Neubau für Lüttringhausen geplant

Stiftung Tannenhof will die schickste Kita bauen

Die Evangelische Stiftung Tannenhof will eine neue Kindertagesstätte mit 100 Plätzen entstehen lassen.
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Die Evangelische Stiftung Tannenhof will eine neue Kindertagesstätte mit 100 Plätzen entstehen lassen.

In Hackenberg gibt es für 80 Plätze 267 Anmeldungen.

Von Axel Richter

Remscheid. 1170 Kindergartenplätze sollen in den nächsten beiden Jahren entstehen. Wie groß der Bedarf ist, zeigt sich in Hackenberg, wo die Stadtsparkasse als Investor 80 neue Plätze entstehen lassen möchte. Für sie gibt es Stand heute bereits 267 Anmeldungen. Dabei haben die Bauarbeiten noch nicht einmal begonnen.

Eine gute Nachricht kommt derweil aus Lüttringhausen. Die Evangelische Stiftung Tannenhof will dort eine neue Kindertagesstätte mit 100 Plätzen entstehen lassen und hat dazu einen Bauantrag beim Bauamt der Stadt Remscheid eingereicht.

„Die Stiftung Tannenhof möchte als großer Arbeitgeber auch den Kindern von Remscheid mit dem Bau einer neuen Kindertagesstätte eine Perspektive geben“, erklärt Dietmar Volk, kaufmännischer Direktor des psychiatrischen Krankenhauses und illustrierte seine Ankündigung mit einer Ansicht umfangreichen Aktenmaterials, das für den Bauantrag erforderlich war.

Umfangreiches Aktensortiment: Der Tannenhof präsentiert die Unterlagen, die für den Bauantrag der neuen Kindertagesstätte auf dem Gelände der Stiftung notwendig waren.

Die fünfgruppige Kita soll an der Remscheider Straße auf dem Stiftungsgelände unweit der bisherigen Kindertagesstätte entstehen. Die bereits bestehende Kita hat vier Gruppen und hält 80 Plätze vor. Insgesamt sollen hier künftig also 180 Kinder betreut werden können.

Die Investition für dieses Bauvorhaben wird 4 Millionen Euro umfassen, wovon 2,9 Millionen Euro über Fördermittel des Landes und des Bundes zur Verfügung stehen. Die Kita soll die „schickste Kindertagesstätte in Remscheid“ werden und an Modernität alles bieten, kündigt die Stiftung an. Der Baustart soll in 2021 erfolgen und die Kita im Sommer 2022 fertig sein.

Weitere Tagesstätten gehen bereits im Januar 2021 an den Start. Darunter die Kita Arthurstraße. Mit 110 Plätzen wird sie die größte Kita Remscheids. Gleiches gilt für die Kita Sedanstraße, die ebenfalls im Bau ist. Weitere Plätze sollen an der Oststraße entstehen, auch hier ist die Stadtsparkasse der Investor, sowie an der Burger Straße, an der Rosenstraße – und, ganz neu, im Remscheider Stadtpark. Dort sollen in Zukunft 50 Kinder in einer neuen Waldgruppe starten.

3800 Kinder werden aktuell in Tagesstätten und Kindergärten betreut. Absehbar werden es knapp 5000 sein. Ein Problem bleibt das Personal. Erzieherinnen und Erzieher sind nur schwer zu bekommen. Immerhin: Die fast fertige Kita Arthurstraße tritt laut Stadt mit einer kompletten Mannschaft an.

Standpunkt: Zahlen sprechen Bände

Von Axel Richter

Es ist noch nicht lange her, da diskutierten die Politiker den Rückbau von Kindergärten und -tagesstätten in Remscheid. Angesichts schwindender Einwohnerzahlen schien die eine oder andere Einrichtung verzichtbar zu sein. Unerwartet legten die Remscheider dann eine erhöhte Bereitschaft zur Vermehrung an den Tag.

axel.richter@rga-online.de

Und im Jahr der Flüchtlingskrise 2015 kamen Familien mit Kindern nach Remscheid, für deren Spracherwerb und Integration der Kindergarten die wichtigste Anlaufstelle darstellt. Nun fehlten mit einem Mal Einrichtungen samt Personal. Und sie fehlen nach wie vor, wie das Beispiel Hackenberg deutlich zeigt. Dass sich für eine Einrichtung, die noch gar nicht gebaut ist, 267 Eltern um 80 Kitaplätze bewerben, spricht Bände. 

Der Kita-Bau, der in Remscheid von privaten Investoren vorangetrieben wird, ist insgesamt betrachtet aktuell das größte Bauprojekt in der Stadt. Dabei werden auch die mehr als 1000 Plätze nicht ausreichen, die in den nächsten zwei Jahren geschaffen werden sollen. Bis jedes Kind einen Kitaplatz erhält, werden noch Jahre vergehen. Daran sollten sich die Politiker erinnern, wenn wieder einmal von zu vielen Kitas die Rede sein sollte. 

Ministerpräsident Armin Laschet ehrt Remscheider Krankenpflegerin. Die 28-Jährige arbeitet im Tannenhof.

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