Coronavirus

Steigende Zahlen: So reagiert das Teo Otto Theater

Die zunächst ausgebauten Sitzreihen sind wieder drin, es werden aber nur 300 Plätze belegt. Teo-Otto-Theater-Geschäftsführer Lutz Heinrichs (l.) und der künstlerische Leiter Sven Graf möchten eine sichere Atmosphäre für das Publikum schaffen. Archivfoto: Roland Keusch
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Die zunächst ausgebauten Sitzreihen sind wieder drin, es werden aber nur 300 Plätze belegt. Teo-Otto-Theater-Geschäftsführer Lutz Heinrichs (l.) und der künstlerische Leiter Sven Graf möchten eine sichere Atmosphäre für das Publikum schaffen.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Nachdem man zuerst in den vollen Verkauf gestartet war, sind jetzt nur noch 300 Plätze buchbar – Es gilt 2G, für einzelne Shows sogar 2G plus.

Remscheid. „Programm top, Hygienekonzept flop“ – den Leserbrief im RGA sowie andere Rückmeldungen von Gästen hat sich das Team des Teo Otto Theaters sehr zu Herzen genommen, sagt der künstlerische Leiter Sven Graf.

Am 2. November war der Vorverkauf für die nächsten drei Monate unter voller Saalkapazität, sprich 600 Plätzen, gestartet. „Bei unserem Publikum kam an: ,Die Zahlen gehen nach oben, aber ihr wollt wieder voll besetzen‘“, sagt Graf, der erklärt: Wenn die Maschine Vorverkauf, an der die Saalplatzbuchung und teilweise Gewinnbeteiligung von Künstlern dranhängen, erst einmal ans Laufen gekommen ist, sei es sehr schwer, alles wieder zu stoppen. „Wir lenken hier einen Dampfer und kein Motorboot.“

Zudem habe man Ende September/Anfang Oktober bereits die Entscheidung treffen müssen, wie es im Theater weitergehen sollte. Zu einer Zeit, als die Gesundheitslage in Remscheid gut aussah. „Da waren wir noch hoffnungsfroh und bauten die Sitzreihen wieder ein.“ Dass erneut eine solch ernste Infektionslage entstehen würde, sei damals freilich nicht abzusehen gewesen.

Daher sehen Sven Graf und Geschäftsführer Lutz Heinrichs nun dringenden Handlungsbedarf. „Natürlich reagieren wir auf die aktuelle Situation“, betont Sven Graf. Denn man wolle auf keinen Fall eine Atmosphäre der Unsicherheit aufkommen lassen. „Das Teo Otto Theater ist ein sicherer Ort“, hat Lutz Heinrichs immer wieder betont. Daher hat das erste Haus am Platz nun weitere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, die teilweise über die Coronaschutzverordnung hinausgehen.

Diese Regeln gelten jetzt im Theater

Diese Regeln gelten jetzt im Theater:

2G: Generell gilt 2G samt Nachweis und Lichtbildausweis – ausgenommen sind Schüler bis einschließlich 15 Jahre. Es wird streng kontrolliert. Notfalls müssen Gäste abgewiesen werden.

Reduzierte Plätze: Das Land würde unter 2G eine volle Saalkapazität mit 600 Personen erlauben. Doch das Team des Teo Otto Theaters fühlt sich nicht wohl damit – und die Gäste offenbar auch nicht. Daher sind ab sofort wieder nur 300 Plätze buchbar. „Überall, wo es geht, haben wir ganze Reihen geblockt“, erklärt Graf.

Lutz Heinrichs habe den Saalplan in stundenlanger Feinarbeit neu justiert, im Webshop sei der geänderte Plan nun einsehbar. Gäste säßen theoretisch nebeneinander, wenn sie Wert legen auf ihren festen, gebuchten Platz, hätten aber nach vorne und hinten eine Reihe „Luft“. „Es gibt in dieser Situation leider keine goldene Regel. Wir werden aber für jede Vorstellung vor Ort gemeinsam schauen, wie die aktuelle Belegung aussieht und mit den Gästen überlegen, eventuell andere Plätze einzunehmen, um Abstand zu schaffen.“ Denn niemand weiß, ob die Gäste, die eine Karte haben, auch tatsächlich zur Vorstellung erscheinen. Sogenannte „No Shows“ kommen derzeit häufig vor: Waren es früher um die 10, ist man nun bei 30.

Ausnahmsweise 2G plus: Vorstellungen, die bereits über 300 verkaufte Tickets aufweisen, werden auf der vollen Saalkapazität belassen: Für diese Veranstaltungen gilt jedoch die strengere 2G-plus-Regel. Das heißt, zusätzlich zu den oben beschriebenen Kontrollen wird auch ein zertifizierter Schnelltest (Bürgertest) erforderlich, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Möglich ist auch die Vorlage eines negativen PCR-Testergebnisses, wobei dieser Test bis zu 48 Stunden zurückliegen kann. Ohne einen negativen Testnachweis kann der Eintritt nicht gewährt werden. Die betroffenen Karteninhaberinnen und -inhaber werden informiert. „Andernfalls hätte man der Hälfte der Gäste ihre Karten wieder abnehmen müssen. Wie hätte das fair geregelt werden sollen?“, gibt Sven Graf zu bedenken. Bei diesen Produktionen handelt es sich um: „OnFire!“ am 4. Dezember, „Rockin’ around the X-mas tree“ am 18. Dezember „Night of the Dance“ am 31. Dezember. Sie sind alle beliebt – und ausverkauft. Alle Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch genauso gut zurückgegeben werden.

Maske: Wer sich durchs Haus bewegt, muss den medizinischen Mundschutz aufsetzen. Wer Platz genommen hat, darf sie absetzen. „Wer sich dennoch unsicher fühlt, dem empfehlen wir, seine FFP-2-Maske anzubehalten, diese bietet einen guten zusätzlichen Schutz“, betont Sven Graf.

teo-otto-theater.de

Pause & Getränke

Es kommt auf die Vorstellung an, ob es eine Pause gibt oder nicht, sagt Sven Graf. Das Theater-Team bietet für die Pause nicht nur Getränke in Flaschen an, sondern schenkt auch wieder Wein und Sekt in Gläser aus. Gern könnten Gäste vor Veranstaltungsbeginn für die Pause vorbestellen und ihre Getränke dann an einem Stehtisch im Theater-Foyer genießen.

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