Gelpetal

Steffenshammer: Nach der Flut wird endlich wieder gefeiert

In sechs Arbeitsschritten zur eigenen Schmuckschnecke: Auch Fem (9) hatte Spaß beim Hammerfest im Gelpetal.
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In sechs Arbeitsschritten zur eigenen Schmuckschnecke: Auch Fem (9) hatte Spaß beim Hammerfest im Gelpetal.

Der Förderverein Steffenshammer lud am Samstag zum Hammerfest.

Von Sabine Naber

Remscheid. Nach langer Zwangspause konnte der Förderverein Steffenshammer am Samstagnachmittag endlich wieder zu seinem traditionellen Hammerfest einladen. Ein besonderes Fest, das man kaum überhören konnte, sobald man von der Morsbachtalstraße ins Gelpetal eingebogen war. Schließlich war auch der große Hammer im Betrieb.

Und draußen auf der Wiese – hier standen Schmieden an der Esse – warteten die Kinder geduldig darauf, dass ihnen Schmied Huub Sensen zeigte, wie aus einem Nagel ein kleiner Schmuckanhänger in Form einer Schnecke geschmiedet werden kann. Ausgerüstet mit Schutzbrille, Helm und Lederhandschuhen durften die Kids mit einem großen Hammer auf das glühende Metall schlagen, das der Schmied mit einer imposanten Zange festhielt. Glückliche Gesichter, wenn der Anhänger dann an einem Band um den Hals hing.

Auf dem Grill lagen die Bratwürste, ein historisches Waffeleisen sorgte für den süßen Nachtisch und auch Kaffee und erfrischende Getränke gab es reichlich. Und wer wollte, fand an dem Stehtisch mit dem Schild „He wüad plattgekallt“ Gleichgesinnte.

„Wir sind heute ganz zufrieden“, sagte Vorsitzender Lutz Kleuser mit Blick auf die vielen Besucher, die sich bei herrlichem Sommerwetter offensichtlich wohlfühlten im und rund um den Hammer im idyllischen Gelpetal. Noch sind nicht alle Schäden, die die Flut im vergangenen Jahr verursacht hatte, beseitigt. Man hoffe aber, dass es im nächsten Jahr, wenn der Förderverein seinen 15. Geburtstag feiert, soweit ist.

„Wir haben drei Container gebraucht, um den Schlamm abzutransportieren“, kann sich Kleuser gut erinnern. Die schweren Holzbänke seien damals über die Wiese gespült worden und erst am schmiedeeisernen Zaun zum Halten gekommen.

Und die vier großen Stempel, die die Welle des Hammers festhalten, seien durch die gewaltigen Wassermengen „losgewackelt“ und morsch geworden. Für sie müssten neue Fundamente gesetzt werden. „Wir sind auf einem guten Weg. Es ist besser, gleich alles vernünftig zu machen, auch wenn das manchmal länger dauert“, sagt Kleuser.

Geöffnet ist der Steffenshammer zum Tag des „Offenen Denkmals“ am 11. September (11 bis 18 Uhr), in der „Nacht der Kultur“ am 29. Oktober (18 bis 22.30 Uhr) und zum Advents-Schmieden am 27. November (12 bis 18 Uhr). Von April bis Oktober kann er an jedem dritten Samstag von 11 bis 17 Uhr besucht werden. Individuelle Führungen können unter (0179) 229 13 12 vereinbart werden.

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