seiner Bestimmung übergeben. Später wurde die Einrichtung mehrfach erweitert, 1962 zum Beispiel um ein Werkstattgebäude, 1980 um eine Wäscherei und 1994 um die heutige Außenpforte mit Verwaltungsgebäude.

So ist der Arbeitsalltag in der JVA Lüttringhausen

Eine Grundsanierung sei „aufgrund des hohen Alters des denkmalgeschützten Hafthauses“ unumgänglich, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen zu der Machbarkeitsstudie: „Es besteht Handlungsbedarf zur Erzielung der weitergehenden Nutzungsfähigkeit bzw. Gebrauchstauglichkeit der Einrichtungen.“

Wie groß der Sanierungsbedarf ist, zeigt auch, dass trotz eines möglichen Neubaus umfangreiche Arbeiten in der JVA ausgeführt werden. Die Sanierung der Elektronik im Hafthaus sei so gut wie abgeschlossen, berichtet Andreas Schüller. Eine Mauersanierung laufe aktuell noch: „Das konnte einfach nicht warten.“

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