Kreistreffen im MK-Hotel

Remscheid steht zur Sensburg-Geschichte

Begrüßte gestern Morgen die Gäste beim Sensburger Kreistreffen im MK-Hotel: Klaus Schütz - neuer 1. Stellvertreter.
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Begrüßte am Morgen die Gäste beim Sensburger Kreistreffen im MK-Hotel: Klaus Schütz - neuer 1. Stellvertreter.

Den Auftakt des Kreistreffens der Sensburger Gemeinschaft gestaltete der Ostpreußen-Chor mit dem Lied „Heimat-Melodie – dich vergess` ich nie“.

Von Sabine Naber

Im Saal des MK-Hotels am Bahnhof hatten sich mehr als 60 Gäste eingefunden, als gestern Vormittag die Feierstunde begann. Klaus Schütz, neuer erster Stellvertreter der Kreisgemeinschaft, begrüßte kurz die Festgemeinde, die Festrede aber hielt Thomas Neuhaus, Sozialdezernent der Stadt, der seit 2014 als Patendezernent die Partnerschaft zwischen Remscheid und der polnischen Stadt Mragowo (ehemals Sensburg) begleitet.

Er schilderte seine private ostpreußische Geschichte, die bei ihm nach Allenstein führte und mit seiner Frau nach Breslau. „Sie hatte bei uns immer schon eine hohe Bedeutung. Inzwischen haben wir auch den ersten Urlaub in Mragowo gemacht. Das ist nicht die klassische Urlaubsregion, aber eine großartige Landschaft, in der man in jeder Ecke Geschichte findet.“ Heute sei das Thema Vertreibung durch den russischen Angriff auf die Ukraine wieder aktuell geworden. Da sei es gut, nach hinten zu schauen auf die eigenen Wurzeln.

„Remscheid steht zur besonderen Historie. Wer ins Rathaus kommt, sieht ein Gemälde von Sensburg, es gibt einen Sensburg-Saal und in einer Vitrine wird Geschichte präsentiert“, sagte Neuhaus.

Er erinnerte an die Unterstützung, die Remscheid nach einem Hilfegesuch von Mragowos Landrätin Barbara Kuzmicka-Rogala kurz nach Kriegsbeginn für dort gestrandete Flüchtlinge geleistet hatte. „Wir haben zwei Lkw beladen, Stromerzeuger, Nahrungsmittel, Medikamente und Kleidung hingebracht. Viel ist zusammengekommen, dankbar alles entgegengenommen worden.“ Neuhaus will mit Familie auch den Sommerurlaub 2022 in Mragowo verbringen. Nicht zuletzt, um zu gucken, was dort noch nötig ist.

Nach dem mit dem Chor gesungenen Ostpreußen-Lied und der Nationalhymne, wurde ein Mittagessen serviert, anschließend man durfte man „plachandern“.

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